08/05/2025
Vernunft und Augenmaß statt Aktionismus!
Vor wenigen Tagen veröffentlichte die EU-Kommission einen Vorschlag, dass Autos, die älter als 10 Jahre sind, zukünftig jedes Jahr zu einer Pflichtinspektion sollen.
Für die Bewohner der ländlichen Räume ist das eine weitere Bedrohung ihrer Daseinsvorsorge, nachdem erst vor ein paar Wochen bekannt wurde, dass im Zuge der Novellierung des EU-Führerscheinrechts geplant ist, ältere Autofahrer zukünftig zu regelmäßigen Gesundheits-Checks zu verpflichten.
Als Interessenvertreter der Menschen, die in den ländlichen Räumen Deutschlands leben, sagen wir zu beiden Vorstößen Nein!
Mobilität ist Bedingung für ein Leben auf dem Land. Immer mehr Geschäfte, Arztpraxen, Apotheken und Freizeiteinrichtungen schließen.
Deindustrialisierung und die neue Fokussierung auf Dienstleistungen, täglich wechselnde Arbeitszeiten und Einsatzorte sind längst keine Seltenheit mehr.
Während in Städten Busse und Bahnen im Minutentakt fahren, sind ländliche Regionen schlecht angebunden. Der ÖPNV ist im ländlichen Raum kaum nutzbar.
Ergebnis: für die Menschen auf dem Land wird das Auto zunehmend unverzichtbarer.
Etwa die Hälfte der Kilometer auf dem Land wird mit dem Auto zurückgelegt.
Diese neuen Vorstöße der EU-Kommission bedrohen das Leben auf dem Land zusätzlich.
Deshalb rufen wir die EU-Komission zu Vernunft und Augenmaß bei der Auswahl ihrer Themen auf.
Mobilität ist im ländlichen Raum eine Existenzfrage. Damit darf nicht leichtfertig umgegangen werden.
Die Menschen in Europa, gerade in den ländlichen Regionen brauchen jetzt tragfähige und zukunftsfähige Mobilitätskonzepte. Gedanken über noch mehr Reglementierung kommen zur Unzeit.