30/07/2026
🚨 // Einsatzalarm // #41
🗓 // Datum // 25.07.2026
🕗 // Uhrzeit // 22:07 Uhr
📟 // Stichwort // B 3.4 Vegetationsbrand groß 100m²
Die Feuerwehr Oppenau wurde zu einem ausgedehnten Vegetations- und Waldbrand in unwegsamem Waldgelände ins Stadtgebiet alarmiert. Bereits bei der ersten Erkundung aus der Luft sowie der Einsatzkräfte vor Ort zeigte sich eine dynamische Brandlage mit erheblicher Gefahr der weiteren Ausbreitung in den umliegenden und höher gelegenen Waldbestand sowie der angrenzenden Wohnbebauung. Aufgrund der schwierigen Geländeverhältnisse, der trockenen Vegetation sowie der großflächigen Brandausbreitung wurde frühzeitig eine umfangreiche Nachalarmierung weiterer Einsatzkräfte eingeleitet.
Zur Unterstützung der Einsatzleitung wurden zusätzliche Führungskräfte, überörtliche Feuerwehreinheiten sowie Fachberater hinzugezogen. Der Kreisbrandmeister sowie ein Stellvertretender fuhren Oppenau an, ein weiterer besetzte unterstützend die Leitstelle in Offenburg.
Neben Bürgermeister Uwe Gaiser wurde die Feuerwehr Oppenau auch von Bauhof, Forst und Wassermeister unterstützt.
Die Einsatzstelle wurde fortlaufend erkundet und die Brandentwicklung auch mittels Drohnen überwacht. Durch die Luft- und Wärmebilder konnten Glutnester erkannt, die Ausbreitung beurteilt und die Einsatzmaßnahmen gezielt angepasst werden.
Die Brandbekämpfung erfolgte in der Nacht mit mehreren Einsatzeinheiten an vier Flanken gleichzeitig. Neben der Verhinderung einer Brandausbreitung stand die gesicherte Wasserversorgung hierzu im Fokus und konnte dank der Überlandhilfe mehrerer Tanklöschfahrzeuge und später auch mit Hilfe von Landwirten aufrechterhalten werden.
Aufgrund der Größe von rund 7000qm und der schwierigen Zugänglichkeit wurden verschiedene Einsatzabschnitte gebildet und die Kräfte koordiniert eingesetzt. Nach rund 3 Stunden konnte die Einsatzleitung vermelden das der Brand unter Kontrolle ist.
Im weiteren Einsatzverlauf wurde ein Großteil der Brandfläche abgelöscht. Bei den Kontrollmaßnahmen wurden weitere Bodenfeuer und Glutnester festgestellt, welche durch die eingesetzten Bodentrupps unter Anleitung eines Fachberaters von im Brandgebiet gezielt bekämpft wurden. In den Steillagen wurden für Nachlöscharbeiten zudem Höhenretter aus dem Ortenaukreis, gesichert durch Bergwachten eingesetzt.
Im weiteren Verlauf konnten Einsatzkräfte schrittweise reduziert werden, während die Feuerwehr Oppenau weiterhin eine Brandwache stellte. Zusätzlich übernahm die Drohnenstaffel Renchtal die Lagekontrolle aus der Luft.
Durch den Forstbetrieb wurden parallel Maßnahmen zur Erstellung einer Brandschneise sowie zur Entfernung von Brandbeaufschlagten Bäumen durchgeführt.
Aufgrund der Witterungsverhältnisse und der weiterhin vorhandenen Wärmeentwicklung im Gelände war ein vollständiges Eindringen in einzelne Bereiche zeitweise nicht möglich. Die weitere Kontrolle und Bearbeitung der betroffenen Flächen erfolgte durch Forst und Feuerwehr in enger Abstimmung.
Im Gesamtverlauf des Einsatzes wurde die Mannschaft der Feuerwehr Oppenau mehrfach ausgetauscht, um eine durchgehende Einsatzbereitschaft sicherzustellen.
Am Montag erfolgte eine erneute Erkundung des Brandgebietes. Dabei konnte festgestellt werden, dass das Gelände vollständig durchnässt und keine auffällige Temperaturentwicklung mehr vorhanden war. Das Feuer war vollständig erloschen und die Einsatzleitung meldete der Leitstelle gegen 10:15 Uhr „Brand aus“
Die Einsatzstelle konnte zurückgebaut werden und die eingesetzten Kräfte durften einrücken.
Gegen 18 Uhr am Montagabend war die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Oppenau umfänglich wiederhergestellt.
Die Sperrung einzelner Wanderwege im betroffenen Bereich bleibt bis zur abschließenden Freigabe der Stadt Oppenau vorerst bestehen. Die Feuerwehr Oppenau bedankt sich ausdrücklich bei allen rund 300 eingesetzten Rettungskräften für die gute Zusammenarbeit und Einsatzbereitschaft.
Ein Dank auch an die Bevölkerung die stellenweise abseits vom Gefahrenbereich aktiv anpackte wenn bemerkt wurde das Einsatzkräfte die Kräfte verliesen. Sowie für das Verständnis das es zu Einschränkungen kam und für das bereitstellen von Trinken und Essen.
Ebenso ein großes Dankeschön an die tatkräftige Hilfe der eingesetzten Landwirte.
Die Welle der Dankbarkeit die uns aktuell erreicht ist überwältigend und freut uns zugleich.
Fotos: Drohne Renchtal und Niklas Spether