05/03/2024
Hoffnung durch Kämpfe
In der patriachalen Gesellschaft, in der wir leben, können wir uns in unseren Kämpfen gegenseitig Kraft geben. Gemeinsam gehen wir auf die Straße, schließen uns zusammen, sind laut und streiten für unsere Vorstellungen eines besseren Lebens. Wir sehen, dass feministische Veranstaltungen in Frankfurt und auf der ganzen Welt viel Interesse wecken und freuen uns, dass Menschen zum Beispiel ihre freie Zeit damit verbringen, sich auszutauschen und zu vernetzen. Aus diesem solidarischen Zusammenkommen schöpfen wir Kraft.
Wir gestalten unser Leben so wie wir es wollen oder versuchen dies zumindest so gut wir eben können. Das bedeutet für uns auch, inklusive Räume zu schaffen. Im Kampf für Selbstbestimmung geht es uns auch um die Vergemeinschaftung von Care Arbeit. Besetzungen wie die der Dondorf Druckerei haben die Notwendigkeit aufgezeigt, nachbarschaftliche Freiräume auch für familiäres Leben zu schaffen.
Unsere Kämpfe sind vielfältig, wirkmächtig und (leider) eben immernoch einfach verdammt notwendig! FLINTA*, die sich den öffentlichen Raum nehmen und Forderungen stellen, stoßen auf Gegenwind und Gewalt(androhungen) bei Umstehenden. Davon lassen wir uns nicht einschüchtern!
Gleichzeitig bewundern und unterstützen wir Kämpfe an anderen Orten und lassen uns von anderen feministischen Kampfformen inspirieren. Ob in Rojava, in Chiapas, Argentinien oder Polen.
Auch die andauernden Proteste im Iran dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Trotz härtester Repression lassen sich dort Feminist*innen seit 1,5 Jahren nicht davon abhalten, gegen ein klerikalfaschistisches Regime auf die Straße zu gehen. Von diesem Mut und der Kontinuität können wir nur lernen.
Ob hier vor Ort oder international, jeden Tag sehen wir so viele Mädchen, Frauen, Lesben, inter-, trans-, nicht-binäre und agender Personen, die in den verschiedensten Bereichen ihres Lebens so stark kämpfen: ob in der Schule, oder bei sich zu Hause, im Betrieb, auf der Arbeit und in der Uni, auf der Straße, in der Nachbarschaft oder auch in den Freund*innenkreisen. Lasst uns diesen Mut und diese Kämpfe wieder sichtbarer machen!