22/10/2015
Herbstversammlung der Bäcker-Innung Passau
Ausbildung ist eine höchstverantwortungsvolle Aufgabe, betonte Obermeister Peter Landshuter im Rahmen der Herbstversammlung der Bäcker-Innung Passau. Laut Landshuter gewährleistet nur eine attraktive und ordnungsgemäße durchgeführte Berufsausbildung einen erfolgreichen Berufsabschluss und den ersehnten Gesellenbrief.
Aus strukturellen Gründen seien aber nicht alle Ausbildungsbetriebe in der Lage, das gesamte Ausbildungsspektrum zu vermitteln. Der Bayerische Bäckerverband (LIV) strebt deshalb eine Ausweitung der überbetrieblichen Lehrunterweisung auf mittelfristig zwei Wochen pro Ausbildungsjahr an, sagte der Obermeister. Die Ausgestaltung der Lehrpläne müsse aber dazu geeignet sein, die Attraktivität der Berufsausbildung im Bäcker-Handwerk zu steigern und unsere Ausbildungsbetriebe zu unterstützen.
Ein weiteres Thema der Herbstversammlung war die derzeit laufende Tarifverhandlung mit der Gewerktschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Landshuter, der selbst im Tarifausschuss des LIV ehrenamtlich tätig ist, bedauerte, dass die zweite Tarifrunde zur Verhandlung eines neuen Manteltarifvertrages und Altersvorsorge-Tarifvertrages ergebnislos abgebrochen werden musste. Der LIV sei mit seinen Tarifangeboten bis an die Grenze der finanziellen Möglichkeiten gegangen. Das Ziel, die landesarbeitsgerichtlich entschiedene Mehrbelastung von fünf Urlaubstagen aufzufangen, wurde von der NGG zurückgewiesen, sagte Landshuter. Er bedauerte diese starre Haltung und signalisierte seinerseits die Bereitschaft, die Tarifverhandlungen mit dem Ziel des Abschlusses der allgemeinverbindlichen Tarifverträge fortzusetzen.
Petra Resch vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sprach über das Verbot von Alublechen bei der Herstellung von Laugengebäck. Praktische Tipps zu diesem Thema gab Johann Bründl von der BÄKO München, Altbayern und Schwaben eG.
Josef Eggl, Teamleiter Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Passau, stellte in einer Kurzübersicht die Beschäftigungsmöglichkeit von geflüchteten Menschen dar. Insbesondere beschäftigte er sich dabei mit der Integration der berufsschulpflichtigen Asylanten und Flüchtlinge, die derzeit an der Berufsschule Vilshofen beschult werden und Ende des laufenden Schuljahres für eine Berufsausbildung zur Verfügung stehen.