Tolerantes Brandenburg

Tolerantes Brandenburg Koordinierungsstelle "Tolerantes Brandenburg" der Landesregierung Sie unterstützt und vernetzt Menschen, die für Demokratie, Toleranz und Integration eintreten.

Die Koordinierungsstelle "Tolerantes Brandenburg/ Bündnis für Brandenburg" ist Ansprechpartnerin für alle Bürger/innen.

🎤 Brandenburg braucht mehr Stimmen im Journalismus!Wer berichtet, prägt, welche Themen sichtbar werden und welche Perspe...
05/06/2026

🎤 Brandenburg braucht mehr Stimmen im Journalismus!

Wer berichtet, prägt, welche Themen sichtbar werden und welche Perspektiven gehört werden. Doch ostdeutsche Stimmen sind in vielen Redaktionen noch immer unterrepräsentiert. Das hat Folgen – für die Wahrnehmung von Lebensrealitäten und für das Vertrauen in Medien.

Mit dem Coachingprogramm „Voices of Brandenburg“ sucht die Medienanstalt Berlin-Brandenburg deshalb Menschen mit einem starken Bezug zu Brandenburg, die ihre Perspektiven in den Journalismus einbringen möchten. Journalistische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) ist Kooperationspartnerin des Toleranten Brandenburg und setzt sich mit dem Programm für mehr Vielfalt und Repräsentation in der Medienlandschaft ein.

Die Teilnehmer erwartet ein sechsmonatiges Programm mit persönlichem Mentoring, Praxisstationen in renommierten Medienhäusern und einer Förderung von 1.400 Euro pro Monat.

Eine demokratische Gesellschaft lebt davon, dass unterschiedliche Erfahrungen und Sichtweisen sichtbar werden. Vielfältige Stimmen stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt – auch, weil sich mehr Menschen in den Medien wiederfinden und gehört fühlen.

📅 Bewerbungsschluss: 7. Juni 2026

Alle Informationen:
https://www.mabb.de/foerderung/voices-of-brandenburg

📱 Extremismus, Desinformation und Radikalisierung: Die Herausforderungen wachsenDer heute vorgestellte Verfassungsschutz...
05/06/2026

📱 Extremismus, Desinformation und Radikalisierung: Die Herausforderungen wachsen

Der heute vorgestellte Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2025 zeigt: Demokratiefeindliche Akteure versuchen zunehmend, Einfluss auf unsere Gesellschaft zu nehmen – auf der Straße, aber auch in sozialen Medien und digitalen Räumen.

Das extremistische Personenpotenzial in Brandenburg ist auf 7.540 Personen gestiegen – ein Zuwachs von 2.035 Personen gegenüber dem Vorjahr.

▪️ Gesamt: 7.540 (+2.035)
▪️ Rechtsextremismus: 5.890 (+2.240)
▪️ Linksextremismus: 660 (+110)
▪️ Islamismus: 260 (+35)

Der Rechtsextremismus bleibt die mit Abstand größte Herausforderung. Der Bericht verweist auf gewaltorientierte Neonationalsozialisten, rechtsextreme Bruderschaften, Kampfsportgruppen und eine zunehmende Konzert- und Veranstaltungsszene. 1.460 Personen gelten als gewaltorientiert.

Im Bereich Islamismus wachsen sowohl das salafistische Spektrum als auch das sogenannte demokratieunterwandernde Umfeld der Muslimbruderschaft. Auch im Linksextremismus werden Zuwächse verzeichnet. Der Verfassungsschutz beobachtet insbesondere gewaltbefürwortende Strukturen und neue Gruppierungen.

Besonders besorgniserregend ist die zunehmende Radikalisierung von Jugendlichen, insbesondere durch gezielte Ansprache durch Extremisten über soziale Medien. Zugleich nehmen pro-russische Desinformation und hybride Bedrohungen zu. Über KI-generierte Inhalte, Chatbots und digitale Einflusskampagnen wird versucht, Misstrauen zu schüren, gesellschaftliche Konflikte zu verschärfen und demokratische Institutionen zu schwächen.

Die Entwicklungen machen deutlich: Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind keine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger ist es, demokratische Kompetenzen zu stärken, Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten und Radikalisierung frühzeitig vorzubeugen – gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern in ganz Brandenburg.

📄 Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2025:
https://mik.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/VSB_2025_Pressefassung.pdf

Quelle für Text und Bildmaterial: Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg

🕯️ 33 Jahre Solingen: Ihr Schmerz ist unsere Mahnung.In der Nacht auf den 29. Mai 1993 zündeten Rechtsextreme das Haus d...
29/05/2026

🕯️ 33 Jahre Solingen: Ihr Schmerz ist unsere Mahnung.

In der Nacht auf den 29. Mai 1993 zündeten Rechtsextreme das Haus der Familie Genç in Solingen an.

Fünf Menschen wurden aus rassistischem Hass mitten aus dem Leben gerissen:

• Gürsün İnce (27)
• Hatice Genç (18)
• Gülüstan Öztürk (12)
• Hülya Genç (9)
• Saime Genç (4)

Der Anschlag markierte den tragischen Höhepunkt einer Welle rassistischer Gewalt Anfang der 1990er-Jahre. Wie die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) einordnet, war Solingen kein isoliertes Ereignis, sondern Teil der sogenannten „Baseballschläger-Jahre“ – einer Zeit, in der rechter Terror und rassistische Hetze bundesweit den Alltag prägten.

Mehr Informationen im Dossier der bpb:
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/161980/29-mai-1993-brandanschlag-in-solingen/

Auch in Brandenburg gedenken wir heute der Familie Genç und verweisen auf eine aktuelle Ausstellung der Opferperspektive / Antidiskriminierungsberatung, die den Betroffenen dieser Gewaltwelle in unserer eigenen Landesgeschichte Raum gibt.

Hier geht es zur Ausstellung:
https://todesopfer-rechter-gewalt-in-brandenburg.de/home/

Mevlüde Genç, die bei dem Anschlag zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte verlor, fand trotz ihres unermesslichen Leids zeitlebens Worte des Friedens: „Der Tod meiner Familie soll uns nicht in Hass verbinden, sondern uns dazu bringen, gemeinsam für den Frieden zu arbeiten“, forderte sie bereits kurz nach der Tat. Ihr Vermächtnis nimmt uns alle in die Pflicht, rassistischer Hetze konsequent entgegenzutreten.

Wir vergessen euch nicht.

Grundrechte begleiten uns von Geburt an. In der Schule, im Freundeskreis, online, im Beruf oder dann, wenn wir unsere Me...
23/05/2026

Grundrechte begleiten uns von Geburt an. In der Schule, im Freundeskreis, online, im Beruf oder dann, wenn wir unsere Meinung äußern. Sie prägen unseren Alltag oft mehr, als uns bewusst ist. Jede:r kennt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Aber was steht eigentlich noch im Grundgesetz und was bedeutet das für unseren Alltag?

⚽️ Ob Jugendclub, Sportverein, Gewerkschaft oder Initiative gegen Rechtsextremismus: Menschen dürfen sich zusammenschließen, um gemeinsam ihre Interessen zu vertreten und die Gesellschaft mitzugestalten.
👉Unsere Demokratie lebt davon, dass Menschen sich organisieren, engagieren und solidarisch handeln.

👩‍🚒 Heute scheint es selbstverständlich, selbst über Ausbildung und Beruf zu entscheiden. Historisch war das lange nicht für alle Menschen möglich: Frauen wurden in vielen Berufen ausgeschlossen, Herkunft und sozialer Status bestimmten Bildungswege.
👉 Auch heute beeinflussen soziale Herkunft, Diskriminierung, fehlende finanzielle Möglichkeiten oder stereotype Rollenbilder noch immer Bildungs- und Berufswege. Das Recht auf freie Berufswahl ist deshalb auch eine Frage sozialer Gerechtigkeit.

🎨 Freie Kunst, unabhängige Forschung und kritische Bildung sind zentral für eine demokratische Gesellschaft. Gleichzeitig erleben Wissenschaftler:innen, Kulturschaffende und Lehrkräfte zunehmend politischen Druck, Anfeindungen oder Versuche der Einflussnahme.
👉 Demokratie braucht Räume für kritisches Denken, freie Forschung und unbequeme Perspektiven – denn sie sind Bedingungen für die zivilisatorische Weiterentwicklung.

🙏Menschen sollen ihren Glauben frei leben können. Trotzdem erleben viele Menschen in Deutschland antisemitische, antimuslimische oder andere religiös motivierte Anfeindungen und Diskriminierung.
👉 Religionsfreiheit bedeutet, Vielfalt zu schützen und Menschen unabhängig von ihrem Glauben mit Respekt zu begegnen.

Welche Grundrechte uns besonders wichtig sind, merken wir oft erst dann, wenn sie eingeschränkt oder angegriffen werden. Die Frage ist: Wie selbstverständlich sind diese Rechte heute wirklich und welche davon müssen wir aktuell besonders schützen?

Im November 2001 riefen die Vereinten Nationen den 21. Mai zum Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklu...
21/05/2026

Im November 2001 riefen die Vereinten Nationen den 21. Mai zum Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung aus. Er soll das Bewusstsein dafür stärken, dass kulturelle Vielfalt keine Bedrohung ist, sondern eine Grundlage für nachhaltige Entwicklung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Brandenburg steht dabei nicht abseits. Als erstes ostdeutsches Bundesland richtete es bereits 2001 eine Fachtagung zu Interkulturalität in der Kulturpolitik aus. Heute fördert das Land über Programme wie „Kulturelle Bildung und Partizipation“ und die „Regionalen Kulturellen Ankerpunkte“ gezielt Projekte, die kulturelle Teilhabe ermöglichen und Vielfalt sichtbar machen.

Kulturelle Vielfalt ist kein Selbstläufer. Sie braucht Räume, Ressourcen und Menschen, die sie aktiv gestalten. Der heutige Tag dient als Erinnerung daran, dass kulturelle Vielfalt aktiv verteidigt und gestaltet werden muss – in der Politik, in Bildungseinrichtungen und im Alltag.

👉 Der Brandenburgische Landtag setzt heute ein Zeichen. Die Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke eröffnet ab 18 Uhr die Podiumsdiskussion “Zusammenhalt in Vielfalt”. Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Kultur diskutieren, welchen Mehrwert kulturelle Vielfalt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt hat. Alle Infos und einen Link zum Livestream findet ihr hier. https://www.landtag.brandenburg.de/de/termine/forum_demokratie:_aktionstag_2026__zusammenhalt_in_vielfalt/48147

Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit zeigen sich nicht nur in einzelnen Situationen. Sie beeinflussen tagtäglich, w...
17/05/2026

Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit zeigen sich nicht nur in einzelnen Situationen. Sie beeinflussen tagtäglich, wer sich sicher fühlen kann, wer sichtbar sein darf und wer Schutz bekommt.

Der 17. Mai, der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT), erinnert daran, dass queere Menschen weltweit noch immer Diskriminierung und Gewalt erleben. Allyship bedeutet, sich aktiv und solidarisch an die Seite von Menschen zu stellen, die von Diskriminierung betroffen sind – nicht nur in Worten, sondern im Alltag und im konkreten Handeln:

🏳️‍🌈 Geh auf die Straße
Proteste, CSDs und Kundgebungen sind für viele queere Menschen wichtige Zeichen von Sichtbarkeit, Solidarität und Sicherheit.
👉 Deine Präsenz als Ally kann einen Unterschied machen.

📚 Wissen schafft Verständnis
Informiere dich über queere Geschichte, Sprache und Aktivismus. Q***re Menschen müssen nicht immer alles erklären.
👉 Ein Glossar zu Begriffen rund um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt findest du beim Bundesfamilienministerium
https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/themen/gleichstellung/sexuelle-und-geschlechtliche-vielfalt/lsbtiq-glossar-zur-sexuellen-und-geschlechtlichen-vielfalt-256152

📢 Diskriminierung braucht Widerspruch
Ob im Alltag, online oder im Freundeskreis: Wenn du diskriminierende Witze oder Aussagen hörst, widersprich.
👉 Sichtbares Allyship bedeutet auch dann zu handeln, wenn es unbequem wird.

🎬 Mach Platz für queere Perspektiven
Bücher, Filme, Serien oder Dokus können helfen, Perspektiven sichtbar zu machen und Erfahrungen besser zu verstehen – besonders dann, wenn queere Menschen ihre Geschichten selbst erzählen.
👉 Q***re Film- und Serientipps findest du online bspw. bei der Siegessäule.

Allyship ist kein Label und keine einmalige Geste. Sie zeigt sich im Alltag durch Zuhören, Lernen, Widersprechen und konkretes Handeln. Solidarität bedeutet, queere Menschen ernst zu nehmen, Diskriminierung nicht hinzunehmen und sich aktiv für Respekt und Gleichberechtigung einzusetzen.

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Gemeinsam anpacken zum EhrentagZum Geburtstag unseres Grundgesetzes am 23. Mai findet erstmals bundesweit der Ehrentag s...
11/05/2026

Gemeinsam anpacken zum Ehrentag

Zum Geburtstag unseres Grundgesetzes am 23. Mai findet erstmals bundesweit der Ehrentag statt – eine Initiative des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Auch Brandenburg ist dabei: Ministerpräsident Dietmar Woidke ruft dazu auf, sich zu beteiligen.

Seine Botschaft ist klar: Für ein paar Stunden gemeinsam aktiv werden, neue Menschen kennenlernen und Orte des Engagements entdecken – ob im Verein, in der Nachbarschaft oder im öffentlichen Raum. Jede Aktion zählt.

💬 „Gerade am Ehrentag wird sichtbar, wie viel Kraft in diesem Engagement steckt.“

Vom 16. bis 31. Mai 2026 – rund um das Pfingstwochenende – gibt es zahlreiche Möglichkeiten mitzumachen oder selbst aktiv zu werden:
Ob Aufräumaktion, Sportangebot, Nachbarschaftstreff oder Begegnungsformat – alles, was das Miteinander und den Zusammenhalt stärkt, ist willkommen.

👉 Aktionen eintragen oder entdecken: ehrentag.de

🤝 Engagement lebt vom Mitmachen. Nutzen wir die Gelegenheit, gemeinsam sichtbar zu machen, was unser Zusammenleben trägt.


.steinmeier .brandenburg

Am 10. Mai 1933 verbrannten Nationalsozialisten in vielen deutschen Städten Bücher von Autorinnen und Autoren, deren Wer...
10/05/2026

Am 10. Mai 1933 verbrannten Nationalsozialisten in vielen deutschen Städten Bücher von Autorinnen und Autoren, deren Werke und Werte nicht in ihr Weltbild passten. Die Bücherverbrennungen 1933 standen für den Angriff auf freie Meinungen, Kultur und Wissenschaft.

Auch in Brandenburg brannten Bücher: in Potsdam auf dem Bassinplatz, in Nowawes (heute Babelsberg), in Brandenburg an der Havel und in Luckenwalde. Angehörige von SA, Hitlerjugend und weiteren nationalsozialistischen Verbänden zerstörten dort Werke jüdischer, pazifistischer, linker und liberaler Autorinnen und Autoren.

Heute finden brandenburgweit Veranstaltungen statt, die an diese Geschichte erinnern:
So findet am 10. Mai im Schloss Rheinsberg die Lesung „Lesen gegen das Vergessen – Erinnerungen an die Bücherverbrennung 1933“ statt – in Anwesenheit der Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke.

Am 22. Mai laden das Potsdam Museum, die Stadt- und Landesbibliothek sowie die Städtische Musikschule Potsdam zu einem Konzert und einer Lesung „für Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz“ im Gedenken an die Bücherverbrennung von 1933 ein.

Die Erinnerung daran bleibt aktuell. Denn wo Bücher verboten, Wissen angegriffen und Stimmen verdrängt werden, gerät eine offene Gesellschaft unter Druck.

💬 Bücher zu verbrennen bedeutete damals mehr, als Papier zu zerstören – es war der Versuch, Menschen und ihre Gedanken aus dem öffentlichen Leben zu löschen.

Symbolbild: Bundesarchiv, Bild 183-30858-001 / Klein / CC-BY-SA 3.0

🔬Heute waren wir mit dem Demokratiemobil beim Potsdamer Tag der Wissenschaften auf dem Campus Golm der Universität Potsd...
09/05/2026

🔬Heute waren wir mit dem Demokratiemobil beim Potsdamer Tag der Wissenschaften auf dem Campus Golm der Universität Potsdam – und überall wurde geforscht, erklärt und ausprobiert.

Zwischen Experimenten, Gesprächen und Mitmach-Stationen wurde deutlich, wie wichtig Neugier, Austausch und kritisches Denken für unser Zusammenleben sind.

Vielen Dank an alle, die sich mit uns ausgetauscht haben und entdeckt haben, welchen Beitrag Wissenschaft, Neugierde auf Anderes und internationale Perspektiven für unser tägliches Zusammenleben und unsere Zukunft leisten.

Vielen Dank an proWissen Potsdam e.V. und die Universität Potsdam für die großartige Organisation.

💬 Wissenschaft lebt vom Mitmachen.


Heute vor 81 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Der Tag steht für die Befreiung vom National...
08/05/2026

Heute vor 81 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Der Tag steht für die Befreiung vom Nationalsozialismus – und erinnert an die Verantwortung, die daraus bis heute erwächst. Auch in Brandenburg und Berlin wird heute daran erinnert.

Ab 16 Uhr findet in der Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald gemeinsam mit dem Bündnis Wittstock bekennt Farbe die Aktion „Lesen gegen das Vergessen“ auf dem Wittstocker Marktplatz statt. Schüler:innen und Engagierte lesen aus Texten unter anderem von Bertolt Brecht, und erinnern an die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten: https://www.stiftung-bg.de/veranstaltungen/

Am -Institut am Pariser Platz in Berlin ist heute noch bis 17 Uhr der mobile Ausstellungstruck des Projekts „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeugen“ zu erleben. Mit VR-Brillen können Besucher:innen Zeitzeug:innen zuhören und ihre Lebensgeschichten kennenlernen. Ergänzend machen Stimmen polnischer KZ-Häftlinge die Gewalt- und Vernichtungspolitik der deutschen NS-Besatzung in Polen und Osteuropa erfahrbar.

Die mobile Ausstellung ist außerdem bis zum 4. Oktober 2026 im Jüdischen Museum Schwedt zu sehen und kann ausgeliehen werden – etwa für Museen, Gedenkstätten, Schulen oder Organisationen.

„In Echt?“ ist ein Projekt der Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht.

Erinnerung verbindet: Sie macht sichtbar, wohin Ausgrenzung und Gewalt führen können und macht deutlich, welche gesellschaftlichen Normen und Werte unsere demokratische Gesellschaft prägen und unverzichtbar für sie sind – auch das stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Hier und Heute.

Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und die Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte sind Kooperationspartnerinnen des Toleranten Brandenburg.

Adresse

Heinrich-Mann-Allee 107
Potsdam
14473

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