03/09/2026
Der Hitzesommer ist vorbei, vielerorts regnet es im Moment. Dann ist ja alles gut, könnte man denken. Regen wird zu Grundwasser – Trockenheit besiegt – alles easy – weitermachen wie bisher.
So ist es nur leider nicht. Weitermachen wie bisher wird generell zunehmend unmöglich, aber das thematisieren wir in nächster Zeit einmal in einem ausführlichen Blogbeitrag auf dem Wasser-Info-Blog genauer für Euch.
Heute wollen wir erstmal nur über den Regen erzählen: Ja, es regnet, und ja, das entspannt die Lage vor allem für alle, die akut Wasser brauchen wie Schifffahrt, Landwirtschaft und Kühltürme von Kraftwerken. (Auch Kohlekraftwerke brauchen Kühlwasser aus Flüssen.)
Auch Talsperren profitieren vom Regen – beim Grundwasser ist das anders. Talsperren füllen sich bei Regen ziemlich schnell wieder auf. Dieses Regenwasser wird dann im Wasserwerk aufbereitet und entweder als Gemisch mit Grundwasser oder ungemischt an die Abnehmer verteilt.
Bis Regenwasser Grundwasser ist, dauert es zum Teil – je nach Bodenbeschaffenheit – mehrere Jahre. (Teilweise sogar mehrere tausend Jahre, deshalb sollte man mit Tiefengrundwasser besonders vorsichtig umgehen, aber auch darüber berichten wir Euch ein andermal. Wasser ist einfach ein komplexes Thema!)
Deshalb heißt es eben nicht gleich „Entwarnung“, nur weil es regnet. Die Grundwasserstände bleiben weiterhin niedrig: Laut dem Niedrigwasser-Lagebericht Bayern des Bayerischen Landesamtes für Umwelt weisen 81 % der oberflächennahen sowie 78 % der tieferen Grundwassermessstellen weiterhin niedrige oder sehr niedrige Wasserstände auf.
Wir müssen anfangen, ganz anders mit unser aller Wasser umzugehen. Es braucht mehr Regentonnen, Zisternen, Brauchwassernutzung, Trennkanäle, Trockentoiletten und so vieles mehr. Die Lösungen wären schon vorhanden. Jetzt liegt es an der Politik, diese umzusetzen.
Übrigens: Alle unsere Beiträge sind totally handmade. Selber geschrieben, selber recherchiert, selbstgemachte Grafiken. Darauf sind wir ziemlich stolz. 😊