17/01/2021
Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg in Recklinghausen
Die VVN-BdA Kreisvereinigung Recklinghausen führte am Sonntag, dem 17. Januar, mit Masken und unter Einhaltung des Abstandsgebotes eine Erinnerungs- und Gedenkveranstaltung am Mahnmahl für die ermordeten Kämpfer der Roten Ruhrarmee in Recklinghausen-Süd durch. Zum einen sollte mit dieser Veranstaltung sowohl an die Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg durch Angehörige der Garde-Kavallerie-Schützen-Division am 15.01.1919 in Berlin als auch an den Kapp-Lüttwitz-Putsch vom 13. März 1920 erinnert werden.
„Dies waren Ereignisse, die sich gegen die nach der Novemberrevolution 1918 errichtete bürgerliche Demokratie der Weimarer Republik richtete und in einer geraden Linie zum Faschismus des 3. Reiches führte“, erklärte Werner Sarbok für den Stadtverband der VVN-BdA in Recklinghausen.
Detlev Beyer-Peters, Vorsitzender der Kreisvereinigung der VVN-BdA, unterstrich dies mit dem Hinweis, dass man viele von denen, die der Reichswehr am 01.04.1920 den Weg in und durch Recklinghausen frei gemacht hatten, in der Zeit des Faschismus wieder als Funktionäre und Aktivisten der NSDAP in Recklinghausen begegnete. „Bei ihrem gegen das Bielefelder Abkommen verstoßenden Durchmarsch durch Recklinghausen hatten Freikorps-Verbände der Reichswehr brutal zugeschlagen und zahlreiche Rotarmisten erschossen. Bedauerlicherweise mussten im letzten Jahr wegen der Corona-Pandemie einige Veranstaltungen anlässlich des 100. Jahrestag der blutigen Ostertage 1920 in Recklinghausen ausfallen. Das wollen wir jetzt Stück für Stück nachholen.“