19/03/2026
Aumann politisch verantwortlich für NVG-Skandal!
Die gestrige Stadtratssitzung war eine nicht öffentliche Sitzung. Daraus resultieren für die Anwesenden Verpflichtungen zur Wahrung der Verschwiegenheit.
Allerdings dürfen über den Eindruck, den der Vortrag der Teneo GmbH bewirkt hat, Ausführungen gemacht werden.
Dass die SPD-Stadtratsfraktion OB Aumann als „vollständig entlastet“ ansieht und sich dabei auf die Einschätzung einer in der nicht öffentlichen Sitzung anwesenden, unabhängig von Teneo arbeitenden Juristin beruft, kann sich bestenfalls auf die in der Presse als möglicherweise strafrechtlich relevant bezeichneten Vorwürfe beziehen und wäre insofern bestenfalls ein „Freispruch zweiter Klasse“. Dies zu beurteilen ist jedoch Sache der Staatsanwaltschaft und der Gerichte.
Für die CDU-Stadtratsfraktion und den CDU-Stadtverband ist weiterhin klar: OB Aumann trägt als Aufsichtsratsvorsitzender der NVG die politische Verantwortung für den NVG-Skandal. Daher werden wir an unserer Rücktrittsforderung festhalten und die notwendigen Schritte zur Einleitung des von uns angekündigten Abwahlverfahrens in der nächsten Stadtratssitzung unternehmen.
Zum aus der Stadtratssitzung gewonnenen Eindruck: Wir waren alle erschüttert, über das Ausmaß des sogenannten Systems Schaufert. Der Umfang der mit dem bereits öffentlich gemachten „Klima der Angst“ verbundenen Szenarien (Bedrohungen, Beleidigungen, anhaltende massive Furcht vor weiteren Repressalien) ist unfassbar. Gleiches gilt für die vorgeworfenen Wahlmanipulationen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bleiben abzuwarten.
Die CDU-Fraktion stimmt der SPD-Landtagsfraktion darin zu, dass der frühere NVG-Betriebsratsvorsitzende keine Zukunft in seinen Ämtern als Stadtratsmitglied, Ortsvorsteher und SPD-Ortsvereinsvorsitzender haben kann.