17/05/2023
Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT*)
In Erinnerung an den 17.05.1990, den Tag, an dem Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen wurde und seitdem nicht mehr als Krankheit zählt, findet alljährlich weltweit der IDAHOBIT* statt. Um für Vielfalt, Respekt und Menschenrechte einzustehen und gegen Diskriminierung, Intoleranz und Q***rfeindlichkeit zu protestieren, finden an diesem Tag weltweit zahlreiche Aktionen der LSBTIQ*-Community statt.
Angesichts dessen, dass sich weltweit immer mehr Menschen als q***r definieren, gleichzeitig aber in vielen Ländern mit Hass gegen q***re Menschen Politik gemacht und die von Minderheiten infrage gestellt werden, bekommt der IDAHOBIT* 2023 leider eine traurige Aktualität. Denn noch immer werden in 67 Staaten LSBTIQ* strafrechtlich verfolgt, in 11 Ländern sind sie sogar von der Todesstrafe bedroht.
Und nicht nur in afrikanischen Staaten, Russland und Ungarn werden Gesetze gegen q***re Menschen verschärft, sondern auch in den USA erleben wir gerade, wie neue q***rfeindliche Gesetze beschlossen werden. Und auch in Europa und Deutschland nimmt die Zahl der Übergriffe auf Menschen aufgrund ihrer sexuelle Orientierung oder geschlechtlichen Identität zu. Umso wichtiger ist es, am heutigen IDAHOBIT* sichtbar zu sein, unsere Themen in die Gesellschaft zu tragen und auf diese zunehmende Bedrohung aufmerksam zu machen.
Als SPDq***r werden wir in ganz Deutschland bei verschiedenen IDAHOBIT*-Aktionen vertreten sein und gemeinsam mit vielen anderen Menschen, ein deutliches Zeichen gegen Q***rfeindlichkeit setzen. Die zunehmende Q***rfeindlichkeit und deren Bekämpfung ist auch das zentrale Thema unserer diesjährigen SPDq***r CSD-Kampagne, die unter dem Motto „Safety q***r: Unsere Vielfalt schützen“ steht. Denn unsere erkämpften Rechte nützen nichts, wenn unsere Sicherheit in Schulen, bei der Arbeit und auf den Straßen gefährdet ist.
Also seid sichtbar, seid laut und seid stolz!