02/03/2026
Am vergangenen Samstag demonstrierte unsere Sprenggruppe eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit des 2RS-Systems im Rahmen einer großangelegten Übung.
Das 2RS-System ist eine spezialisierte Methode zur Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden. Dabei werden wassergefüllte Kunststoffschläuche mit einer Sprengschnur bestückt und mit sicherem Abstand vor der Feuerfront ausgelegt. Kurz bevor die Flammen das System erreichen, erfolgt die Zündung.
Die Explosion zerstäubt das Wasser so fein, dass es sich unter hohem Druck schlagartig im Brandherd ausbreitet. Die Flammenfront wird sofort gebrochen und das Brandgut nachhaltig gekühlt – bei minimalem Wassereinsatz und maximaler Löscheffektivität.
Um realitätsnahe Bedingungen zu schaffen, wurde bereits am vorangegangenen Samstag ein künstlicher Wald errichtet. Dank der Unterstützung der Gemeinde Neunkirchen konnten Bäume im Forst gefällt werden. Die Fachgruppe Räumen transportierte die Stämme mittels Radlader zum Übungsgelände. Dort wurden mit einem Erdbohrgerät Löcher vorbereitet, in denen die Bäume fixiert wurden, bis ein authentisches Waldstück entstand.
Der Übungstag begann früh mit einer Sicherheitsunterweisung für alle Helferinnen und Helfer. Rund 140 Übungsteilnehmende – darunter die Bürgermeister der Gemeinden Neunkirchen, Schwarzach und Aglasterhausen, Vertreter benachbarter THW-Ortsverbände, der Feuerwehren, der Polizei, des DRK, des DLRGs der Landesforstverwaltung, des Landratsamtes sowie der Organisation – folgten der Einladung.
Nach einer theoretischen Einführung durch den Gruppenführer der Sprenggruppe, Benedikt Ehnert, und der Begrüßung durch den Ortsbeauftragten Benedikt Reinhart, machten sich alle gemeinsam auf den Weg zum Wald: Die Sprenggruppe zeigte live den Aufbau des 2RS-Systems. Nachdem sich alle Zuschauer in sichere Entfernung begeben hatten, wurde das Waldstück pyrotechnisch in Brand gesetzt, bis es im Vollbrand stand. Das 2RS-System wurde ausgelöst und löschte die Flammenwand innerhalb von Sekundenbruchteilen erfolgreich ab.
Im Anschluss nutzte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen die Nachlöscharbeiten für eine eigene Übungseinheit. Die Räumgruppe des THW Ortsverband Sinsheim unterstützte uns anschließend beim Rückbau und Abtransport des künstlich errichteten Waldes. Herzlichen Dank für die Unterstützung!
Zurück im Ortsverband bot ein gemeinsames Mittagessen den perfekten Rahmen für den fachlichen Austausch. Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für das große Interesse, das positive Feedback und die hervorragende kameradschaftliche Zusammenarbeit!
Fotos: Michael Grimminger