24/09/2025
Am 24. September steht in der Stadtverordnetenversammlung Potsdam ein Leitantrag zur Entscheidung, der zwei zentrale Punkte umfasst:
- den weiteren Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts am Campus Griebnitzsee und den gleichzeitigen Abverkauf des bisherigen Campus,
- sowie den Aufbau eines neuen Universitätscampus auf dem alten Brauhausberg.
Diese Fragen sind von großer Tragweite:
Sie betreffen nicht nur die langfristige Entwicklung der Universität Potsdam, sondern auch die Lebens- und Studienbedingungen von tausenden Studierenden. Infrastruktur, Wohnraum, Mobilität und die Rolle der Universität in der Stadt sind direkt mit diesen Entscheidungen verknüpft.
Problematisch ist jedoch, dass der Leitantrag im Rahmen eines Sofortbeschlusses verabschiedet werden soll. Damit würden eine transparente Debatte und die Beteiligung der Betroffenen weitgehend entfallen. Studierende, die von den Folgen unmittelbar betroffen sind, hätten keine echte Möglichkeit, ihre Perspektiven einzubringen. Auch das Studierendenparlament hat diesen Mangel an Mitbestimmung klar kritisiert.
Für uns als Juso Hochschulgruppe ist entscheidend: Es geht nicht darum, die Campuspläne grundsätzlich in Frage zu stellen. Aber Entscheidungen dieser Tragweite dürfen nicht im Eilverfahren getroffen werden. Stattdessen braucht es eine Verschiebung des Beschlusses und Nachbesserungen, die eine verbindliche Beteiligung der Studierendenschaft gewährleisten. 🗳️
Wir unterstützen daher den Antrag des Studierendenparlaments, den Sofortbeschluss abzulehnen und die Abstimmung zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. Nur so kann ein Verfahren gewährleistet werden, das transparent, demokratisch legitimiert und sozial verantwortungsvoll ist. 🏛️
Die Zukunft der Universität Potsdam darf nicht ohne die Studierenden entschieden werden. 🌹