WiR - Wählervereinigung im Rödertal e.V.

WiR - Wählervereinigung im Rödertal e.V. Gemeinsam für Ottendorf-Okrilla und unsere Ortsteile
Als Vereinigung parteiunabhängiger Bürger sind unsere Mitglieder ohne Parteibindung.

Der Bautzener Kreistag beschloss bereits am 31. Mai 2026, das Busangebot im Landkreis zu reduzieren. Seit gestern werden...
04/08/2026

Der Bautzener Kreistag beschloss bereits am 31. Mai 2026, das Busangebot im Landkreis zu reduzieren. Seit gestern werden diese Kürzungen durch das Landratsamt umgesetzt. Damit sollen 500.000 Euro eingespart und zur vorläufigen Sicherung der Geburtsklinik in Kamenz verwendet werden.

Für die Fahrgäste ist das ein schwerer Vertrauensbruch. Viele Menschen haben ein Monats- oder Deutschlandticket in dem berechtigten Glauben gekauft, den öffentlichen Nahverkehr damit auch täglich nutzen zu können. Nun wird das Angebot kurzfristig deutlich eingeschränkt.

Der Landrat hätte gegen den Beschluss Widerspruch einlegen oder dem Kreistag alternative Finanzierungsmöglichkeiten vorschlagen können, um Nachteile für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu verhindern. Stattdessen wird erneut beim öffentlichen Nahverkehr gespart – besonders im ländlichen Raum und in den Randgebieten des Landkreises.

Schon die Petition zum Erhalt der heutigen Linie 522+ hat gezeigt, wie groß die Probleme in den betroffenen Kommunen seit Jahren sind. Die zahlreichen Bürgergespräche des Landrates scheinen daran wenig geändert zu haben.

Besonders problematisch ist, dass auch Auszubildende auf die Busverbindungen angewiesen sind. Anders als Schülerinnen und Schüler müssen viele von ihnen auch samstags arbeiten, vor allem im Handwerk und im Einzelhandel. Gerade diese Unternehmen sollen eigentlich unterstützt und gestärkt werden.

Auch Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen sind an den Wochenenden künftig noch schlechter erreichbar. Bereits vor den Kürzungen war das Angebot in diesen Bereichen äußerst begrenzt.

Kritisch ist zudem, dass mit den 500.000 Euro lediglich eine zeitlich befristete Abwendung der Klinikschließung finanziert wird. Nicht frei verfügbare Mittel für eine kurzfristige Verlängerung einzusetzen, ohne eine dauerhafte Lösung zu schaffen, erscheint ausgesprochen kurzsichtig.

Die Einschränkungen sollen zunächst bis zum 31. Dezember gelten. In Ottendorf-Okrilla sind die Buslinien 760 und 761 betroffen. Beide Linien verkehren an den Wochenenden künftig überhaupt nicht mehr. Von Montag bis Freitag entfallen auf der Linie 760 im Ortsteil Medingen außerdem fast 30 Prozent der bisherigen Fahrten.

Jahrelang haben wir für ein angemessenes Busangebot gekämpft. Mit dem neuen Buskonzept zum 1. Januar 2022 wurden schließlich spürbare Verbesserungen erreicht. Nun wird Medingen erneut vom übrigen Gemeindegebiet sowie von wichtigen Zielen und Einrichtungen bis nach Radeberg abgehängt.

Herzlichen Glückwunsch – und danke für nichts.

Aus dem Ortschaftsrat Medingen
04/08/2026

Aus dem Ortschaftsrat Medingen

Der gelbe Postbriefkasten in Hufen ist wieder da!

Der eine oder andere hat es sicher schon bemerkt: Seit dieser Woche kann der Postbriefkasten an der Weixdorfer Straße wieder genutzt werden.

Bereits seit mehr als sieben Monaten ist die Straße wieder für den Verkehr freigegeben, und auch die Bushaltestellen wurden im Frühjahr fertiggestellt. Der Briefkasten fehlte jedoch weiterhin. Es bedurfte zahlreicher Hinweise und Gespräche, um die zuständigen Stellen und Bauverantwortlichen auf das Problem aufmerksam zu machen und eine Lösung herbeizuführen.

Wie heißt es so schön: Was lange währt, wird endlich gut.

Vielen Dank an alle Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dass der „Gelbe“ nun wieder an seinem Platz steht!

Aus der GemeinderatLiebe Bürgerinnen und Bürger,am 30. Juni 2026 fand die letzte Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause...
13/07/2026

Aus der Gemeinderat

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
am 30. Juni 2026 fand die letzte Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause statt.
Insgesamt standen 17 Tagesordnungspunkte auf der Agenda.

Zu Beginn der Sitzung wurden Tobias Kröner als Gemeindewehrleiter sowie seine Stellvertreter Oliver Seiferheld und Patrick Söffel offiziell in ihre Ämter berufen. Wir gratulieren herzlich und wünschen ihnen für ihre verantwortungsvollen Aufgaben viel Erfolg sowie stets eine glückliche Hand.

Den größten Diskussionsbedarf gab es beim geplanten Verkauf des gemeindeeigenen Grundstücks in der Schulstraße 6, das derzeit noch von der Kindertagesstätte genutzt wird. Mit dem Umzug der Kita in den Neubau zum Jahresende wird das Gebäude frei.
Der Verlauf der Diskussion war aus unserer Sicht jedoch ernüchternd. Teilweise entstand der Eindruck, dass für einige Gemeinderäte vor allem der höchstmögliche Verkaufserlös im Mittelpunkt steht und die dort ansässige Hausarztpraxis eher als unvorhersehbarer Unsicherheitsfaktor wahrgenommen wird. Das Gemeinwohl und insbesondere die langfristige Sicherung der hausärztlichen Versorgung im Ortsteil Medingen gerieten dabei aus unserer Sicht zu sehr in den Hintergrund.
Bemerkenswert war zudem, dass zahlreiche Gemeinderäte dem vorliegenden Verkehrswertgutachten nur eine begrenzte Aussagekraft zuschrieben. Gleichzeitig bildete eben dieses Gutachten die wesentliche Grundlage für die Diskussion über die Höhe des Mindestgebots – ein Widerspruch, der aus unserer Sicht durchaus nachdenklich stimmt.

Ein weiterer Punkt betraf die Änderung der Parkgebührenverordnung im Gewerbegebiet.
Hintergrund sind Erfahrungen aus der bisherigen Praxis, die gezeigt haben, dass Anpassungen erforderlich sind. Unter anderem wurde ein Monatstarif für Speditionsunternehmen eingeführt.

Die übrigen Beschlussvorlagen wurden ohne größere Diskussionen beraten und beschlossen.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand ein Antrag nach § 36 Abs. 5 SächsGemO zum Thema Niederschlagswassergebühren, eingebracht von den Fraktionen WiR, AP und AfD. Dem Antrag war ein umfangreicher Fragenkatalog beigefügt, der von der Gemeindeverwaltung umfassend beantwortet wurde. Aus Sicht von WiR wäre es jedoch wünschenswert gewesen, dieses wichtige Thema bereits im Gemeinderat ausführlich zu beraten, bevor die Bürgerversammlung stattfand und die Fragen der Bürgerinnen und Bürger aufkamen. Eine frühzeitige Behandlung im Gemeinderat hätte aus unserer Sicht zu mehr Transparenz und einer besseren Vorbereitung beigetragen.

Mit dieser Sitzung verabschiedet sich der Gemeinderat in die Sommerpause.

Wir wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern eine schöne Sommerzeit, erholsame Ferien und allen Reisenden eine gute und sichere Fahrt. Bleiben Sie gesund – wir freuen uns auf ein Wiedersehen nach der Sommerpause.

Wer bestellt, muss auch bezahlen.Bund und Länder haben in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Aufgaben, Rechtsansprüc...
22/06/2026

Wer bestellt, muss auch bezahlen.

Bund und Länder haben in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Aufgaben, Rechtsansprüche und Standards geschaffen oder ausgeweitet. Die Umsetzung findet jedoch überwiegend vor Ort in den Städten und Gemeinden statt. Während die Kommunen Personal, Gebäude, Verwaltung, Investitionen und laufende Betriebskosten tragen müssen, erfolgt die Finanzierung häufig nur teilweise, befristet, pauschal oder über Förderprogramme mit Eigenanteilen. Dadurch werden kommunale Haushalte strukturell überlastet.

Besonders betroffen sind Kinderbetreuung, Ganztag, Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Bürgergeld-Kosten der Unterkunft, Flüchtlingsaufnahme, Schulträgeraufgaben, Digitalisierung, Wärmeplanung, Klimaanpassung, Feuerwehr und Infrastruktur.

Es sollte daher konsequent das Prinzip gelten: Wer bestellt, muss auch bezahlen.

Auch der Landkreis Bautzen setzt ein Zeichen und beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag "Kommunen am Limit" des Deutschen Städtetages, des Deutschen Landkreistages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Damit soll auf die dramatisch schlechte Finanzsituation der Kommunen aufmerksam gemacht werden.

https://kommunenamlimit.de

Heute findet die Hauptversammlung der Gemeindefeuerwehr Ottendorf-Okrilla mit ihren vier Ortsfeuerwehren Grünberg, Herms...
19/06/2026

Heute findet die Hauptversammlung der Gemeindefeuerwehr Ottendorf-Okrilla mit ihren vier Ortsfeuerwehren Grünberg, Hermsdorf, Medingen und Ottendorf-Okrilla statt.

Im Mittelpunkt steht neben dem Rückblick auf die geleistete Arbeit auch die Wahl der Gemeindewehrleitung. Damit werden wichtige Weichen für die zukünftige Arbeit unserer Feuerwehr gestellt.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Kameradinnen und Kameraden, die sich Tag für Tag ehrenamtlich für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger einsetzen. Ob bei Einsätzen, Ausbildungen, Übungen, der Jugendfeuerwehrarbeit oder bei Veranstaltungen in unseren Ortsteilen – dieses Engagement ist unverzichtbar und verdient höchste Anerkennung.

Ein besonderer Dank gilt der bisherigen Gemeindewehrleitung um Gemeindewehrleiter Tobias Kröner sowie seinen Stellvertretern Patrick Söffel und Oliver Seifferheld. Sie haben Verantwortung übernommen, die Arbeit der Gemeindefeuerwehr begleitet und sich für die Belange der Kameradinnen und Kameraden eingesetzt.

Allen, die sich zur Wahl stellen oder künftig Verantwortung übernehmen, wünschen wir viel Erfolg, Kraft und stets eine glückliche Hand bei den kommenden Aufgaben. Allen Kameradinnen und Kameraden wünschen wir weiterhin Zusammenhalt, Einsatzbereitschaft und vor allem: Kommt immer gesund von euren Einsätzen zurück.

31/05/2026

Den Ortsteil Medingen und die Ortschaft Willstätt in der Gemeinde Willstätt, Ortenaukreis Baden-Württemberg, verbindet seit 1990 eine besondere Freundschaft. Im Mittelpunkt standen damals Hilfestellungen und ein reger Erfahrungsaustausch beim Aufbau der Gemeinde Medingen im neuen Bundesland Sachsen. Diese Verbindung wird von den Ortschaftsräten beider Seiten auch nach 35 Jahren weiter gepflegt.

Am Sonnabend besuchte uns nun erstmals der neue Willstätter Bürgermeister Tobias Polley gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin. Herr Polley ist seit Februar vergangenen Jahres im Amt.

Nach einer ersten Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister Mirko Thomas stellte dieser unseren Gästen die Gemeinde Ottendorf-Okrilla vor. Dabei wurden unter anderem das Teichwiesenbad sowie das Gelände des Betonwerks besichtigt.

Anschließend durften Ortschaftsrat Markus Eisold und Ortsvorsteher René Edelmann die Willstätter Gäste im Ortsteil Medingen willkommen heißen. Zuletzt hatten wir im vergangenen Sommer die Ortschaft Willstätt besucht.

Gemeinsam mit Birgit Pfützner vom Heimatverein Medingen begleiteten wir Herrn Polley durch unseren Heimatort. Die kleine Stippvisite führte von der historischen Dorfmitte mit Kirche, Schloss, Mühle und Goldborn über die Wohngebiete Hufen, Kronenberg und Bergtannen bis hin zur Sonnenblumenschule mit ihren großzügigen Außenanlagen, zur wachsenden Baustelle des Ersatzneubaus der Kita „Zwergenland“ sowie zum kleinen Gewerbegebiet „Am Eichelberg“.

Altes wie Neues wurde interessiert aufgenommen und an mancher Stelle hinterfragt. Gleichzeitig erfuhren wir, wie das eine oder andere in der über 600 Kilometer entfernten Partnergemeinde gehandhabt wird.

Am Ende waren sich alle einig: Der Besuch war viel zu kurz. Die Medinger Ortschaftsräte freuen sich bereits auf einen künftigen Besuch des Willstätter Ortschaftsrates und luden Herrn Bürgermeister Polley herzlich dazu ein. Vielleicht bietet sich dann erneut die Gelegenheit, Erfahrungen, Erinnerungen und Liebgewonnenes miteinander auszutauschen.

Die Aussagen des Dresdner Stadtplaners und Architekten Klaus Bielenberg zu weiteren Gewerbestandorten in Ottendorf-Okril...
16/05/2026

Die Aussagen des Dresdner Stadtplaners und Architekten Klaus Bielenberg zu weiteren Gewerbestandorten in Ottendorf-Okrilla geben Anlass, die derzeitige Entwicklung aufmerksam und verantwortungsvoll zu betrachten.

Bielenberg macht deutlich, dass die Sorgen vieler Einwohner hinsichtlich einer zunehmenden Ausweisung neuer Gewerbeflächen „durchaus berechtigt“ sind. Zwar seien Gewerbeansiedlungen für die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune wichtig, jedoch dürfe dies nicht zulasten von Lebensqualität, Naturraum und einer nachhaltigen Ortsentwicklung geschehen.

Besonders kritisch bewertet er den weiterhin hohen Flächenverbrauch. Neue Gewerbegebiete bedeuteten regelmäßig zusätzliche Versiegelung wertvoller Freiflächen. Langfristig könne es deshalb nur das Ziel sein, den weiteren Flächenverbrauch deutlich zu reduzieren und zusätzliche Versiegelungen möglichst auszugleichen. Eine dauerhafte Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen oder Waldgebiete sei mit Blick auf Klima- und Umweltziele problematisch.

Zudem warnt Bielenberg vor unabgestimmten Alleingängen einzelner Kommunen im Wettbewerb um Gewerbeansiedlungen. Stattdessen empfiehlt er interkommunale Zusammenarbeit und die gemeinsame Entwicklung geeigneter Gewerbestandorte. Entscheidend sei dabei stets ein stimmiges Gesamtkonzept unter Berücksichtigung von Architektur, Begrünung, Verkehrsführung sowie ökologischen und naturräumlichen Anforderungen.

Der Stadtplaner stellt ebenfalls klar, dass die Einstufung Ottendorf-Okrillas als „Schwerpunkt Gewerbeansiedlung“ im Regionalplan keinesfalls ein Freibrief für unbegrenzte Gewerbeflächenausweisungen sei. Vorrang müsse eine gesunde und nachhaltige Ortsentwicklung haben.

Besonders deutlich äußert sich Bielenberg zu den Auswirkungen auf Verkehr und Wohnqualität. Die eigentlichen Probleme sehe er weniger im optischen Erscheinungsbild neuer Hallenbauten, sondern vielmehr in der zunehmenden Verkehrsbelastung, zusätzlichen Lärm- und Schadstoffemissionen sowie den daraus entstehenden Belastungen für angrenzende Wohngebiete. Deshalb spricht er sich dafür aus, weitere Gewerbeflächen in Ottendorf-Okrilla vorzugsweise nur östlich der B97 zu entwickeln.

Insgesamt zeichnen die Aussagen des Stadtplaners das Bild einer Gemeinde, bei der das verträgliche Maß an zusätzlichen Gewerbeflächen möglicherweise bald erreicht sein könnte. Umso wichtiger erscheint eine sorgfältige Abwägung zwischen wirtschaftlicher Entwicklung, Umwelt- und Klimaschutz sowie der Lebensqualität der Einwohner.

Aus dem GemeinderatAm 7. April 2026 fand die allmonatliche Gemeinderatssitzung statt. Bereits 18.30 Uhr starteten wir in...
18/04/2026

Aus dem Gemeinderat

Am 7. April 2026 fand die allmonatliche Gemeinderatssitzung statt. Bereits 18.30 Uhr starteten wir in eine lange Tagesordnung.

Die sich in Aufstellung befindlichen Bebauungspläne für die Industrie- und Gewerbegebiete Hermsdorfer Berg und Grünberg Süd waren wiederholt Thema, so dass auch dieses Mal betroffene Bürger im Saal anwesend waren, welche die Notwendigkeit solcher Gebiete und deren Umweltaspekte beim Bau auf der grünen Wiese hinterfragten. Der Bürgermeister bestätigte auf Anfrage, dass es zurzeit keine konkreten Nachfragen zu Gewerbeflächen gibt. Auch deshalb sehen WiR die Aufstellung in Hinblick auf geplante Ansiedelung von Industrie im allgemeinen und Zulieferer für die Dresdner Chipindustrie als wenig zielführend an. Vielmehr sollten wir uns bei den begrenzten Haushaltsmitteln auf kleine und mittelständige Unternehmen konzentrieren, die vorzugsweise ihren Produktionsstandort in Ottendorf-Okrilla etablieren wollen. Dies sollte auch mit Blick auf die geplante Ortsmitte und reichlich bestehender Brachflächen, welche kein schönes Aushängeschild für unseren Ort sind, geschehen. Nachdem auf unser Drängen hin im März, die Tagesordnungspunkte zu den Veränderungssperren wegen nicht korrekter Beschlussvorlagen und nicht angepasster Entwicklungsziele vertagt wurden, wurde darüber abgestimmt. WiR sind gegen die Aufstellung dieser Industriegebiete.

Ein weiteres Thema war die sogenannte Wärmeplanung der Gemeinde. Die anwesenden Bürger hatten auch dazu Fragen. An der Stelle wurde die Unsicherheit bei vielen Bürgern deutlich. Es bestehen die berechtigten Ängste, dass ein für Wasserstoff umgenutztes Gasversorgungsnetz zu nicht finanzierbaren Verbrauchskosten führen könnte und ganze Heizungsanlagen getauscht werden müssen. Das Heizungsgesetz der vergangenen Bundesregierung ist sicherlich bei vielen Menschen in negativer Erinnerung. Allerdings konnte hierzu informiert werden, dass es sich erst einmal um die Prüfung einer solchen Versorgungsmöglichkeit handelt und Entscheidungen längst nicht abschließend seien.

Auch die Vereinsförderung und die Erhöhung der Mietpreise für unsere Sporthallen war ein großes Thema. Schon im Vorfeld wurde im Ausschuss darüber beraten welche Wege wir gehen wollen. Eine radikale Kürzung oder Abschaffung kam für uns nicht in Frage .Die Einigkeit wurde mit einem guten Kompromiss erzielt. Die Kinder- und Jugendförderung bleibt für die Kinder unserer Gemeinde vollständig erhalten. Die Projektförderung wird gezielter eingesetzt. Bisher wurden auch Feste und Feiern bezuschusst. WiR waren uns darüber einig, dass diese ohne Förderung finanziert werden müssen. Unterstützt werden dafür im öffentlichen Interesse liegende Projekte. Die Turnhallengebühren steigen genauso wie die Betriebskosten für die Vereinshäuser moderat. Alles in allem ein guter und nachvollziehbarer Kompromiss.

Erneut thematisiert wurden auch die erst im letzten Jahr eingeführten Parkgebühren. Die Parkraumordnung wurde angepasst. So sind zukünftig auch im Gewerbegebiet Ottendorf-Okrilla Parkgebühren fällig. Damit soll das wilde Parken insbesondere der LKW in Bahnen gelenkt werden.

Die Eintrittsgebühren im Teichwiesenbad sollten aufgrund der stark gestiegenen Kosten angepasst werden. Hier sehen WiR trotz Anpassung ein immer noch kostengünstiges Angebot für Sport, Spiel und Spaß. Die Schwimmkurse bleiben erhalten und können ggf. perspektivisch noch erweitert werden. Skeptisch wurde der „Mittagstarif“ gesehen. Befürchtungen bestehen, dass sich die morgendlichen Schwimmer auf das Mittagangebot ausweichen und es bei der Rückerstattung der anteiligen Eintrittsgelder in der Mittagszeit zu längeren Wartezeiten und Badefrust kommen könnte.

Ein weiterer Punkt war die Anmeldung kommunaler Maßnahmen für die anteiligen finanziellen Mittel zur Förderung der Gemeinde aus dem Sondervermögen des Bundes. Der favorisierte Neubau einer Schulsporthalle für die bewegte Grundschule Hermsdorf wurde von uns mit Freude bestätigt.
Ein geplantes Mehrzweckgebäude für gemeindlichen Zivil- und Katastrophenschutz warf hingegen Fragen auf, welche nicht beantwortet werden konnten. Die Planungsgrundlage der meisten Schadenlagen liegt beim Landkreis oder beim Land. Die örtlichen Brandschutzbehörden der Gemeinden planen bspw. den Hochwasserschutz. Die notwendige Technik hält hierfür die Gemeindefeuerwehr mit ihren vier Ortswehren vor. Sandsäcke liegen auf dem Bauhof bereit.
Wie ein solches Zivil- und Katastrophenschutzgebäude gemeindlich mit Leben gefüllt werden soll, ist unklar. Eine Nutzung als Lagerstätte und Sozialtrakt auch durch den Gemeindebauhof wäre für dessen Mitarbeiter sehr wünschenswert aber fördermitteltechnisch bedenklich.
WiR haben die Befürchtung, dass es an der Stelle auf die Grenzen dieser Förderung stoßen werden. Uns wurde bestätigt, dass angemeldete Maßnahmen zu späterem Zeitpunkt anpassbar sind und ein Förderantrag erst ab 2028 eingereicht werden soll. So kann ggf. immer noch ein Zukunftsprojekt nachgemeldet werden.

WiR werden weiter berichten. Allen Lesern eine schöne Woche.

Am Dienstag, dem 3. Februar fand die 2. Gemeinderatssitzung 2026 statt. Wie auch in der letzten Sitzung nahmen wieder Bü...
22/02/2026

Am Dienstag, dem 3. Februar fand die 2. Gemeinderatssitzung 2026 statt. Wie auch in der letzten Sitzung nahmen wieder Bürger teil, welche ihre Fragen zu den geplanten Industrieansiedlungen an den Bürgermeister stellten. In der Januar-Sitzung wurde der Aufstellungsbeschluss für Gewerbeflächen in Hermsdorf beschlossen. Trotz unseres damaligen Einwandes hielt man daran fest, auch größere Industrie und Zulieferer für die Chipherstellung ansiedeln zu wollen.
Bürger fragten inwieweit über diese Entscheidung aufgrund der PFAS-Belastung des Grund- und Oberflächenwassers im Dresdner Norden nochmals nachgedacht wird. PFAS sind Ewigkeitschemikalien, welche in der Umwelt nur sehr schwer abbaubar sind und im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Die Antwort dazu war leider wenig zufriedenstellend. Es handele sich NUR um einen Aufstellungsbeschluss, ob und wie sowie vor allem wann etwas gebaut werde sei noch unklar. Die Nachfrage der Bürger, ob es eine Untersuchung des Wassers in den angrenzenden Gebieten des Landkreises geben wird, wurde nicht beantwortet. Man solle sich an die Landeshauptstadt wenden. Doch PFAS macht sicherlich nicht an der Landkreisgrenze halt.

Neben der Bestätigung der Haushaltssatzung 2026 und der Schulnetzplanung des Landkreises war der Aufstellungsbeschluss für das geplante großflächige Industrie- und Gewerbegebiet Grünberg-Süd ein weiteres großes Thema.
Die Ortsvorsteherin berichtete, dass im Ortschaftsrat noch kein stimmiges Meinungsbild besteht. Klar sei allerdings, dass die Eigentümer der Flächen derzeit nicht verkaufen wollen.
Die Nachfrage zur Infrastruktur, insbesondere der verkehrlichen Anbindung an die S177 und in Folge die A4 konnte nicht beantwortet werden. Es sei etwas geplant, hieß es.
Diese Aussagen reichten für uns nicht aus, um der Planaufstellung zuzustimmen.
Ein Aufstellungsbeschluss hat finanzielle Auswirkungen meist im fünfstelligen Bereich. Daher macht es in Zeiten klammer Kassen keinen Sinn, etwas ohne die Eigentümer und die Dorfgemeinschaft zu planen. Der Wunsch nach Erweiterungen und der Schaffung von Gewerbeflächen sollte nachhaltig gedacht werden.
Keine Ansiedlungen von Logistik und Speditionen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Unternehmensniederlassungen nicht signifikant zur Gewerbesteuer beitragen.

Am 6. Januar 2026 fand die erste Gemeinderatssitzung im neuen Jahr statt. Die Tagesordnung war prall gefüllt. Zwei Theme...
02/02/2026

Am 6. Januar 2026 fand die erste Gemeinderatssitzung im neuen Jahr statt. Die Tagesordnung war prall gefüllt. Zwei Themen beschäftigten uns bereits in den Vorberatungen sehr - die Umstellung der Verteilung des Amtsblattes auf Auslagestellen und der Aufstellungsbeschluss für das geplante Industrie- und Gewerbegebiet Hermsdorfer Berg.

So soll ab Mai 2026 das Amtsblatt nicht mehr wie bisher an jeden Haushalt zugestellt werden, sondern kann in Auslagestellen abgeholt oder in einer digitalen Ausgabe gelesen werden.
Schon im Hauptausschuss wurde darüber intensiv diskutiert und die fehlende Bürgernahe bemängelt. Der eigentliche Hintergrund zur Einstellung der Verteilung ist die Einsparung der Kosten für die Zustellung. Doch spart man tatsächlich?
Das war nicht zu klären. So erscheint es fraglich, ob Gewerbetreibende weiterhin ihre Anzeigen veröffentlichen, wenn unklar ist, ob ihre bezahlte Werbung überhaupt beim Bürger ankommt. Das Amtsblatt finanziert sich aber auch genau über diese Werbung.
Ebenso erreichen bspw. Informationen von Vereinen und Organisationen nicht mehr alle Altersgruppen auf dem direkten Weg. Ein großer Nachteil ist, dass gerade ältere und immobile Menschen dann kaum noch Zugang zur örtlichen Berichterstattung haben. Die Auslagestellen beschränken sich aktuell auf Hausärzte, Bäckereien, Pfarrämter und öffentliche Einrichtungen. Die Online-Ausgabe haben momentan lediglich 12 Bürger abonniert. Ältere Menschen werden dieses Angebot nur begrenzt nutzen können. Diese Entscheidung ist für unsere Gemeinde in vielerlei Hinsicht schade, war doch unser Amtsblatt immer ein informatives Angebot an die breite Masse unserer Bürger. Bekanntmachungen, Informationen unserer Einrichtungen und Vereine, Veranstaltungen und die ärztlichen Informationen erreichten jeden.
WiR haben gegen die Abschaffung der bürgernahen Verteilung und gegen die Auslagestellen gestimmt. Das Amtsblatt ist ein Informationsformat, welches allen gleichermaßen zur Verfügung stehen muss.

Ein zweites großes Thema war die Erarbeitung eines Bebauungsplans für das verwaltungsseitig favorisierte Industrie- und Gewerbegebiet zwischen Hermsdorf und Medingen gelegen.
Zahlreich im Ratssaal anwesende Bürger machten bereits in der Fragestunde ihrem Unmut Luft.
So war doch dieses Thema schon seit Jahrzehnten immer wieder einmal ein Thema gewesen. Letztlich sprachen damals nicht nur die fehlende verkehrliche Anbindung und die Lage gegen das Vorhaben. Nun aber fordern die Entwicklungen im Dresdner Norden und fehlende Gewerbeflächen in der Landeshauptstadt ihren Tribut und wecken die Hoffnung auf sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen in unserer Gemeinde. Eine interkommunale Zusammenarbeit soll diese nun bereitstellen.
Dies scheint nachvollziehbar, allerdings ist nicht jeder Standort für Zulieferer der Halbleiterbranche oder großflächige Industrie im Allgemeinen geeignet. Dazu gehört bspw. die Fläche in Hermsdorf.

Das angrenzende Dresdner Gewerbegebiet Promigberg wartet bereits seit 1995 auf eine versprochene Autobahnanschlussstelle, welche aber auch in den nächsten Jahren nicht entstehen wird.
Ein Industrie- und Gewerbegebiet Hermsdorfer Berg könnte jedoch ebenfalls nur über eine Anschlussstelle und eine zusätzliche Anbindung an die S 59 realisiert werden.
WiR haben drei Änderungsanträge zur Beschlussvorlage gestellt. Der umfänglichen Beachtung des Immissionsschutzes und einer zwingenden Anbindung an die S59 und der A4 wurde zugestimmt. Die Beschränkung auf die Ausweisung eines Gewerbestandortes anstelle eines Industriegebietes fand leider keine Mehrheit.
Nicht nur aus diesem Grund konnten WiR letztlich dem Aufstellungsbeschluss selbst nicht zustimmen.

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Ottendorf-Okrilla
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