27/04/2026
36 Stunden Einsatzübung. 9 Schadensstellen. Durchgehend in Alarmbereitschaft.
Das Szenario: ein schweres Erdbeben im Schwarzwald.
Unsere Aufgabe: vermisste Personen finden – unter möglichst realistischen Bedingungen.
Von Samstagmorgen 6 Uhr bis Sonntagabend 18 Uhr waren wir durchgehend gefordert: vom Briefing durch den Zugführer über das Ausrücken zu immer neuen Lagen bis hin zu anspruchsvollen Suchen in schwerem, vielseitigem Gelände.
Gestartet wurde in einem Steinbruch. Danach ging es weiter zu einer alten Sprudelfabrik, Deponien, verlassenen Gebäuden, Sägewerken und weiteren Suchgebieten. Die Schadensstellen lagen teils weit auseinander – und wir wussten nie, was als Nächstes kommt. Also hieß es: permanent einsatzbereit bleiben, warten auf die nächste Alarmierung, ausrücken, Lage erfassen, handeln.
Jede Schadensstelle brachte neue Herausforderungen: neue Gefahren, neue Entscheidungen, neue Anforderungen an Hund und Team. Bei einem Fund ging es nicht nur um das Anzeigen der vermissten Person, sondern auch um Hilfe, Bergung und Begleitung der Betroffenen.
Ohne Strom, mit Übernachtung in einer unbeheizten Halle und kompletter Selbstversorgung wurde schnell klar: Hier zählt nicht nur die Suche, sondern jeder Einzelne im Team.
Besonders in der Trümmersuche muss die Absprache sitzen. Gefordert waren alle Verweisbilder – teils ohne Sichtkontakt oder verbale Kommunikation zum Verschütteten. Wenn Gebäude unübersichtlich sind, Löcher mehrere Meter tief sein können und Zeitdruck entsteht, zeigt sich, wie wichtig Vertrauen, Training und klare Kommunikation sind.
Ein großes Dankeschön an für die starke Organisation und Zusammenarbeit. Ebenso an für die vielen Figuranten, realistischen Vermisstendarstellungen und die einsatznahe Organisation für die Rettungshundeteams.
Müde? Ja.
Viel gelernt? Absolut.
Wieder dabei? Jederzeit.