24/11/2025
Heute vor 9 Jahren starb Marcos Ana in Madrid. Fernando Macarro Castillo, wie er mit Geburtsnamen hieß, schloss sich in seiner Jugend der Kommunistischen Partei Spaniens an, um gegen die faschistischen Putschisten rund um Francisco Franco zu kämpfen.
Am Ende des Bürgerkriegs, den die Faschisten mit Hilfe Nazi-Deutschlands für sich entschieden, wurde er inhaftiert und verbrachte 23 Jahre in franquistischer Kerkerhaft. Durch eine internationale Kampagne konnte 1962 seine Freiheit erkämpft werden. Er setzte sich aber weiter unermüdlich für andere politische Gefangene und für Demokratie in Spanien ein.
Ein Jahr nach dem Tod des Diktators konnte er endlich in seine Heimat zurückkehren. Im Gefängnis verfasste er zahlreiche Briefe, politische Texte und Gedichte, 2007 verfasste er ein autobiografisches Werk. Er engagierte sich auch für die FIR (Fédération Internationale des Résistants), deren Mitglied die VVN-BdA ist.
Wie auch in Deutschland blüht in Spanien heute der Geschichtsrevisionismus: Die extrem rechte Partei VOX sieht sich als das Erbe Francos und kam auf 12,38 Prozent in der letzten Parlamentswahl. Die Erinnerung an Widerstandskämpfer*innen ist daher international umso wichtiger.