Stadtarchiv Nürnberg

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Wer heute am Tiergärtnertor vorbeikommt, vermutet wohl kaum, dass der dortige Turm etwas mit dem Germanischen Nationalmu...
07/09/2026

Wer heute am Tiergärtnertor vorbeikommt, vermutet wohl kaum, dass der dortige Turm etwas mit dem Germanischen Nationalmuseum in der Kartäusergasse zu tun haben könnte.

Tatsächlich war das „GNM“, welches bereits seit Jahren das größte kulturhistorische Museum im deutschsprachigen Raum ist, in seinen Anfangsjahren in diesem Turm untergebracht. Auf vier Etagen konnten interessierte Besucher über einen Mauergang in die „Kunst- und Altertumssammlung“ gelangen. Während man zunächst im ersten Stock eine Art Waffenhalle betrat, in der Stangenwaffen und Armbrüste ausgestellt waren, konnte man im zweiten und vierten Stock die Bilderhalle bestaunen. Der dritte Stock beherbergte hingegen Hausrat mit altdeutschen Möbeln, Truhen sowie Spiel- und Musikinstrumenten. Ebenso waren dort auch mathematische und astronomische Instrumente vertreten.

Das Sammeln all dieser Gegenstände und somit die Gründung des Museums verdanken wir dem fränkischen Altertumsforscher Hans Freiherr von Aufseß, dessen Geburtstag sich heute zum 225. Mal jährt. Seine Privatsammlung bildete den Grundstock für das Museum, welches 1852 als eine Reaktion auf die gescheiterte politische Einigung Deutschlands gegründet wurde. Seine Vision war ein zentrales Gedächtnisarchiv, das die gemeinsame Identität und Geschichte über Grenzen hinweg lückenlos dokumentiert.

Abb.: StadtAN, A 34 Nr. 175, A 7 I 4592

Córdoba, Prag, Venedig – obwohl diese Orte als Urlaubsziele bekannt sind, haben sie für die Stadt Nürnberg eine einzigar...
02/09/2026

Córdoba, Prag, Venedig – obwohl diese Orte als Urlaubsziele bekannt sind, haben sie für die Stadt Nürnberg eine einzigartige Bedeutung: Als Städtepartnerschaften sind sie ein Zeugnis kulturellen Austausches. Die Stadtverwaltung kann auf eine langanhaltende Beziehung zu diesen und weiteren Städten zurückblicken, die unter anderem die jüngere Überlieferung des „Amts für Internationale Beziehungen“ im Bestand C 123, der im Stadtarchiv erschlossen wird, illustriert.

Der aktuelle Artikel unseres Blogs zeigt deren Entstehung zu mehreren Zeitpunkten – seit der Entwicklung und Bedeutung der Idee in den 1950er Jahren zu dem von Oberbürgermeister Otto Bärnreuther 1954 in Venedig unterzeichneten Verbrüderungseid mit den Städten Brügge, Nizza, Locarno und Venedig. Auch im Stadtbild und in Fotos werden die Partnerorte sichtbar: Durch Gebäude wie das Krakauer Haus, den jährlich stattfindenden Markt der Partnerstädte nördlich des Nürnberger Christkindlesmarktes oder auch der heutigen Aufnahme. Sie zeigt den damaligen Nürnberger Bürgermeister W***y Prölß gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Gera, Horst Jäger, 1988 beim Montieren einer Tafel zur Feier der geschlossenen Partnerschaft.

Zum Beitrag geht’s hier: https://stadtarchive-metropolregion-nuernberg.de/sommer-sonne-partnerstaedte-nuernbergs-internationale-verbindungen-und-deren-erschliessung-im-stadtarchiv/

Abbildungen: Willi Prölß (links) und Horst Jäger, 1988 (Foto: Karlheinz Daut, Stadtarchiv Nürnberg A 40 Nr. L-5192-F2-14), Markt der Partnerstädte nördlich des Nürnberger Christkindlesmarktes, 2014 (Foto: Julia Kraus, Stadtarchiv Nürnberg A 96 Nr. 2847), Bestand C123 im Stadtarchiv (Stadtarchiv Nürnberg: Marta Beck (mARTa Fotografie), 24.06.2026)

Heute gibt es Post! Am Welttag des Briefeschreibens werfen wir einen Blick in die Vergangenheit und entdecken, dass es v...
01/09/2026

Heute gibt es Post! Am Welttag des Briefeschreibens werfen wir einen Blick in die Vergangenheit und entdecken, dass es viele Formen der Briefversendung gibt und gab. Die heutige Aufnahme aus dem Jahr 1933 zeigt das eindrücklich – könnt Ihr erkennen, wo wir uns hier befinden?

Das Gebäude auf unserem Bild ist der Plärrer-Automat, eine Wartehalle für die Straßenbahn, die 1932 nach einem Entwurf von Walter Brugmann auf dem bis heute bestehenden Verkehrsknotenpunkt gebaut wurde. Hier bündelten sich viele Funktionen: Mit einem Selbstbedienungsrestaurant, einer Telefonzelle und dem hier sichtbaren „stummen Postamt“ konnte vieles an einem Ort erledigt werden. In letzterem wurden, wie hier sichtbar, Briefmarken und Postkarten gekauft und Briefe eingeworfen. Trotz Plänen, den als „entartet“ geltenden Bau in der Zwischenzeit abzureißen, wurde der Wartebereich außerhalb des runden SB-Restaurants schließlich 1944 durch Luftangriffe zerstört. Unsere heutige Aufnahme kann uns jedoch noch einen Einblick in diese sehr praktische Art des Briefeversendens geben!

Was verbindet Ihr mit dem Briefe-schreiben? Teilt Eure Gedanken mit uns in den Kommentaren!

Abbildungen:
Foto 1: Stummes Postamt, 1933 (Foto: Kurt Grimm, Stadtarchiv Nürnberg A 38 Nr. D-77-7)
Foto 2: Stummes Postamt, 1933 (Foto: Kurt Grimm, Stadtarchiv Nürnberg A 38 Nr. D-78-8)
Foto 3: Plärrer-Automat, 1933 (Foto: Kurt Grimm, Stadtarchiv Nürnberg A38 Nr. D-77-3)

Als König Ludwig I. von Bayern im Jahr 1826, 20 Jahre nach der Inkorporation der alten Reichsstadt in das Königreich, Nü...
28/08/2026

Als König Ludwig I. von Bayern im Jahr 1826, 20 Jahre nach der Inkorporation der alten Reichsstadt in das Königreich, Nürnberg besuchte, wurde ihm zu Ehren auf der Peterheide in Gleißhammer ein großer Festzug veranstaltet. Es fand auch eine „Volksbelustigung“ mit Pferde- und Hirschrennen, Sack- und Eierlaufen, Baumklettern und anderen Vergnügungen statt, inklusive Feuerwerk: Das Volksfest war geboren.
Bis 1842 wurde es auf dem Ludwigsfeld abgehalten, danach dauerte es dreißig Jahre, bis wieder an wechselnden Orten jährlich Volksfeste stattfanden. Dabei veränderte das Fest stark seinen Charakter: Attraktionen wie Ballonfahrten, Karussells und Fallschirmspringen kamen hinzu, sogar die erste Filmvorführung Nürnbergs fand beim Volksfest 1898 statt. 1919 zog man um auf die Deutschherrenwiese, 1925 auf das spätere Quelle-Areal an der Fürther Straße. Während der beiden Weltkriege allerdings fanden keine Volksfeste statt, erst ab 1947 wurde der Festbetrieb wieder aufgenommen.
Seit 1953 ist der heutige Volksfestplatz am Ende der Großen Straße vor der Kongresshalle am Dutzendteich fester Veranstaltungsort des bei Alt und Jung beliebten Spektakels, und so heißt es auch diesen September wieder: Auf geht’s zum Nürnberger Volksfest!

Abb.: Das Volksfest auf der Peterheide als buntes, wildes Treiben – und zugleich als Volksbelustigung; Postkarte (Chromolithographie), 1897 (StadtAN A 34 Nr. 4294); Eine besondere Attraktion stellten die Ballonaufstiege bei den Volksfesten dar; Postkarte (Lichtdruck), 1902 (StadtAN A 34 Nr. 4323); Stereokarte des Nürnberger Volksfestes, oberer Teil: Eingang; Postkarte: Verlag C. Eller, 1907 (StadtAN A 34 Nr. 4332); Eingang des Volksfestplatzes während des Herbstvolksfestes 1965; Foto: Hochbauamt, 09.1965 (StadtAN A 55 Nr. V-47-2-3); Feuerwerk mit Spiegelung auf dem Dutzendteich beim Herbstvolksfest 1980; Foto: Hochbauamt, 1980 (StadtAN A 55 Nr. V-48-5-6).

Zwischen Feldern, Fachwerkhäusern und alten Gartenmauern zeigt sich Nürnberg von seiner ländlichen Seite. Schloss Neunho...
27/08/2026

Zwischen Feldern, Fachwerkhäusern und alten Gartenmauern zeigt sich Nürnberg von seiner ländlichen Seite. Schloss Neunhof erinnert an die Herrensitze der Nürnberger Patrizierfamilien: Um 1479 ließ Hans Kreß aus der Familie Kreß von Kressenstein den heutigen Bau errichten.
Später diente das Schloss den Nürnberger Patriziern auch als Sommersitz. Heute ist Neunhof ein schönes Ziel für einen Spaziergang oder eine Radtour durch das Knoblauchsland – und ein reizvolles Motiv aus unserem Bildarchiv!


Fotos:
Blick auf das Neunhofer Schloss mit Schlossgarten, Juli 1979 (Hochbauamt, Stadtarchiv Nürnberg, A 55 Nr. III-10-8-4)
Blick auf das Neunhofer Schloss, Oktober 1967 (Hochbauamt, Stadtarchiv Nürnberg, A 55 Nr. III-10-7-2)
Blumen im Neunhofer Schlossgarten, Juli 1979 (Hochbauamt, Stadtarchiv Nürnberg, A 55 Nr. III-10-8-8)
Blick auf das Neunhofer Schloss, Juni 1973 (Hochbauamt, Stadtarchiv Nürnberg, A 55 Nr. III-10-7-10)

Die Stadt(ver)führungen gehen in die nächste Runde! Jährlich können Interessierte auf dieser Entdeckungstour in Geschich...
25/08/2026

Die Stadt(ver)führungen gehen in die nächste Runde! Jährlich können Interessierte auf dieser Entdeckungstour in Geschichten und Orte in Nürnberg und Fürth eintauchen, die im Alltag häufig verborgen bleiben. Die diesjährigen (Ver)führungen unter dem Motto „Zeitfenster“ geben so vom 18. bis 20.09.2026 einen einzigartigen (Aus-)Blick auf berühmte, aber auch unbekannte Orte und Personen der beiden Städte.

Zeitfenster geben im Alltag den Eindruck von starrer Terminierung, von der Durchtaktung der Arbeits- und Freizeit. Doch entzieht man sich dieser Definition, illustriert der Begriff auch ein Bild: So eröffnen Archivarbeit, Forschung und deren Vermittlung oft Türen und Fenster zu anderen Zeiten, Lebensrealitäten und vorher Unsichtbarem. In vielen der abwechslungsreichen Touren zeigen so die Guides des Events Geschichten der Städte und deren Wandel auf.

Auch das Stadtarchiv Nürnberg ist beteiligt: In den nächsten Wochen halten wir Euch mit weiteren Informationen zu unseren Angeboten auf dem Laufenden!

Alle Informationen zur Anmeldung und den weiteren Veranstaltungen können auf .kultur.nuernberg und www.nuernberg.de/internet/stadtverfuehrungen/ eingesehen werden.

Wir freuen uns auf das Entriegeln vieler Türen, Fenster und Geschichten!

Abb.: Blick auf Tiergärtnertorplatz durch offenes Fenster, August 1952 (StadtAN A39/III Nr. FiVer-N-29), offizielles Plakat der "Stadtverführungen 2026"

Selbst heute noch sind wir in unseren Städten fast ständig von Tieren umgeben – oftmals, ohne sie zu bemerken. Da sind n...
24/08/2026

Selbst heute noch sind wir in unseren Städten fast ständig von Tieren umgeben – oftmals, ohne sie zu bemerken. Da sind nicht nur die vielen Tauben und Spatzen, die uns mehr oder weniger possierlich im Biergarten oder Café umkreisen und ihre Gelegenheit zur Teilhabe an unseren Leckereien suchen. Auch andere Wildtiere kreuzen beständig unseren Weg, daneben natürlich die Hunde und Katzen der Nachbarschaft. Tiere werden als Spielzeug angeboten, sind beliebte Deko-Objekte, oder begegnen uns als imposante Zugtiere schwerer Wagen bei Umzügen durch die Stadt. Manchen Tieren begegnen wir aber erst, wenn wir genauer hinsehen, den Blick nach oben lenken, in die Kanten und Ecken der Bauwerke unserer Stadt. Viel Spaß beim Entdecken!

Unsere Bilderstrecke zeigt dafür einige Beispiele aus den Beständen des Stadtarchivs. Noch viel mehr gibt es in der Ausstellung zu sehen:

Sommerausstellung des Stadtarchivs im Forum Handwerkerhof (über der Töpferei): „Tiere in der Stadt: Facetten des Zusammenlebens von 1881 bis heute“. Öffnungszeiten: Mo – So von 8.00 bis 20.00 Uhr, noch bis zum 11. September 2026, Eintritt frei!

Abb.: Hundeausstellung im Messezentrum Langwasser. Foto: Hochbauamt, 09.1969 (StadtAN A 55 Nr. IV-50-1-2); Gans mit Blick über den Dutzendteich, im Hintergrund die Kongresshalle. Foto: Stadtarchiv Nürnberg / Marta Beck, 05.11.2025 (StadtAN A 96 Nr. 5643); Dämonentier an der Außenfassade der Pfarrkirche St. Nikolaus & Ulrich. Foto: Stadtarchiv Nürnberg / Marta Beck, 05.11.2025 (StadtAN A 96 Nr. 7245); Steinskulptur mit Medusenhaupt: Der griechischen Sage nach erstarrt, wer die schlangenbekrönte Gorgone erblickt, zu Stein. Barockgarten, Johannisstraße 15. Foto: Stadtarchiv Nürnberg / Marta Beck, 06.09.2023 (StadtAN A 96 Nr. 7264); Geschnitzte Giraffen auf dem Ostermarkt. Foto: Stadtarchiv Nürnberg / Marta Beck, 21.03.2024 (StadtAN A 96 Nr. 7265)

Das ehemalige Maxtor ist heute vollständig verschwunden. Als Stadttor wurde es erst 1856 oberhalb der Tetzelgasse errich...
20/08/2026

Das ehemalige Maxtor ist heute vollständig verschwunden. Als Stadttor wurde es erst 1856 oberhalb der Tetzelgasse errichtet und sollte die Sebalder Altstadt mit der durch die Stadtmauer abgetrennten Nordstadt verbinden. Aufgrund des zunehmenden Verkehrs wurde das Tor zusammen mit dem Fröschturm bereits 1877 wieder abgerissen. Das Abbruchmaterial verwendete man zur Verfüllung des Stadtmauergrabens. Heute befindet sich hier eine Lücke in der Stadtmauer, die als einer der Hauptverkehrszugänge zur nördlichen Nürnberger Altstadt dient.

Abb.: Maxtor von innen gesehen, 1868 (Stadtarchiv Nürnberg A 47/II Nr. KS-133-39), Maxtor von außen, vor 1869 (Stadtarchiv Nürnberg A 47/II Nr. KS-133-31), Maxtor mit Fröschturm, um 1865 (Stadtarchiv Nürnberg A 47/II Nr. KS-132-15) , Abbrucharbeiten an der Maxtormauer mit Fröschturm, am rechten Bildrand ist noch das Maxtor zu erkennen, 1877 (Stadtarchiv Nürnberg A 47/I Nr. KS-58-7), Lücke in der Stadtmauer mit Blick auf das Johannes-Scharrer-Gymnasium, 2009 (Stadtarchiv Nürnberg A 89 Nr. 265)

Nachdem ihr neulich in den Kommentaren zu unserem Post zur Nürnberger Pfannenschmiedsgasse so sehr dem schönen alten Geb...
17/08/2026

Nachdem ihr neulich in den Kommentaren zu unserem Post zur Nürnberger Pfannenschmiedsgasse so sehr dem schönen alten Gebäude nachgetrauert habt, möchten wir heute noch einmal Bezug darauf nehmen und euch ein paar Hintergründe und Einblicke dazu geben.

Das prachtvolle Hotel Wittelsbach wurde 1896/97 nach den Plänen des Architekten Emil Hecht im Stil der Neorenaissance erbaut. Es diente als Unterkunft für besonders wohlhabende Besucher und bot ein angrenzendes Varieté-Theater, in dem zahlreiche spektakuläre Shows aufgeführt wurden. Im Inneren beherbergte es gleich mehrere Speisemöglichkeiten, sodass für jedermanns Geschmack etwas dabei war: Dazu gehörte ein Wiener Café, eine American Bar sowie ein eigenes Bierrestaurant.

In unserer Postkartensammlung sind außerdem mehrere Ansichtskarten des Hotels erhalten geblieben. Diese lassen erkennen, dass es sich bis zu seiner Zerstörung in der verheerenden Bombennacht am 2. Januar 1945 um eine beliebte Touristenunterkunft handelte. Nach dem Krieg diente die Ruine des Theaters noch kurzzeitig als provisorisches Kino, ehe der gesamte Komplex schließlich Platz für Neues machen musste.

Abb.: StadtAN, A34-1155 sowie 1192 bis 1195.

Am 13. August 1851 wurde der Augenarzt Sigmund von Forster in Nürnberg geboren. Nach dem Besuch des Melanchthon-Gymnasiu...
13/08/2026

Am 13. August 1851 wurde der Augenarzt Sigmund von Forster in Nürnberg geboren. Nach dem Besuch des Melanchthon-Gymnasiums studierte er Augenheilkunde in Erlangen und ließ sich 1881 als Augenarzt in Nürnberg nieder.

Neben seiner ärztlichen Tätigkeit widmete sich von Forster vor allem der Blindenfürsorge in Nürnberg. Er gehörte dem Vorstand des Mittelfränkischen Blindenvereins an und war Vorsitzender der Nürnberger Blindenanstalt.

Die Nürnberger Blindenanstalt war 1854 als Erziehungs- und Ausbildungsstätte für blinde Menschen aus Nürnberg und Mittelfranken gegründet worden. Zunächst in einem Mietshaus in der Münzgasse untergebracht, nahm sie anfangs ausschließlich Kinder auf. Ab 1888 wurden auch Erwachsene betreut. Aufgrund des wachsenden Platzbedarfs zog die Einrichtung unter anderem in die Blumenstr. 17 und die Kobergerstr. 34, bevor sie 1978 ihren heutigen Standort in der Brieger Straße 21 bezog. Das heutige Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte umfasst ein Förderzentrum sowie ein Berufliches Schulzentrum.

Für seine Verdienste um die Blindenfürsorge wurde Sigmund von Forster mit der Goldenen Bürgermedaille der Stadt Nürnberg ausgezeichnet. Darüber hinaus verlieh ihm die Stadt Erlangen die Ehrenbürgerschaft. Am 17. November 1939 starb Sigmund von Forster in Nürnberg.

Abbildungen: Blindenanstalt in der Kobergerstr., Hochbauamt 1922 (Stadtarchiv Nürnberg A 38 Nr. E-112-8); Lichtdruck der Blindenanstalt in der Kobergerstr., 1910 (Stadtarchiv Nürnberg A 34 Nr. 1534); Postkarte der Blindenanstalt in der Kobergerstr., Schaumann Photo ca. 1930 (Stadtarchiv Nürnberg A 5 Nr. 1939); Blindenzentrum für Blinde und Sehbehinderte in der Brieger Str., Hochbauamt Daut, Karlheinz 04.09.1980 (Stadtarchiv Nürnberg A 40 Nr. L-3125-35 und Nr. L-3125-34)

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Nuremberg
90402

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Dienstag 08:30 - 15:30
Mittwoch 08:30 - 15:30
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