19/08/2026
Im vergangenen Jahr sind 317 Waldbrände in Brandenburg registriert worden, die eine Fläche von 252,26 Hektar betrafen. Das weist der heute veröffentlichte Waldbrandbericht 2025 aus. Mehrheitlich handelte es sich um kleinflächige Einsätze. Aber auch vier Großbrände mit mehr als zehn Hektar wurden gezählt, drei davon auf Kampfmittelverdachtsflächen. Der größte Brand mit 141 Hektar ereignete sich auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog. Schwerpunktlandkreise bildeten Elbe-Elster, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Potsdam-Mittelmark.
Insgesamt konnten im vergangenen Jahr 12,8 Millionen Euro in den Bereich des abwehrenden Waldbrandschutz investiert werden. Beschafft wurden unter anderem 42 Fahrzeuge für die Aufgabenträger, ebenso 16 einachsige Anhänger mit Werkzeugen für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. Unbemannte Einsatzfahrzeuge wie der ferngesteuerte Räumroboter MV-4 und der Lösch- und Räumroboter MVF-5 sowie weitere Spezialfahrzeuge werden zentral bei der Landesschule und Technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz vorgehalten. Die Sondertechnik kam zum ersten Mal im Sommer 2025 zum Einsatz und unterstützte die Brandbekämpfung in Potsdam-Mittelmark und in der Gohrischheide im Grenzgebiet zu Sachsen.
Innenminister Dr. Jan Redmann hob besonders das Waldbrandkompetenzzentrum Brandenburg (WBZZ) als Erfolgsgeschichte vor: „Das WBZZ hat sich zu einem Wissens-Hub entwickelt, der Standards setzt. Hier entstehen die Expertise und die Konzepte für die beste Waldbrandbekämpfung. Das WBZZ steht auch für Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Diesen Weg werden wir weitergehen.“ Ausdrücklich dankte Redmann den freiwilligen Feuerwehren für ihr großes Engagement und ihre herausragende Arbeit.