12/06/2023
5.500.000.000.000, das ist die geschätzte Schadenssumme, die ein atomarer Super-GAU in Deutschland verursacht. Dies ist nicht etwa eine künstlich hochgepumpte Zahl von Atomkraftgegnern, sondern das Ergebnis einer von Union und FDP in Auftrag gegebenen Studie aus dem Jahr 1992 [2]. In einem Interview mit dem Münchner Merkur echauffiert sich Frau Gruber über die Abschaltung unserer Atomkraftwerke und setzt sich für den Weiterbetrieb der “sicheren” deutschen Atomkraft ein[1].
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie berechneten, dass es etwa alle 3.625 Reaktorbetriebsjahre [3] zu einer Kernschmelze kommt. Unter der Annahme wir würden die drei verbliebenen Atommeiler die insgesamt lediglich eine Leistung von 4,2 GW [5] lieferten bis zum angestrebten Kohleausstieg 2030 weiterlaufen lassen, müssten, um das Risiko abzudecken, Rücklagen in Höhe von 31,86 Mrd. € gebildet werden (Slide 7).
Demgegenüber steht ein maximales Einsparpotenzial von 11,2 Mio. T CO2 [6], was mit dem prognostizierten CO2-Preis für 2030 [4] ein maximales Einsparpotenzial von 9,88 Mrd. € ergibt (Slide 8).
Verrechnet man diese beiden Werte, bleibt eine Differenzsumme von 21,98 Mrd. €.
Würden wir diese Summe stattdessen in den Ausbau erneuerbarer Energien stecken, ergäbe sich ein Ausbaupotenzial von 5,495 GW (Offshore-Wind) bzw. 13,7 GW (Photovoltaik) (Slide 9) .
Die Atommeiler wären also um den Faktor 1,24 bzw. 3,26 überkompensiert. Darüber hinaus können wir den Vorteil nutzen, dass wir unsere Energiesicherheit gewährleisten, ohne dabei Millionen von Menschenleben zu gefährden oder unser Land für Jahrtausende unbewohnbar zu machen.
Frau Gruber, wie Sie sehen, führt kein Weg am Ausbau erneuerbarer Energien vorbei. Da Sie sich ja, laut Ihrer Aussage, für Klimaschutz und den Erhalt der Natur interessieren, schlage ich vor, bei Ihrer nächsten Veranstaltung zu Sachargumenten zurückzukehren. Ich denke, dass das immergleiche populistische Geschrei Ihnen auf Dauer sicher auch langweilig wird?