30/05/2020
Wir die Jungen Liberalen Rhein-Lahn/Westerwald rufen Herrn Dr. Andreas Nick hiermit zu einem sachlichen Diskurs auf!
Sehr geehrter Herr Nick,
Schade, dass sie ihr Abstimmungsverhalten direkt mit Angriffen auf eine politische Jugendorganisation, in der auch Minderjährige aktiv sind verteidigen. Wir freuen uns, dass sie uns scheinbar als politischen Endgegner verstehen, den sie unsachlich ins rechte Lager rücken. Wenn unsere Meinung so rechts und eklig wirtschaftsliberal ist, wie stehen sie dann zu ihren Parteifreunden des Wirtschaftsrates und den vielen anderen, welche auch gegen eine solche Anpassung sind?! Haben sie in ihrer eigenen Partei rechte und wirtschaftsliberale? Müssen sie dagegen was unternehmen?
Zum sachlichen Diskurs:
86 Cent pro Monat, sind immerhin 1,8 Milliarden Euro mehr pro Beitragsperiode (Quelle: FAZ vom 21.02.2020). Eventuell sollte man über Einsparungspotentiale diskutieren, bevor man die Beiträge erhöht, dies führt dann auch dazu, dass im nächsten Schritt Steuergelder eingespart werden.
Wenn Sie mit jüngeren Menschen unter 50 sprechen, werden sie relativ schnell erfahren, dass z.b. Ein Netflix Account günstiger sein kann als der Rundfunkbeitrag. Junge Menschen nutzen jedoch mehr Netflix und andere Formate.
Ein paar weitere Vorschläge zum einsparen im ÖRR: Laut einem Gutachten der KEF, ist die Bezahlung im öffentlichen Rundfunk gegenüber dem öffentlichen Sektor massiv erhöht. Allerdings ohne Gründe, die die Vergütungsunterschiede rechtfertigen würden. Ein Beispiel dafür wäre, dass der SWR-Intendant Peter Boudgoust deutlich mehr verdient als der Bundespräsident, der höchste Mann im Staat und ihre Kanzlerin? (Gehalt SWR-Intendant: 356.000€ (stand 2018) ; Gehalt Bundespräsident: 214.000€ + Aufwandsgeld; Gehalt Bundeskanzlerin: 283.100€ (stand 2018)) Was macht ihn so viel besser, welche Entscheidungen trifft er?!
Auch sind laut verschiedensten Quellen, die im Vergleich zur Konkurrenz, überhöhten Pensionen von ÖRR Mitarbeitern, welche als einer der Hauptgründe für die Erhöhung des Rundfunkbeitrags gesehen wird.
Wenn alle sparen und Menschen in Kurzarbeit gehen müssen, warum nehmen Sie ihnen hier noch 86 Cent im Monat, um primär deutlich überhöhte Pensionen zu bezahlen und nicht um eine Qualitätsverbesserung zu erzielen, die der Öffentlich-rechtliche Rundfunk dringend nötig hätte?!
Vielleicht haben sie ja selbst Ambitionen auf eine Intendantenstelle? Die Stimme ihrer Wähler scheint mit dieser, auch in der CDU umstrittenen Entscheidung (warum sonst brauchte es diesen Brief) jedenfalls nicht abschließen vertreten worden zu sein.
Wir erhoffen uns von Ihnen eine sachliche Debatte über dieses Thema, da Sie die Interessen der Bürger des Westerwalds im Bund vertreten sollen.
Unsere Positionierung zum Öffentlich-rechtlichen Rundfunk
--> https://www.julis.de/bundestagswahl/unsere-argumente/oeffentlicher-rundfunk/
Dr. Andreas Nick Junge Union Limburg-Weilburg Junge Union Westerwald Rhein-Zeitung Westerwälder Zeitung
Unsere Position Wir JuLis stehen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber, denn wir erkennen an, dass eine offene […]