Monacensia im Hildebrandhaus

Monacensia im Hildebrandhaus Das literarische Gedächtnis der Stadt München - Literaturarchiv, Bibliothek, Ausstellungen, Veranstaltungen.

Die Monacensia im Hildebrandhaus ist ein regional und international geschätzter, lebendiger Ort der Literatur. Die traditionsreiche Einrichtung der Münchner Stadtbibliothek ist seit 1977 in der ehemaligen Künstlervilla des Bildhauers Adolf von Hildebrand (1847–1921) beheimatet. Unter einem Dach vereint das Hildebrandhaus das Literaturarchiv der Stadt München sowie eine der wichtigsten Forschungsbi

bliotheken für alle, die sich für die Geschichte und das kulturelle Leben der Stadt München interessieren. Als literarisches Gedächtnis der Stadt pflegt die Monacensia den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

🎂 Herzlichen Glückwunsch, München!Zum diesjährigen Stadtgeburtstag steht alles unter dem Motto „Fest der Viertel“. Die G...
12/06/2026

🎂 Herzlichen Glückwunsch, München!

Zum diesjährigen Stadtgeburtstag steht alles unter dem Motto „Fest der Viertel“. Die Geschichten der Münchner Stadtteile prägen die Stadt bis heute – und genau diesen Geschichten widmen wir uns auch in der Monacensia.

In unserer Dauerausstellung „Maria-Theresia 23“ könnt ihr die Geschichte Bogenhausens entdecken und erfahren, wie sich das Viertel rund um das Hildebrandhaus verändert hat. Wer noch tiefer in die Geschichte der Münchner Stadtteile eintauchen möchte, findet in unserer Bibliothek historische Literatur zu Vierteln in ganz München.

Kommt vorbei und entdeckt die vielen Geschichten, die München ausmachen.

✨ Welches Münchner Viertel verbindet ihr mit einer besonderen Erinnerung?

📸 1+2: "Maria Theresia 23", Monacensia, © Oliver Jung.
📸 3: © ​.

Ein Name auf einer Treppenstufe wurde zum Ausgangspunkt einer Spurensuche.Als der Münchner Künstler Wolfram Kastner 2008...
10/06/2026

Ein Name auf einer Treppenstufe wurde zum Ausgangspunkt einer Spurensuche.

Als der Münchner Künstler Wolfram Kastner 2008 die Namen verfolgter jüdischer Kulturschaffender auf die Treppen der Hochschule für Musik und Theater schrieb, fiel ein Name besonders auf: Otto Manasse.

Wer war dieser Mann?

Die Suche führte zu vergessenen Noten, zu Briefen, ins Hildebrandhaus und zu einer bemerkenswerten Geschichte aus dem Münchner Musikleben.

Otto Manasse war Chemiker und Komponist. Er studierte privat bei Max Reger, veröffentlichte eigene Werke und wurde von Zeitgenossen geschätzt. Mehr als drei Jahrzehnte lebte er in Schwabing, in der Nikolaistraße 5.

Dann kam die nationalsozialistische Verfolgung.

1939 musste Manasse seine Wohnung verlassen. 1942 wurde er nach Theresienstadt deportiert, wo er wenige Monate später starb.

Fast wäre damit auch die Erinnerung an ihn verschwunden.

Doch erhaltene Kompositionen, Briefe und Erinnerungen erlauben heute eine neue Annäherung an sein Leben – und an ein kulturelles Netzwerk, das durch Verfolgung und Deportation zerstört wurde.

Der Beitrag von Michael Grill ist Teil des Dossiers zur Ausstellung „Maria Theresia 23“, die die wechselvolle Geschichte des Hildebrandhauses seit 1898 erzählt.

„Dann haben wir wieder einen Erfolg auf dem Weg des Erinnerns errungen.“

— Michael Grill

📖 Den Link zum vollständigen Beitrag findet ihr im ersten Kommentar.

📸1 + 2: Kennkartendoppel von Otto David Manasse, 1939. © Stadtarchiv München, Signatur: DE-1992-KKD-2593
📸3: Otto Manasse. © Tobias Melle

📚✨ Literatur & Haltung unterwegsHeute hat uns Tina Rausch dieses schöne Foto aus dem Schaufenster der  geschickt. Vielen...
08/06/2026

📚✨ Literatur & Haltung unterwegs

Heute hat uns Tina Rausch dieses schöne Foto aus dem Schaufenster der geschickt. Vielen Dank dafür! Es freut uns sehr, unserer Ausstellung auch außerhalb der Monacensia zu begegnen.

📖 Auch das Lesebuch zur Ausstellung – erschienen im Verbrecher Verlag – ist immer wieder an ganz unterschiedlichen Orten anzutreffen.

🔎 Wer tiefer in die Themen der Ausstellung eintauchen möchte: Im MON Mag-Dossier finden sich spannende Hintergründe und vertiefende Einblicke in Rachel Salamanders Literaturhandlung.

💻 Und mit unserer digitalen Ausstellung lässt sich Literatur & Haltung auch online entdecken.

Schön zu sehen, wo uns Literatur & Haltung überall begegnet.

Zum Dossier mit der digitalen Ausstellung siehe Link im ersten Kommentar!

Wie tritt Antisemitismus in literarischen Texten auf? Wie lassen sich seine Wirkungsweisen verstehen?Diesen Fragen geht ...
04/06/2026

Wie tritt Antisemitismus in literarischen Texten auf? Wie lassen sich seine Wirkungsweisen verstehen?

Diesen Fragen geht der Workshop mit Eva Marburg und Kathrin Hain vom Institut für Neue Soziale Plastik​​ nach.

Der Workshop führt anhand theoretischer Inputs und konkreter Beispiele in die Wirkungsweisen von literarischem Antisemitismus ein. Er versteht sich als Einladung an Interessierte sowie an Kunst- und Kulturarbeitende, sich mit den tradierten Erscheinungsformen von Antisemitismus im literarischen Kontext auseinanderzusetzen und Sensibilitäten für den Umgang mit ihnen zu entwickeln.

Eine Veranstaltung im Begleit- und Vermittlungsprogramm zur Ausstellung "Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv".

📍Monacensia im Hildebrandhaus

📅 26.06.2026 | Eintritt frei | Anmeldung erforderlich
📋️Anmeldelink: https://bit.ly/4e3nijE
⏲️10 bis 17 Uhr, mit Pausen

Kunst und Kultur sind einflussreiche Wissensspeicher – in denen Antisemitismus oft übersehen oder unerkannt bleibt. Antisemitische Erzählungen, Bildwelten und Weltanschauungen können sich hier fortsetzen, wandeln und anpassen. Für die Arbeit mit Lit

Erst zwei Wochen ist es her, da hielt Dan Diner zur Eröffnung unserer Ausstellung „Literatur & Haltung. Rachel Salamande...
03/06/2026

Erst zwei Wochen ist es her, da hielt Dan Diner zur Eröffnung unserer Ausstellung „Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv“ eine eindrückliche Rede, die Sie in der Sueddeutsche Zeitung​ nachlesen können.

In seiner Rede würdigt Dan Diner Rachel Salamander als „Baumeisterin eines säkulären Tempels“ und ruft den Auftrag der 1982 gegründeten Literaturhandlung in Erinnerung:

➡️ In der zunächst geteilten und später der wiedervereinigten Bundesrepublik einen Gedächtnisort für die vertriebenen und ermordeten jüdischen Autor*innen zu schaffen
➡️ Einen „kulturellen Versammlungsraum“ und eine „Begegnungsstätte“ jüdischer Kultur in einer nicht-jüdischen Öffentlichkeit einzurichten
➡️Auf Grundlage von Literatur zu handeln, das heißt: zu lesen, zu interpretieren, zu diskutieren

Angesichts angebrochener und einbrechender Zeitenwenden appelliert Dan Diner: „Das ‚Archiv Salamander‘ gilt es zu hegen und zu pflegen, in der Hoffnung, dass seinem Geiste zukünftiges Wissen entspringen werde – in Vorbereitung einer besseren Zukunft. Und um dabei ein ikonisches Wortbild Walter Benjamins zu evozieren: gleich einer, in unergründliche, bewegte Wasser geworfenen Flaschenpost.“

Foto: Kerstin Schuhbaum
Anmerkung: Die Rede Dan Diners ist in der SZ in gekürzter und leicht bearbeiteter Form abgedruckt worden.

Mit ihrer „Literaturhandlung“ riskierte Rachel Salamander eine Grenzüberschreitung und machte jüdisches Denken wieder sichtbar. Eine Würdigung.

Es ist vollbracht 💜Mit der Eröffnung von „Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv“ ist in der Monacensia ein Ort ...
21/05/2026

Es ist vollbracht 💜
Mit der Eröffnung von „Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv“ ist in der Monacensia ein Ort entstanden, der Literaturgeschichte, jüdische Gegenwart und gelebte Haltung miteinander verbindet.

Zwischen Büchern, Briefen, Fotografien und Erinnerungen erzählt die Ausstellung nicht nur die Geschichte von Rachel Salamander und ihrer Literaturhandlung – sondern auch davon, wie Literatur Räume für Debatten, Begegnungen und demokratische Kultur schafft.

Zur Eröffnung sprachen der Historiker Dan Diner, Rachel Salamander sowie Vertreter*innen aus Kultur und Stadtgesellschaft. Danke an alle, die diesen besonderen Abend mit uns gefeiert haben ✨

Begleitet wird die Ausstellung vom fortlaufend wachsenden MON-Mag-Dossier mit vertiefenden Artikeln, Trailer und digitaler Ausstellung. Siehe Link im 1. Kommentar.

📍 Monacensia im Hildebrandhaus
🎟️ Eintritt frei

📸 1: Anke Buettner, Rachel Salamander, Lena Altmann (Alfred Landecker Foundation)
📸 2: Dan Diner bei seiner Eröffnungsrede
📸 3: Ron C. Jakubowic und Rachel Salamander
📸 4: Impressionen der Ausstellungseröffnung
📸 5: Mona Fuchs, 2. Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München
📸 6: Rachel Salamander mit ihrer ehemaligen Mitarbeiterin der Literaturhandlung, Barbara Picht & Simon Fetscher
📸 Alle Fotos: Thomas Dashuber

HEUTE feiern wir die Eröffnung von „Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv“ – ab dem 20. Mai in der Monacensia z...
19/05/2026

HEUTE feiern wir die Eröffnung von „Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv“ – ab dem 20. Mai in der Monacensia zu erleben. ✨

Nach intensiven Vorbereitungen ist nun alles aufgebaut – und auch unsere erste digitale Ausstellung ist online gegangen: https://www.stories.mon-mag.de/literatur-haltung-ausstellung

Hier gibt es erste Eindrücke aus für euch. 📚

Fotos: © Thomas Dashuber

18/05/2026

Heute könnte Franziska zu Reventlow ihren 155. Geburtstag feiern.
Sie ist neben Margarete Beutler und Emmy Hennings eine der Hauptfiguren im wundervollen Lesebuch "Frei leben! Frauen der Boheme 1890 – 1920", die von Anke Buettner, Laura Mokrohs und Sylvia Schütz für die Monacensia im Hildebrandhaus herausgegeben wurde.

15/05/2026

Es geht weiter – der Ausstellung : Finish der Vitrinen!

Beklebt, befüllt, Hauben geputzt, aufgesetzt, geprüft … et voilà: fertig!

Der Countdown läuft: Ab 20. Mai ist die Ausstellung “Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv” in der Monacensia zu sehen. Kommt vorbei!

13/05/2026

Im Feuilleton gibt es gerade ein größere Debatte über die Frage, wie jüdische Gegenwartsliteratur beachtet wird, angestoßen von Maxim Biller, der etwa auf Barbara Honigmann, Robert Schindel und Rachel Salamander verweist.
Sie alle und Biller selbst lassen sich finden im brandneuen Band „LITERATUR & HALTUNG. RACHEL SALAMANDERS ARCHIV. Ein Lesebuch“, den Anke Buettner und Tina Rausch für die Monacensia im Hildebrandhaus herausgegeben haben.
Zum Buch: https://www.verbrecherverlag.de/shop/literatur-haltung-rachel-salamanders-archiv/
Zur Ausstellung: https://www.muenchner-stadtbibliothek.de/veranstaltungen/details/literatur-haltung-rachel-salamanders-archiv-42782

Adresse

Maria-Theresia-Straße 23
Munich
81675

Öffnungszeiten

Montag 09:30 - 17:30
Dienstag 09:30 - 17:30
Mittwoch 09:30 - 17:30
Donnerstag 12:00 - 19:00
Freitag 09:30 - 17:30
Samstag 11:00 - 18:00
Sonntag 11:00 - 18:00

Telefon

+49894194720

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