19/04/2026
🚩 Ein klarer Wortbruch und eine Gefahr für unser Trinkwasser! SPD im Landkreis Osterholz erinnert an einstimmigen Kreistagsbeschluss und fordert sofortigen Stopp der Pläne.
Mit großer Sorge und entschiedener Ablehnung reagiert die SPD im Landkreis Osterholz auf die überraschend erteilte Erlaubnis, auch in der Gemeinde Grasberg und den Landkreisen Rotenburg und Verden nach Erdgas zu suchen und in der Folge möglicherweise mit der riskanten Fracking-Technologie zu fördern – gegen den Willen der Kommunen.
„Für uns ist klar: Fracking hat im Landkreis Osterholz keine Zukunft.“
Bereits am 6. Dezember 2018 haben alle Fraktionen des Osterholzer Kreistages einstimmig beschlossen, dass es keine neuen Erkundungen oder Fracking im Landkreis Osterholz geben darf. Dieses parteiübergreifende Bekenntnis zum Schutz unserer Umwelt und unseres wichtigsten Gutes – des Trinkwassers – gilt unverändert.
„Dass sich jetzt ein Unternehmen über diesen klaren Beschluss hinwegsetzen will, ist für uns in keiner Weise akzeptabel“, sagt Udo Mester, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.
Der umweltpolitische Sprecher der SPD, Stefan Böttjer, ergänzt: „Schon die Erkundung und später eine Förderung von Erdgas birgt erhebliche Risiken für Mensch und Natur. Wir müssen verhindern, dass unsere Region zu einem Experimentierfeld für gefährliche Techniken wird.“
„Unsere Heimat ist kein Testgebiet für die Erdgasindustrie“, betont Michael Harjes, Vorsitzender der SPD im Landkreis Osterholz. „Der Schutz von Gesundheit und Umwelt steht für uns über wirtschaftlichen Interessen. Der Beschluss von 2018 war ein klares Signal – und wir wollen sicherstellen, dass er auch beachtet wird.“
Unsere Forderungen
• Die Pläne für Erkundungen und mögliche Fracking-Vorhaben sofort und endgültig zurückziehen.
• Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) darf diesen Plänen keine Genehmigung er-teilen, beziehungsweise soll die Genehmigung zur Erkundung zurückziehen.
• Alle Verantwortungsträgerinnen und -träger in Politik und Verwaltung müssen sich an den Beschluss von 2018 halten und gemeinsam für den Schutz unserer Heimat eintreten.
„Die SPD im Landkreis Osterholz steht fest an der Seite der Menschen und Initiativen im Raum Grasberg und im gesamten Landkreis Osterholz, die sich gegen diese gefährlichen Vorhaben engagieren. Gemeinsam werden wir alles tun, um Erdgasbohrungen und Fracking in unserer Region zu verhindern“, so abschließend Mester, Böttjer und Harjes.