06/05/2026
Seit vier Monaten arbeiten Khurshidbek Tursunov und Shobozjon Rabbonov aus Usbekistan bei der HTB Haustechnik Brandenburg GmbH in Brandenburg an der Havel. Vermittelt wurden sie über das bundesweite Pilotprojekt „Future International Talents (FIT) for German Climate Businesses“, an dem die Handwerkskammer Potsdam als Pilotpartnerin beteiligt ist. 🤝
Beim Pressegespräch in dieser Woche am Bildungs- und Innovationscampus Götz - BIH in Groß Kreutz (Havel) kamen Das Handwerk , Projektpartner und Praxis zusammen: Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer Potsdam, Dierk Lause, Unternehmensgründer und geschäftsführender Gesellschafter der HTB Haustechnik GmbH, Patrick Schweitzer, Geschäftsführer der HTB Haustechnik GmbH, Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer Zentralverband des Deutschen Handwerks und der Unternehmerverbände des Deutschen Handwerks sowie Vanessa Ahuja, Vorständin Leistungen und Internationales der Bundesagentur für Arbeit.
Deutlich wurde: Internationale Fachkräfte sind ein wichtiger Baustein für die Fachkräftesicherung im Handwerk. Gerade in klimarelevanten Berufen wie Elektro, SHK und Metall ist der Bedarf groß. Die Praxis zeigt aber auch: Nach der Einreise beginnt die eigentliche Aufgabe. Sprache, Anerkennung, berufsspezifische Qualifizierung, Mobilität, Wohnungssuche und Behördengänge müssen organisiert werden.
Dierk Lause weiß: „Für uns als Betrieb ist das Projekt eine echte Chance, weil wir Fachkräfte brauchen und gleichzeitig in der Praxis lernen, was für gelingende Integration tatsächlich erforderlich ist. Wir sehen aber auch sehr deutlich, wie hoch der Aufwand im Alltag ist. Es geht nicht nur um Arbeit, sondern um Sprache, Einarbeitung, Mobilität, Behördenwege und das gesamte Ankommen. Gerade in einem Handwerksbetrieb zeigt sich sehr schnell, dass Integration Zeit, Struktur und Verlässlichkeit braucht. Genau diese Erfahrungen müssen ernst genommen werden, wenn Fachkräfteeinwanderung in der Breite funktionieren soll."
Robert Wüst sagt: „Qualifizierte Fachkräfte sind für die Zukunft des Handwerks entscheidend. Deshalb brauchen wir auch eine gezielte und praxistaugliche Fachkräfteeinwanderung. Entscheidend ist, dass unsere Betriebe bei dieser Aufgabe nicht allein gelassen werden. Sie brauchen Unterstützung bei Aufenthaltsverfahren, Sprache, Integration im Betrieb und im Alltag. Nur wenn wir Bürokratie abbauen und die Unternehmen konkret begleiten, kann internationale Fachkräfteeinwanderung auch im brandenburgischen Handwerk wirklich gelingen."
Das Pilotprojekt macht sichtbar, wo Fachkräfteeinwanderung bereits funktioniert und wo Verfahren, Sprache, Anerkennung und betriebliche Begleitung noch praxistauglicher werden müssen. Das beginnt bei der Eröffnung eines Kontos und reicht bis zur Anerkennung eines Führerscheins.
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