24/07/2026
"Nach meinem Austritt aus der AfD war mir bewusst, dass der Aufbau einer neuen politischen Kraft im Emsland alles andere als einfach werden würde. Trotzdem habe ich diesen Weg gewählt, weil ich überzeugt bin, dass Veränderung Mut braucht.
Am Ende ist es uns gelungen, fünf Kandidaten aufzustellen. Gleichzeitig muss ich aber auch ehrlich sagen: Wir haben unser Ziel nicht erreicht. In vier Wahlbereichen fehlten einige der notwendigen Unterstützungsunterschriften. Das ist enttäuschend – für mich persönlich und für alle, die Zeit, Kraft und Hoffnung in dieses Projekt investiert haben.
Rückblickend haben wir den Aufwand deutlich unterschätzt. Viele von uns sind beruflich stark eingebunden. Hinzu kamen unvorhersehbare Rückschläge: Einer unserer Bewerber erlitt einen Schlaganfall und musste längere Zeit im Krankenhaus behandelt werden. Außerdem sagten mehrere Interessenten ihre Kandidatur kurzfristig wieder ab. Das alles hat unser junges Team hart getroffen.
Trotzdem frage ich mich natürlich auch, was ich selbst hätte besser machen können. Früher anfangen? Mehr Menschen ansprechen? Anders werben? Wahrscheinlich von allem etwas. Diese Verantwortung nehme ich an.
Daher werde ich bei unseren Mitgliedern die "Vertrauensfrage" stellen, und ggfs. als Vorsitzender zurücktreten.
Trotzdem bereue ich den Schritt nicht. Eine neue Wählergemeinschaft baut man nicht in wenigen Wochen auf. Vertrauen entsteht nicht über Nacht. Rückschläge gehören dazu – auch wenn sie schmerzen.
Ich danke jedem Einzelnen, der uns unterstützt, unterschrieben oder einfach Mut gemacht hat. Ohne Euch wären wir gar nicht erst so weit gekommen.
Wir werden die vergangenen Monate in Ruhe aufarbeiten, aus unseren Fehlern lernen und entscheiden, wie es weitergeht. Aufgeben ist für mich keine Option. Unser Emsland war kein kurzfristiges Projekt – sondern eine Idee, an die ich weiterhin glaube.