03/07/2023
Der Igel ist momentan wieder viel gesehener Gast in Parks und Gärten. Auch tagsüber sind die eigentlich nachtaktiven Tiere im Herbst unterwegs, um sich Fettreserven anzufressen und ein geeignetes Winterquartier zu finden. Dabei könnt ihr die kleinen Stacheltiere unterstützen! 🦔
🍂 Dichtes Gebüsch, Reisig- und Komposthaufen oder trockene Hohlräume unter Holzstapeln oder unter Treppen eignen sich als Schlafplatz. Blätter, Gestrüpp, Reisig und Zweige gerne gesammelt liegen lassen. Damit isolieren die Igel ihre Nester und wickeln sich darin ein.
🥣 Auch eine Futterstelle kann helfen. Geeignetes Futter ist z.B. feuchtes Katzen- oder Hundedosenfutter (hochwertig, Fleischanteil mind. 60%). Auf keinen Fall aber Essensreste, Süßes oder Gewürztes anbieten. Außerdem vertragen die Stacheltiere keine Milch, aufgrund des unverdaulichen Milchzuckers.
❗ Sobald es friert und schneit, darf nicht mehr zugefüttert werden. Nahrungsmangel ist ein wichtiger Auslöser für den Winterschlaf. Füttert man die Igel weiter, hält man sie künstlich wach. Tiere, die bei anhaltendem Bodenfrost oder Schnee jedoch tagsüber unterwegs sind und Anzeichen von Unterernährung aufweisen, krank oder verletzt sind, bedürfen Hilfe.
🏥 Wer einen hilfsbedürftigen Igel findet, sollte unbedingt Expert*innenrat einholen, denn falsche Hilfe kann mehr schaden als nutzen. Untergewichtige Tiere erkennt man an einer Einbuchtung hinter dem Kopf, der sogenannten "Hungerlinie". Kranke Igel sind apathisch und rollen sich bei Berührung nicht zusammen, ihre Augen sind eingefallen und schlitzförmig.
Zum Expert*innenrat: https://www.pro-igel.de/
Mehr Informationen und weitere Tipps bei hilfsbedürftigen Tieren: https://www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/igeln-richtig-ueber-den-winter-helfen/