13/04/2026
++DGB-Regionsfrauenausschuss arbeitet unter Doppelspitze weiter ++
In der DGB-Region Emscher-Lippe hat es einen Wechsel im Vorsitz gegeben. Maresa Kallmeier legte ihr Amt aus beruflichen Gründen nach fünf Jahren nieder und blickt zuversichtlich in die Zukunft: "Ich freue mich, dass der Aufbau des Regionsfrauenausschuss in den letzten Jahren ein starkes Team hervorgebracht hat", so die ehemalige Vorsitzende. Den neuen Vorsitz haben Martina Pestke und Chantal Tetzlacht (beide Ver.di) inne, ihre Stellvertreterin ist weiterhin Sandra Blume (IGBCE)
Die beiden „Neuen“, die als Vorsitzenden und stellvertretende Vorsitzende im Personalrat der Kreisverwaltung Recklinghausen arbeiten, freuen sich auf die neue Herausforderung und wollen die Kampagne „Gleichstellung? Jetzt umsetzen!“ in der Emscher-Lippe Region vorantreiben: „Der Datenreport des DGB NRW zeigt, dass wir von Gleichstellung in der Arbeitswelt noch weit entfernt sind. Frauen sind im Schnitt besser qualifiziert als Männer, ziehen aber im Berufsleben trotzdem häufig den Kürzeren: Sie verdienen weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit oder in Minijobs und haben dadurch ein höheres Armutsrisiko. Frauen arbeiten häufig in Berufen des Gesundheits-, Sozial- und Erziehungsdienstes, die finanziell und gesellschaftlich deutlich aufgewertet werden müssen “ so Martina Pestke
Chantal Tetzlacht erwartet von der Bundes- und Landesregierung sowie den Unternehmen, sich deutlich mehr für eine verlässliche Kinderbetreuungs- und Pflegeinfrastruktur, Arbeitszeitmodelle, die zur jeweiligen Lebensphase passen und die Abschaffung von Minijobs einzusetzen. „Dies sind wichtige Stellschrauben, die dafür sorgen würden, dass Frauen ihre Fähigkeiten voll einbringen können – und dafür auch fair bezahlt werden. Gleichstellungspolitik muss in der Arbeitsmarkt- und Gesellschaftspolitik immer mitgedacht und umgesetzt werden!“
Weibliche Gewerkschaftsmitglieder, die einer der acht DGB-Gewerkschaften angehören, sind herzlich willkommen und können sich gerne bei einer der nächsten Sitzungen ein Bild von der Arbeit des RFA machen und sich aktiv bei der Frauenarbeit in der Emscher-Lippe Region beteiligen.