05/02/2026
Finger weg von der Stadtbibliothek – Nein zum Umzug ins Kaufhof-Konvent
Die Junge Union Neuss lehnt die Pläne, die Stadtbibliothek aus ihrem bisherigen Standort am Neumarkt in den Kaufhof-Konvent zu verlagern, entschieden ab.
Der geplante Umzug ist aus Sicht der JU stadtentwicklungspolitisch falsch, und inhaltlich nicht überzeugend.
„Die Stadtbibliothek am Neumarkt funktioniert.
Sie ist zentral gelegen, gut erreichbar und wird täglich von vielen Menschen genutzt. Wer diese Einrichtung vom Neumarkt abzieht, schwächt einen ohnehin sensiblen Innenstadtbereich weiter. Gerade der Neumarkt brauche mehr Frequenz – nicht den Verlust einer der wenigen konstanten Anlaufstellen.
160.00 Besucher fallen so am Neumarkt auf Dauer weg. Zudem müssen die Besucher auf dem Weg zum Neumarkt ohnehin durch den Hauptstraßenzug.
Die Stadtbibliothek ist – egal an welchem Standort – dauerhaft defizitär. Ein Umzug ins Kaufhof Gebäude macht sie nicht wirtschaftlicher, sondern belastet die Stadtkasse genauso bzw bedeuten kurzfristig neue Kosten und schwächt die Wirtschaftlichkeit des Gebäude.
In Zeiten knapper Haushaltsmittel sei ein solches Projekt schlicht nicht vermittelbar.
Völlig inakzeptabel ist für die Junge Union zudem der Umgang um die möglichen Fördermittel in Höhe von bis zu zwölf Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur der Bundesregierung. „Dieses Geld ist primär für Schulen gedacht. Wir sagen deutlich: Lieber Geld für neue Schultoiletten als für Breuers neue Bibliothek"
Auch das neu angeführte Argument des Berufskollegs Marienhaus überzeugt die Junge Union nicht. „Hier wird ein Strohmann aufgebaut, um künstlich Druck in der Debatte zu erzeugen“.
Für schulische Nutzungen stünden in Neuss, etwa im Hammfeld, durchaus alternative Gebäude zur Verfügung. Das Berufskolleg tauge daher nicht als Rechtfertigung für einen Bibliotheksumzug. „Auch ist fraglich ob das Marienhaus ansatzweise die Frequenz am Neumarkt halten kann, welche die Stadtbibliothek derzeit bringt“
Entscheidend ist, dass der Konvent langfristig tragfähig betrieben wird. Das gelingt nicht mit einer Einrichtung, die dauerhaft Zuschüsse benötigt“, so die JU weiter.
Die jetzt gefallene Entscheidung wird auf Dauer dem Ziel der Innenstadt Revitalisierung schaden.