03/08/2026
Blaukorn in städtischen Grünanlagen (Ratssitzung 30. Juni 2026)
Viele Bürger sind besorgt! Kunstdünger wie Blaukorn können besonders bei Haustieren und kleinen Kindern zu gesundheitlichen Problemen führen. In der Ratsversammlung stellte unsere Ratsfrau Karin Mundt den Antrag, städtische Grünanlagen zukünftig nicht mehr mit Kunstdünger zu düngen.
Seine Erwiderung nutzte der NDR-Gartenexperte Thomas Balster für eine kleine Gartenshow. Anstatt auf das eigentliche Problem einzugehen und Losungsansätze anzubieten, verteilte er Minze an die Ratsmitglieder.
Mal wieder wurden die Ängste und Sorgen der Bürger ins Lächerliche gezogen, anstatt darauf einzugehen.
Hier der Antrag im Wortlaut:
Die Ratsversammlung möge beschließen:
Die Stadt Neumünster wird aufgefordert, zukünftig auf die Düngung durch Blaukorn und andere Kunstdünger in städtischen Grünanlagen zu verzichten, und als Alternative organischen Dünger zu nutzen.
Begründung:
Aus den Medien konnten wir erfahren, daß in städtischen Grünanlagen Blaukorn als Dünger eingesetzt wird. Besonders Tierhalter und Familien mit kleinen Kindern sind besorgt. Während der Chef des Technischen Betriebszentrums (TBZ), Ingo Kühl, versucht, daß Problem herunterzuspielen und behauptet, daß der Dünger weitgehend unschädlich ist, berichten Tierärzte immer wieder von Erkrankungen durch Blaukorn. Frisst ein Hund die blauen Kügelchen, kann es je nach aufgenommener Menge zu schweren Organschäden bis hin zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung kommen. Denn die Inhaltsstoffe reizen die Magen-Darm-Schleimhaut und schädigen das Hämoglobin im Blut, wodurch die Sauerstoffaufnahme erheblich erschwert wird. Starkes Speicheln, Erbrechen, Atemnot und blutiger Durchfall sind deutliche Anzeichen einer Vergiftung.
Außerdem verschlingt die Produktion von Blaukorn enorme Mengen an Energie. Besonders die Herstellung von Stickstoffdünger durch das Haber-Bosch-Verfahren, ist ein regelrechter Energiefresser und trägt nicht unerheblich zum CO2-Ausstoß bei, was den vermeintlichen Klimawandel, der von ihnen bei jeder dich bietenden Gelegenheit als große Gefahr heraufbeschwören wird, noch zusätzlich anheizt. Auch unter diesem Aspekt sollte die Stadt mehr Verantwortungsbewusstsein zeigen. Man kann doch nicht bei jeder Gelegenheit von möglicher Klimaneutralität faseln, um dann achtlos Kunstdünger verstreuen.
Unsere Fraktion ist der Auffassung, daß es ausreichend ökologisch sinnvolle Alternativen zu Blaukorn und anderen mineralischen Kunstdüngern gibt. Als Beispiele seien in diesem Zusammenhang Hornspäne und Pferde- bzw. Rinderdungpellets genannt.
Wir appellieren an die ökologische Verantwortung aller Ratsmitglieder und bitten um Zustimmung für diesen Antrag.