23/03/2026
🟡 Ein persönlicher Kommentar von Jan Raatschen, stellvertretender Vorsitzender der FDP Neuss:
Die vergangenen Landtagswahlen waren für die FDP schmerzhaft – daran gibt es nichts zu beschönigen. Auch das Ergebnis in Rheinland-Pfalz zeigt: Wir stehen aktuell unter Druck.
Aber wer jetzt vorschnell das Ende der FDP oder des Liberalismus ausruft, macht es sich zu einfach.
Denn Liberalismus ist keine kurzfristige politische Stimmung. Er ist die Grundlage für eine offene, freie und leistungsfreundliche Gesellschaft. Und gerade jetzt – bei steigender Staatsverschuldung, wachsender Bürokratie und fehlendem Reformtempo – braucht es eine starke liberale Stimme mehr denn je.
Die Realität holt uns gerade ein:
Viele Entwicklungen, vor denen Liberale seit Jahren warnen, treten jetzt offen zutage – mangelnde fiskalische Disziplin, immer neue staatliche Eingriffe und ein Staat, der oft zu langsam und zu kompliziert ist.
Und genau deshalb gilt für uns:
Nicht hinterherlaufen. Nicht anbiedern. Sondern klar bleiben.
Oder, um es mit Guido Westerwelle zu sagen:
„Wenn andere sich von uns wegbewegen, laufen wir nicht hinterher – und wenn andere sich auf uns zubewegen, laufen wir nicht weg.“
Gleichzeitig gehört zur Ehrlichkeit auch Selbstkritik:
Es reicht nicht, die richtigen Themen zu benennen – wir müssen sie auch sichtbar umsetzen. Digitalisierung, Bildung und wirtschaftliche Modernisierung sind keine Schlagworte. Sie entscheiden über die Zukunft unseres Landes.
Und genau hier beginnt unsere Verantwortung vor Ort – auch in Neuss:
Eine moderne Verwaltung, bessere Bildung, weniger Bürokratie und echte Chancen für diejenigen, die etwas unternehmen und bewegen wollen.
Die FDP ist nicht am Ende.
Sie wird gerade wieder gebraucht.
Und genau darin liegt unsere Chance.