02/04/2022
Viele Menschen fragen sich, wieso es möglich ist, dass unsere Regierung Milliarden "einfach so"
in Form von Zuschüssen als Corona-Hilfen oder als Hilfen gegen Preisanstiege ausgeben kann.
Ja, es ist möglich, dass Milliarden zinslos und das heißt schuldenfrei! ausgegeben werden können.
Einzige Bedingung: das Geld wird "gesellschaftlich sinnvoll", d.h. im Sinne der Erhaltung und Verbesserung des Gemeinwohls
ausgegeben. Es dient also nicht der privaten Bereicherung Einzelner, sondern der "Bereicherung" Aller. Um diese grundlegende Einsicht
zu vermitteln, hat Klaus Karwat, Vorsitzender der Monetative, ein bemerkenswertes Buch veröffentlicht.
Es trägt den Titel: "Schuldenfreies Geld. Warum der Kapitalismus eine Systemreform braucht"
Wenn sich Politik nicht in Wahlritualen erschöpfen soll, wenn wir der Politik wieder eine Gestaltungsmacht geben wollen, dann
müssen wir uns mit diesem Thema vertraut machen. Noch stellt es für die meisten Menschen völliges Neuland dar. Was nicht verwundert,
da wir jeden Tag mit der schicksalhaften Schuldengefahr konfrontiert werden. Mit kühlem Kopf kann man erkennen, dass das nicht so sein muss.
Karwat teilt uns zu seinem Buch Folgendes mit:
"Unser heutiges Geld ist faktisch durch Schulden gedeckt, denn Banken und/oder EZB verbuchen bei ihrer Geldschöpfung immer eine Verbindlichkeit in ihrer Bilanz. Dies ist historisch begründet, denn noch bis 1971 war Geld mit Gold gedeckt. Heute werden unbegrenzt riesige Schuldenberge auftürmt, gleichzeitig explodiert die mit diesen Schulden "gedeckte" Geldmenge. Dies führt zu einer starken Vermögenspreisinflation, daraus resultierender sozialer Ungerechtigkeit sowie zu einer Wirtschaft, die stark von Wirtschaftswachstum abhängig ist. Das ist auch wegen der ökologischen Bedrohung unseres Planeten nicht mehr tragbar. Unser Kapitalismus braucht eine Systemreform: Neues Geld sollte heute nicht mehr über Schulden, sondern nur noch schuldenfrei von einer Währungsbehörde produziert werden. Die Verwendung dieses schuldenfreien „Vollgeldes“ würde im Rahmen einer „monetären Gewaltenteilung“ dann von demokratisch gewählten Haushaltsgesetzgebern beschlossen. Die EZB hätte bei der Umstellung auf schuldenfreies Geld einen Eigenkapitalzuwachs in Höhe der heutigen Geldmenge, mit dem sie die öffentliche Verschuldung im Euroraum weitgehend tilgen könnte"
https://saar.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/PHJ79/schuldenfreies-geld?cHash=f1c8a91fbeec7849c5cf844f2981318d
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