01/09/2026
Deutsche 7,5-cm-Pak 41 Panzerabwehrkanone der 56. Infanteriedivision, 1942. Das Funktionsprinzip dieser Kanone entsprach dem Konzept von Gerlich. Dank der Rohrlänge und des konischen Laufs (74,5 Kaliber) – ein Rekord für deutsche Serienpanzerabwehrkanonen – erreichte das Geschoss eine Mündungsgeschwindigkeit von 1260 m/s (für das Geschoss Pzgr 41 (HK)), was für die damalige Zeit bemerkenswert war. Aufgrund der speziellen Rohrkonstruktion verschoss die 7,5-cm-Pak 41 ausschließlich panzerbrechende Unterkalibergeschosse. Diese besaßen zudem nicht zwingend einen Wolframkern. Das seltene Metall wurde für das Unterkalibergeschoss Pzgr 41 (HK) verwendet. Es gab auch ein deutlich häufiger vorkommendes Unterkalibergeschoss mit Stahlkern, das Pzgr 41 (StK), sowie ein weiteres Unterkalibergeschoss mit Stahlkern, das Wotan Pzgr 41 (W). Die Durchschlagskraft der Stahlkernvarianten war jedoch deutlich geringer. Dies galt insbesondere für die Pzgr 41 (W), die gegenüber dem panzerbrechenden Geschoss der 75-mm-Pak 40 nur auf kurze Distanz einen Vorteil hatte. Tatsächlich ist dies ein typisches Problem von Geschützen mit konischem Kern. Auf einen Kilometer Entfernung begannen sie gegenüber konventionellen Geschützen zu unterliegen, und auf 1,5 Kilometer war der Unterschied so deutlich, dass verständlich wird, warum die Bestellung der 7,5-cm-Pak 41 ganze 150 Stück umfasste. Sie wurden von März bis Mai 1942 gefertigt und waren bereits im Sommer im Einsatz. Ihren Höhepunkt im Kampfeinsatz erreichten sie 1942/43, als sie an der sowjetisch-deutschen Front erhebliche Verluste sowjetischen Panzereinheiten zufügten. Einige der sowjetischen Panzerfahrzeuge, die während der ersten Rschew-Sytschewka-Offensive ausgeschaltet und zerstört wurden, waren das Werk eben dieser Geschütze. Sie zerstörten mühelos alle Arten von Panzern der Roten Armee, die daran teilnahmen, und das auf größere Entfernung als die Pak 40.