Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur ist zuständig für die Hochschulen, die außeruniversitäre Forschungslandschaft und die Kulturpolitik

Das Einstein Forum hat einen neuen Direktor.Albert Einstein empfing in seinem Sommerhaus in Caputh kluge Köpfe aus aller...
07/09/2026

Das Einstein Forum hat einen neuen Direktor.

Albert Einstein empfing in seinem Sommerhaus in Caputh kluge Köpfe aus aller Welt zum gemeinsamen Denken und Diskutieren. In dieser Tradition lädt das Einstein Forum in Potsdam heute Wissenschaftlerinnen aller Disziplinen zur offenen Debatte.

Seit dem 1. Juli leitet Prof. Carlos Fraenkel dieses Haus. Der Philosoph hat außerdem Judaistik und Islamwissenschaften studiert und in Jerusalem, Paris, Princeton, Oxford und zuletzt in Montreal gelehrt. In seinem Buch „Teaching Plato in Palestine” beschreibt er, was passiert, wenn man philosophische Fragen dorthin trägt, wo Konflikte am schärfsten sind. Berufen wurde er einstimmig vom Kuratorium.
Unsere Ministerin Manja Schüle: „Beim Einstein Forum zählt allein das Argument, nicht die Herkunft des Arguments oder der akademische Titel des Sprechers. Wer eine gute Frage hat, stellt sie einfach und redet mit. Einen solchen Ort für respektvolle öffentliche Streitkultur brauchen wir in Zeiten von Kulturkämpfen dringend.”

Und ein großes Dankeschön an Prof. Susan Neiman, die das Einstein Forum 26 Jahre lang geleitet: Sie hat nicht nur das Forum in die Welt getragen, sondern auch die Welt nach Potsdam eingeladen.
Mehr: https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/service/pressemitteilungen/ansicht/~07-09-2026-einstein-forum

Er hat Deutschland aus 7.000 Kilometern Entfernung erforscht. Und ist zurückgekommen, um in Potsdam ein Institut mit auf...
03/09/2026

Er hat Deutschland aus 7.000 Kilometern Entfernung erforscht. Und ist zurückgekommen, um in Potsdam ein Institut mit aufzubauen.

Prof. Konrad H. Jarausch ist am 1. September im Alter von 85 Jahren gestorben. 1941 in Magdeburg geboren, ging er als junger Mann in die USA und wurde dort einer der renommiertesten Historiker deutscher Geschichte – zuletzt als Professor an der University of North Carolina in Chapel Hill.

Seine große Frage war eine, die sich nicht von selbst beantwortet: Wie findet eine Gesellschaft nach dem Zivilisationsbruch zurück – und wie lernt man eigentlich Demokratie? Sein Buch „Die Umkehr" erzählt diesen Weg über fünf Jahrzehnte, aus doppelter Perspektive: mit dem Blick von außen und mit der genauen Kenntnis von innen.

Nach 1990 kam er nach Potsdam. Ab 1998 leitete er das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / ZZF gemeinsam mit Christoph Kleßmann, bis 2006. In dieser Zeit entstand dort etwas, das heute selbstverständlich wirkt und es damals nicht war: die Idee, die Geschichte beider deutscher Staaten zusammen zu denken statt getrennt. Und er war früh dabei, als Geschichtswissenschaft ins Netz ging – an der Gründung von H-Soz-Kult war er maßgeblich beteiligt.

Das ZZF ist heute eines der wichtigsten Zentren für Zeitgeschichte in Deutschland, mitfinanziert vom Land Brandenburg. Wer dort arbeitet, arbeitet auf Grundlagen, die er mitgelegt hat.
Beim Sommerfest des Instituts war er in diesem Jahr noch dabei.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Kolleginnen und Kollegen am ZZF.

📣 Startschuss für den Mina-Witkojc-Preis 2026 / Start za lětoske Myto Miny Witkojc!Gesucht werden Menschen, Gruppen oder...
03/09/2026

📣 Startschuss für den Mina-Witkojc-Preis 2026 / Start za lětoske Myto Miny Witkojc!
Gesucht werden Menschen, Gruppen oder Institutionen, die sich besonders für die sorbische/wendische Sprache – insbesondere das Niedersorbische – engagieren. 💙❤️🤍
Der mit 2.500 Euro dotierte Landespreis wird alle zwei Jahre für herausragendes Engagement zum Erhalt, zur Vermittlung, Revitalisierung oder Weiterentwicklung der niedersorbischen Sprache vergeben.

📅 Vorschläge können bis zum 31. Oktober 2026 eingereicht werden.
Unser Landessorbenbeauftragter Tobias Dünow betont: "Mit dem Mina-Witkojc-Preis wollen wir deutlich machen: Sorbische/wendische Sprache und Kultur sind zentraler Teil der Lausitzer Identität und Heimat – ohne sie ist Brandenburg schlicht nicht vorstellbar."

👉 Wer leistet Herausragendes für die niedersorbische Sprache? Wir freuen uns auf viele großartige Vorschläge!
Mehr: https://mwfk.brandenburg.de/mwfk/de/kultur/sorbenwenden/
Domowina

01/09/2026

Es gibt in Brandenburg eine Universität, an der niemand studiert. Jedenfalls kein Mensch. 🌳🌳

Unsere Ministerin Manja Schüle war gemeinsam mit Bundesbauministerin Verena Hubertz in der neuen Branitzer Baumuniversität in Cottbus. Den Namen hat sich niemand von uns ausgedacht – der stammt von Fürst Pückler, der hier vor 180 Jahren Bäume für seinen Park heranzog.

Denn: Ein Schloss bewahrt man, indem man es möglichst wenig anfasst. Einen Park bewahrt man nur, indem man ihn ständig ersetzt. Über 30.000 Bäume stehen im Branitzer Park – in zweihundert Jahren wird kaum einer davon derselbe sein.

Und daraus folgt die Frage, die hier auf zwölf Hektar erforscht wird: Was heißt originalgetreu, wenn das Klima nicht mehr das ist, für das dieser Park entworfen wurde? Pflanzt man identisch nach und sieht zu, wie der Baum an der Dürre eingeht? Oder pflanzt man, was übersteht – und verändert das Bild, das man schützen will?

Historische Gärten sind eben nicht nur schön. Sie sind grüne Lungen, Biotope und in einem Sommer wie diesem die kühlsten Orte einer Region. Kulturgut und Klimaanlage in einem. Deshalb stellen wir bis 2027 bis zu 30 Millionen Euro für ihre Klimaanpassung bereit.

Die Absolventen dieser Universität haben übrigens noch zweihundert Jahre Zeit bis zum Examen. Wer die Prüfung abnimmt, wissen wir alle: das Klima. Sorgen wir dafür, dass die Bäume gut vorbereitet sind.
Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park & Schloss Branitz

Wer in Brandenburg eine Urkunde aus dem 15. Jahrhundert entziffern kann, verdankt das mit hoher Wahrscheinlichkeit ihm. ...
31/08/2026

Wer in Brandenburg eine Urkunde aus dem 15. Jahrhundert entziffern kann, verdankt das mit hoher Wahrscheinlichkeit ihm. Professor Dr. Friedrich Beck ist am 26. August im 100. Lebensjahr in Potsdam gestorben.

37 Jahre lang, von 1956 bis 1993, hat er das Brandenburgische Landeshauptarchiv geleitet. Und über Jahrzehnte hat er Archivarinnen und Historikern beigebracht, was heute kaum noch jemand kann: verblasste Tinte lesen. Alte Schriften, fremde Hände, Abkürzungen, die seit 400 Jahren niemand mehr benutzt. Ohne Menschen wie ihn wären die Bestände im Magazin bloß Papier.

Sein Handbuch zu den archivalischen Quellen steht bis heute in den Regalen von Studierenden, die längst nach ihm geboren wurden. Das Brandenburgische Landeshauptarchiv ist unsere nachgeordnete Behörde – als Ministerium wissen wir genau, auf wessen Arbeit dort aufgebaut wird.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

30/08/2026

Kulturministerin Manja Schüle hat das Abschlusskonzert des Festivals "Klassik ohne Grenzen – Klasyka bez granic" in Frankfurt (Oder) mit einem Grußwort eröffnet. Unter dem Motto „Superheroes“ schlug das Finale eine musikalische Brücke von Rossini und Rachmaninow bis musikalischen Hollywoodklassikern aus Superman und Captain America. 🎬🎶

Auf der Bühne: das BSOF Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt , das Philharmonische Orchester Gorzów filharmonia_gorzowska, die singakademie_ffo sowie Solist:innen.

Seit 2021 bringt „Klassik ohne Grenzen – Klasyka bez granic“ Menschen und Musiker:innen aus Deutschland und Polen zusammen – mitten in unserer Doppelstadt frankfurtoderslubice: Doppelt schön. In diesem Jahr gab es neun Konzerte mit Künstler:innen aus Deutschland, Polen, Frankreich und England.

Was dabei entsteht, ist mehr als ein Festival – es ist grenzüberschreitende europäische Zusammenarbeit, die man hören, erleben und spüren kann. Zwei Städte, zwei Länder, eine gemeinsame Bühne – das ist Kultur in Frankfurt (Oder)/Słubice. So fühlt sich Europa im Alltag an.

Wir sehen dieses Finale eher als Ouvertüre für nächstes Jahr und freuen uns schon wieder drauf. ❤

🏆 Brandenburgs Arbeitspaket-Stipendiaten 2026 🏆Ob Literatur, Musik, Darstellende oder Bildende Kunst: Die zehn neuen Sti...
27/08/2026

🏆 Brandenburgs Arbeitspaket-Stipendiaten 2026 🏆

Ob Literatur, Musik, Darstellende oder Bildende Kunst: Die zehn neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten der Arbeitspaket-Stipendien 2026 überzeugten die Jurys mit eigenständigen künstlerischen Positionen und vielfältigen Vorhaben. Mit einer Förderung von jeweils 10.000 Euro erhalten sie die Möglichkeit, ihre Projekte weiterzuentwickeln und ihre künstlerische Praxis fortzuführen.

Wir stellen die ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler jetzt vor.

26/08/2026

Von Washington über San Francisco bis Los Angeles: In den vergangenen Tagen ging es um Wissenschaft, Innovation und um die klugen Köpfe dahinter. 🤓Und Brandenburg war öfter Thema, als man denkt - manchmal, bevor wir den Raum betreten hatten.

Im Lawrence Livermore National Lab ging es um Fusionsforschung und Supercomputing. Große Simulationen, riesige Datenmengen, maschinelles Lernen - genau die Kombination, mit der auf dem Potsdamer Telegrafenberg das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung und P*K Potsdam Institute for Climate Impact Research die Veränderungen unseres Planeten berechnen. Bei Google Quantum AI trafen wir Hartmut Neven, den Gründer des Quantum AI Lab. Brandenburgs Forschungseinrichtungen haben schon 2024 eine eigene Quantentechnologie-Roadmap vorgelegt: DESY in Zeuthen, das IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder), die Technische Hochschule Wildau. Bei NVIDIA kam uns manches bekannt vor - KI-Infrastruktur, wie sie am Hasso-Plattner-Institut und im Medienstandort Babelsberg längst genutzt wird. Und am NASA Jet Propulsion Laboratory haben wir gesehen, wie das GFZ seit den 1990er Jahren mit dem JPL an der Vermessung der Erde arbeitet.

Der eigentliche Termin war aber die GAIN Network 2026: rund 60 deutsche Einrichtungen waren dabei, aus Brandenburg die Universität Potsdam und die Medizinische Universität Lausitz - Carl Thiem. Was junge Forschende dort am meisten interessiert hat, war keine Institutsliste, sondern eine Zahl: Mit unserem neuen Berufungsrecht dauert eine Berufung im besten Fall wenige Monate statt bis zu zwei Jahre. Dazu kommt ein Zeitfenster, das es so nur einmal gibt - fast alle Brandenburger Hochschulen wurden nach 1990 gegründet, und die Gründungsgeneration geht jetzt in den Ruhestand.

Unser Fazit: Silicon Valley hat Dichte. Brandenburg hat beides - ein Forschungsnetz, das zu den engsten Europas gehört, und Platz, um Neues unter realen Bedingungen zu erproben. Wer bei uns forscht, muss sich nicht zwischen Metropole und Badesee entscheiden ;)
©Axel König / Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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