24/07/2026
Am vergangenen Samstag absolvierten zehn Atemschutzgeräteträger (AGT) des Technischen Hilfswerks (THW) OV Passau ihre jährliche Weiterbildung, um die Einsatzbefähigung für das kommende Jahr zu sichern. Die ganztägige Ausbildung kombinierte die Auffrischung theoretischer Grundlagen mit zwei anspruchsvollen, realitätsnahen Einsatzszenarien unter Atemschutz.
Der Vormittag startete mit dem theoretischen Teil, in dem die Einsatzkräfte ihr Wissen über die Einsatzgrundsätze, Notfallverfahren und die Überwachung der Atemluft auffrischten. Direkt im Anschluss folgte die körperliche Belastungsübung, um die nötige Fitness und den sicheren Umgang mit den Geräten nachzuweisen.
Das erste Praxis-Szenario führte die Einsatzkräfte zu einem simulierten Gefahrgutunfall. Auf der Ladefläche eines LKWs war ein Behälter mit gefährlichen Stoffen beschädigt worden. Unter Atemschutz mussten die Helfer den Gefahrenbereich absichern, das Leck lokalisieren und die Flüssigkeit kontrolliert in einen stabilen Ersatzbehälter umpumpen. Hierbei waren höchste Präzision und eine lückenlose Kommunikation entscheidend.
Im zweiten Szenario stand die Menschenrettung im Fokus. Das Stichwort lautete: Vermisste Person in einem verrauchten Keller. Die Atemschutztrupps gingen unter Nullsicht in den dicht verrauchten Kellerbereich vor. Neben der systematischen Suche und der patientengerechten Rettung der verletzten Person über enge Rettungswege forderte dieses Szenario die physische und psychische Belastungsgrenze der Einsatzkräfte.
Die Übung fand auf und in der Nähe der Unterkunft in Passau statt.
Dank des hohen Ausbildungsstandes und der starken Teamarbeit wurden beide Aufgaben erfolgreich und unfallfrei gelöst. Die zehn THW-Einsatzkräfte sind damit weiterhin bestens gerüstet für kommende Atemschutzeinsätze.