19/11/2025
Gemeinsame Pressemitteilung:
FREIE WÄHLER: Schließungspläne im Marienhausklinikum Kohlhof wären schwerer Fehler – Kreistagsmitglieder Brenner und Peter fordern Kurskorrektur
Die FREIE WÄHLER Kreistagsmitglieder Michael Brenner (Kreistag Neunkirchen) und Johannes Peter (Kreistag St. Wendel) kritisieren die aktuellen Pläne von Gesundheitsminister Magnus Jung, Landrat Sören Meng sowie Oberbürgermeister Jörg Aumann, die eine Schließung der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin sowie der Geburtsstation am Standort des Marienhausklinikums Kohlhof und deren Verlegung nach St. Wendel vorsehen.
Nach Auffassung der FREIE WÄHLER im Kreistag Neunkirchen wäre diese Entscheidung ein gravierender Fehler und würde eine massive Verschlechterung der medizinischen Versorgung im gesamten Landkreis Neunkirchen bedeuten.
Michael Brenner, FREIE WÄHLER-Kreistagsmitglied im Kreis Neunkirchen kritisiert insbesondere den Umgang des Landrats mit den Gremien: „Es ist absolut unverständlich, dass der Landrat die Mitglieder des Kreistages nicht frühzeitig und transparent in die Planungen einbezogen hat. Noch weniger nachvollziehbar ist, dass der Kreistag erst nach der öffentlichen Bekanntgabe über die Pläne informiert wurde.“
Auch aus dem Landkreis St. Wendel kommt Kritik – trotz grundsätzlich positiver Effekte vor Ort. Johannes Peter, FREIE WÄHLER-Kreistagsmitglied im Kreis St.Wendel erklärt: „Einerseits begrüßen wir die Planung für den Landkreis St. Wendel, weil nach dem Wegfall der Geburtsklinik unser ländlicher Raum in der Gesundheitsversorgung spürbar gestärkt würde. Andererseits ist es inakzeptabel, dass die Standorte St. Wendel und Neunkirchen-Kohlhof gegeneinander ausgespielt werden. Dabei darf eine Stärkung des einen Standortes nicht zum Nachteil des anderen erfolgen. Gesundheitsversorgung darf nicht zu einem Nullsummenspiel werden.“
Beide Kreistagsmitglieder fordern daher den Gesundheitsminister sowie die Landräte der betroffenen Kreise auf, die aktuellen Pläne zurückzunehmen und vollständig neu zu überdenken. Ziel müsse es sein, in beiden Landkreisen eine wohnortnahe, verlässliche und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung – einschließlich der Geburtshilfe – sicherzustellen.
Darüber hinaus verlangen Brenner und Peter, dass die Pläne in den Kreistagen beider Landkreise offen vorgestellt und umfassend diskutiert werden, bevor weitreichende Entscheidungen getroffen werden.
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