Tolerantes Brandenburg

Tolerantes Brandenburg Koordinierungsstelle "Tolerantes Brandenburg" der Landesregierung Sie unterstützt und vernetzt Menschen, die für Demokratie, Toleranz und Integration eintreten.

Die Koordinierungsstelle "Tolerantes Brandenburg/ Bündnis für Brandenburg" ist Ansprechpartnerin für alle Bürger/innen.

Auch im Juli und August war bei uns einiges los. Hier kommt unser Rückblick auf einige Begegnungen und Termine der verga...
01/09/2026

Auch im Juli und August war bei uns einiges los. Hier kommt unser Rückblick auf einige Begegnungen und Termine der vergangenen Wochen.

🕯️ In der Landesvertretung Brandenburg beim Bund wurde die Outdoor-Ausstellung „Kein schöner Land – Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg“ der eröffnet. Auf 23 Tafeln erinnert sie an Menschen, die seit 1990 in Brandenburg infolge rechter, rassistischer und sozialdarwinistischer Gewalt ihr Leben verloren haben. Die Ausstellung wird aus Mitteln des Handlungskonzepts Tolerantes Brandenburg gefördert und war bis Ende August in der Landesvertretung zu sehen.

📊 Die Fachstelle Antisemitismus Brandenburg hat ihren neuen Monitoringbericht vorgestellt. Für das Jahr 2025 dokumentiert sie 461 antisemitische Vorfälle in Brandenburg.

🚐 Anfang August startete die Brandenburger Campingplatz-Tour 2026. Beim Auftakt im Ferienpark Scharmützelsee in Wendisch Rietz war auch unser Demokratiemobil dabei. Gemeinsam mit Akteur:innen aus dem Tourismus ging es darum, Weltoffenheit und Vielfalt sichtbar zu machen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

💬 Beim Dialogforum „Unternehmen für Demokratie“ mit der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, kamen Führungskräfte aus Familienunternehmen, dem Mittelstand, DAX-Konzernen und Wirtschaftsverbänden direkt mit Initiativen und Vereinen aus der Zivilgesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt stand der gemeinsame Austausch rund um die Fragen: Wie können die Werte unseres Grundgesetzes, Vielfalt und Weltoffenheit noch stärker im betrieblichen Alltag verankert werden? Und welchen Beitrag können Unternehmen leisten, wenn demokratische Werte unter Druck geraten?

🌈 Zum Abschluss des Monats waren wir mit dem Demokratiemobil beim CSD in Königs Wusterhausen dabei. Dort bot es Raum für Begegnung und Austausch rund um Vielfalt, Akzeptanz und ein respektvolles Miteinander.
Danke an alle, die diese Begegnungen mitgestaltet haben. Wir freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Termine und darauf, auch weiterhin Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Brandenburg sichtbar zu machen.

31/08/2026
🌈 Liebe statt Hass!Am Samstag, 29. August 2026, haben rund 700 Menschen beim ersten Christopher Street Day in Stadt Köni...
31/08/2026

🌈 Liebe statt Hass!

Am Samstag, 29. August 2026, haben rund 700 Menschen beim ersten Christopher Street Day in Stadt Königs Wusterhausen für Vielfalt, gleiche Rechte und gegen Queerfeindlichkeit demonstriert.

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann würdigte ihren Mut:

„Dass ihr euch alle nicht einschüchtern lasst, dass ihr trotzdem kommt, […] das ist ein ganz großartiges Zeichen.“

Dieser Mut war besonders wichtig: Der CSD fand rund einen Monat nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag in Berlin statt. Zugleich war von Rechtsextremisten zu einer Gegendemonstration in Königs Wusterhausen aufgerufen worden. Daran beteiligten sich laut Polizei rund 40 Menschen. Beide Versammlungen blieben räumlich getrennt und dank des sensiblen Einsatzes der Polizei friedlich.

Auch wir waren mit einem Stand vor Ort. Bei vielen Gesprächen wurde deutlich: Vielfalt gehört auch überall in Brandenburg dazu. Sie bereichert unser Zusammenleben, erweitert Perspektiven und muss jeden Tag geschützt und verteidigt werden – im Großen wie im Kleinen.

Danke an alle, die Gesicht gezeigt und diesen ersten CSD in Königs Wusterhausen möglich gemacht haben! 🏳️‍🌈

Vor 63 Jahren, am 28. August 1963, hielt Martin Luther King seine berühmte Rede „I Have a Dream“. Mit seiner Vision von ...
28/08/2026

Vor 63 Jahren, am 28. August 1963, hielt Martin Luther King seine berühmte Rede „I Have a Dream“. Mit seiner Vision von Gleichberechtigung, Menschenwürde und einem friedlichen Zusammenleben machte er deutlich: Gesellschaftlicher Wandel beginnt dort, wo Menschen den Mut haben, Verantwortung zu übernehmen und sich gemeinsam für die Rechte anderer einzusetzen.

Diese Botschaft ist bis heute aktuell. Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt entstehen nicht von selbst. Sie leben davon, dass Menschen Haltung zeigen, sich zusammenschließen und sich für eine offene und vielfältige Gesellschaft engagieren.

Seit fast 30 Jahren unterstützt das Aktionsbündnis Brandenburg Menschen, die sich vor Ort für Demokratie und ein respektvolles Miteinander einsetzen. Als Teil unseres Beratungsnetzwerks berät und vernetzt es Bürger:innen, lokale Bündnisse, Vereine und Kommunen, stärkt zivilgesellschaftliches Engagement und hilft dabei, Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten.

Martin Luther Kings Traum erinnert uns daran: Eine gerechtere Gesellschaft entsteht nicht von allein. Sie wächst dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, füreinander einstehen und gemeinsam handeln.

💬 Welchen Beitrag können wir alle leisten, damit Brandenburg auch morgen ein Ort des Respekts, der Vielfalt und des gesellschaftlichen Zusammenhalts bleibt?

Schreibt es uns in die Kommentare.

Wie erkennen Eltern, wenn sich ihr Kind möglicherweise radikalisiert? Und was können sie tun?Extremistische Gruppen spre...
26/08/2026

Wie erkennen Eltern, wenn sich ihr Kind möglicherweise radikalisiert? Und was können sie tun?

Extremistische Gruppen sprechen junge Menschen gezielt dort an, wo sie sich täglich bewegen – auch in sozialen Netzwerken. Dabei sind extremistische Inhalte nicht immer auf den ersten Blick als solche erkennbar.

Beim kostenfreien digitalen Elternabend heute von 18:00 bis 19:00 Uhr geht es darum, wie Radikalisierungsprozesse entstehen, welche Strategien extremistische Gruppen nutzen und welche Rolle Algorithmen, Memes, Codes und Symbole dabei spielen können.

Vor allem aber geht es um die Frage: Wie können Eltern und Sorgeberechtigte mögliche Anzeichen erkennen und angemessen reagieren?

Mit dabei sind Dipl.-Psych. Jan-Gerrit Keil vom Landeskriminalamt Brandenburg und Christian Demmelmeier vom Verfassungsschutz Brandenburg. Alfred Roos von der Koordinierungsstelle Gesellschaftlicher Zusammenhalt / Tolerantes Brandenburg begleitet den Themenabend im Chat.

📅 Heute, 26. August 2026
🕕 18:00–19:00 Uhr
💻 Online & kostenfrei

👉 Weitere Informationen und Zugang zum digitalen Themenabend:
https://polizei.brandenburg.de/termin/radikalisierung-von-kindern-und-jugendli/5705075

📊 727 rechtsextreme Straftaten in drei MonatenDie Zahl rechtsextremer Straftaten in Brandenburg ist im zweiten Quartal 2...
25/08/2026

📊 727 rechtsextreme Straftaten in drei Monaten

Die Zahl rechtsextremer Straftaten in Brandenburg ist im zweiten Quartal 2026 deutlich gestiegen. Zwischen April und Juni registrierte die Polizei 727 Straftaten – rund ein Viertel mehr als in den ersten drei Monaten des Jahres.

Besonders häufig wurde das Verwenden verfassungsfeindlicher Kennzeichen registriert. In 76 Fällen ermittelte die Polizei wegen Volksverhetzung. Auch die Zahl der Gewaltdelikte stieg stark an, von 14 auf 24.

Hinter jeder einzelnen Zahl stehen konkrete Taten und Menschen, die davon betroffen sind: Im April wurde die Synagoge in Cottbus mit einem großen Hakenkreuz beschmiert. Im selben Monat warfen Unbekannte eine brennende Fackel in ein alternatives Wohnprojekt in der Stadt.

Auch Geflüchtete wurden gezielt angegriffen: 46 Straftaten richteten sich zwischen April und Juni gegen geflüchtete Menschen, fast alle wurden dem Phänomenbereich „Politisch motivierte Kriminalität -rechts-“ zugeordnet.

Diese Entwicklung zeigt: Rechtsextremismus bleibt eine konkrete Gefahr für Menschen und für unser demokratisches Zusammenleben in Brandenburg.

Wer rechtsextreme Gewalt, Bedrohungen oder Anfeindungen erlebt oder sich vor Ort gegen Rechtsextremismus engagiert, kann sich kostenlos und vertraulich Unterstützung holen. Unter dem gemeinsamen Dach des Toleranten Brandenburg bieten neben der Opferperspektive, der Fachstelle Antisemitismus und dem Aktionsbündnis Brandenburg auch die Mobilen Beratungsteams und die RAA Brandenburg Unterstützung für Betroffene und Engagierte sowie Beratung vor Ort.

Alle Anlaufstellen und Kontakte des Beratungsnetzwerks findet ihr auf unserer Website.

Gemeinsam für ein Brandenburg, in dem alle Menschen sicher leben und dazugehören können.

Warum wirkt Geschichte bis heute nach?Über Jahrhunderte wurden Millionen Menschen verschleppt, versklavt und ihrer Freih...
23/08/2026

Warum wirkt Geschichte bis heute nach?

Über Jahrhunderte wurden Millionen Menschen verschleppt, versklavt und ihrer Freiheit beraubt. Der transatlantische Sklavenhandel zählt zu den größten Menschheitsverbrechen der Geschichte. Seine Folgen wirken bis heute nach und prägen den Umgang mit Rassismus und Diskriminierung bis in die Gegenwart.

Der Internationale Tag der Erinnerung an den Sklavenhandel und dessen Abschaffung am 23. August lädt dazu ein, sich mit dieser Geschichte auseinanderzusetzen – und ihre Bedeutung für die Gegenwart zu verstehen.

Auch in Brandenburg gehört die Auseinandersetzung mit Rassismus zu einer lebendigen Erinnerungskultur und einer starken Demokratie. Mit den Internationalen Wochen gegen Rassismus, zahlreichen Bildungsangeboten und dem Engagement vieler Partner:innen setzt sich das Tolerante Brandenburg gemeinsam mit seinem Netzwerk für Menschenwürde, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Arbeitsgrundlage hierfür ist das Handlungskonzept der Landesregierung gegen Rassismus.
Dieses findet ihr hier:https://tolerantes.brandenburg.de/sixcms/media.php/171/handlungskonzept_gegen_rassismus.pdf

Geschichte zu kennen hilft, Vorurteile zu erkennen, Ausgrenzung entgegenzutreten und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Denn Erinnerung richtet den Blick nicht nur zurück – sie gibt Orientierung für unser Handeln heute.

Zwischen dem 22. und 26. August 1992 kam es in Rostock-Lichtenhagen zu einem der schwersten rassistischen Pogrome der de...
22/08/2026

Zwischen dem 22. und 26. August 1992 kam es in Rostock-Lichtenhagen zu einem der schwersten rassistischen Pogrome der deutschen Nachkriegsgeschichte. Über mehrere Tage griffen Hunderte Rechtsextreme- das sog. Sonnenblumenhaus, die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende und das Wohnheim vietnamesischer Vertragsarbeiter:innen, an. Am 24. August erreichten die Ausschreitungen ihren Höhepunkt: Das Wohnheim wurde mit Molotowcocktails angegriffen und in Brand gesetzt. Mehr als 120 Menschen konnten sich nur über das Dach in Sicherheit bringen.

Den Angriffen gingen öffentliche Warnzeichen voraus. Lokalzeitungen berichteten bereits Tage zuvor über eine angekündigte „heiße Nacht“ und veröffentlichten Aufrufe einer selbsternannten „Bürgerinitiative“, die Unterkunft „aufzuräumen“. Trotz Warnungen wurden diese Ankündigungen verbreitet und trugen dazu bei, Menschen zu mobilisieren.

Während der Ausschreitungen standen tausende Schaulustige vor den Gebäuden. Viele applaudierten oder feuerten die Angreifer an. Gleichzeitig erschwerten Angriffe auf Einsatzkräfte die Arbeit der Polizei. Am Abend des 24. August zog sich die Polizei zeitweise vollständig vom Sonnenblumenhaus zurück. Die Menschen im Wohnheim waren in dieser Zeit auf sich allein gestellt. Die Fernsehbilder der Ausschreitungen gingen um die Welt.

Rostock-Lichtenhagen zeigt, welche Folgen rassistische Stimmungsmache haben kann, wie wichtig es ist, Warnzeichen ernst zu nehmen und Betroffene rechter Gewalt nicht allein zu lassen. In Brandenburg arbeiten Staat und Zivilgesellschaft im Bereich der Prävention und Bekämpfung von Rechtsextremismus eng und vertrauensvoll zusammen.

Unser Beratungsnetzwerkpartner, die Brandenburg e.V. unterstützt Betroffene, Angehörige und Zeug:innen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt – vertraulich, kostenlos und anonym.

➡️ Du bist selbst betroffen oder hast einen rechten oder rassistischen Angriff beobachtet? Die Opferperspektive ist für dich da: www.opferperspektive.de. Im Bereich antisemitischer Angriffe steht dir die Antisemitismus mit Rat und Tat zur Seite.

Adresse

Henning-von-Tresckow-Straße 2–13
Potsdam
14469

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