SPDqueer Oberpfalz

SPDqueer Oberpfalz Dies ist die offizielle Facebookseite der Arbeitsgemeinschaft Akzeptanz und Gleichstellung - SPDq***r

04/06/2026

Vor 25 Jahren sagte Klaus Wowereit auf dem Berliner SPD-Landesparteitag einen Satz, der Geschichte schrieb: *„Ich bin schwul – und das ist auch gut so.“*

Heute mag dieser Satz für viele selbstverständlich klingen. Damals war er ein mutiges und bewusstes politisches Statement. Denn noch vor wenigen Jahrzehnten mussten viele lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und in q***re Menschen – auch in der Politik – befürchten, dass ein öffentlich bekanntes Coming-out das Ende ihrer Karriere bedeuten könnte.

Dabei waren es nicht selten die Medien, die sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität skandalisierten, zur Schlagzeile machten oder gezielt gegen Politiker*innen einsetzten. Die Vorstellung, dass die private Lebensweise eines Menschen seine politische Eignung infrage stellen könnte, war lange gesellschaftliche Realität. Klaus Wowereits Satz war deshalb weit mehr als eine persönliche Aussage. Er war eine selbstbewusste Absage an Ausgrenzung, Erpressbarkeit und Scham.

Für viele q***re Politiker*innen wurde dieser Moment zu einem wichtigen Signal: Du musst dich nicht verstecken, um politische Verantwortung übernehmen zu können. Du kannst authentisch sein und trotzdem – oder gerade deshalb – erfolgreich Politik gestalten.

25 Jahre später hat sich vieles verändert. Q***re Menschen sind sichtbarer geworden, übernehmen politische Spitzenämter und prägen unsere Demokratie auf allen Ebenen. Das ist auch das Ergebnis des Mutes derjenigen, die vor ihnen den ersten Schritt gegangen sind.

Gleichzeitig dürfen wir nicht übersehen, dass Offenheit für viele q***re Menschen in der Politik noch immer mit besonderen Risiken verbunden ist. Hasskampagnen, Anfeindungen in sozialen Medien, Bedrohungen und gezielte Angriffe auf die persönliche Identität gehören leider weiterhin zur Realität vieler q***rer Mandats- und Funktionsträger*innen. Insbesondere trans, inter und nichtbinäre Politiker*innen erleben heute eine Form der öffentlichen Beobachtung und Hetze, die an dunkle Kapitel gesellschaftlicher Ausgrenzung erinnert.

Als SPDq***r wollen wir den heutigen Jahrestag daher nicht nur zum erinnern nutzen, sondern auch mit einem politischen Auftrag verbinden: Demokratie braucht Vielfalt. Niemand sollte sich zwischen politischem Engagement und einem offenen Leben entscheiden müssen. Q***re Menschen gehören selbstverständlich in Parlamente, Regierungen, Verwaltungen und Parteien – sichtbar, selbstbewusst und ohne Angst.

Der Satz von Klaus Wowereit war vor 25 Jahren ein Meilenstein. Seine Botschaft bleibt aktuell: Niemand muss sich für die eigene Identität entschuldigen. Und das ist auch heute noch gut so.

03/05/2026

Der Tag der Regenbogenfamilien macht sichtbar, was längst Realität ist: Familie ist vielfältig. Lesbische, schwule, bisexuelle, trans*-, inter* und q***re Menschen übernehmen Verantwortung füreinander und für Kinder – liebevoll, verlässlich und mitten in unserer Gesellschaft.

Und doch erfahren Regenbogenfamilien noch immer rechtliche Benachteiligung und gesellschaftliche Hürden. Ob im Abstammungsrecht, im Adoptionsverfahren oder im Alltag von Kitas, Schulen und Behörden – Gleichstellung ist noch nicht erreicht.

Für uns ist klar: Familie verdient Schutz – unabhängig davon, wie sie zusammengesetzt ist.

Deshalb setzen wir uns konkret ein für:

- eine umfassende Reform des Abstammungsrechts, die Regenbogenfamilien von Anfang an rechtlich absichert,
- die vollständige Gleichstellung im Adoptionsrecht ohne Diskriminierung,
- die automatische Anerkennung von Co-Elternschaft bei lesbischen Paaren,
- diskriminierungsfreie Strukturen in Kitas, Schulen und Behörden, die die Vielfalt von Familien widerspiegeln,
- gezielte Unterstützung und Beratung für Regenbogenfamilien im Alltag.

Kinder brauchen Liebe, Sicherheit und Verlässlichkeit – nicht ein bestimmtes Familienmodell. Regenbogenfamilien leisten genau das jeden Tag.

Der Tag der Regenbogenfamilien ist deshalb mehr als ein Symbol: Er ist ein Auftrag. Für gleiche Rechte, echte Anerkennung und eine Familienpolitik, die der Vielfalt unserer Gesellschaft gerecht wird.

22/04/2026

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes in der Rechtssache C-769/22 gegen Ungarn ist ein starkes und längst überfälliges Signal für die Verteidigung der europäischen Grundwerte.

Als SPDq***r Bundesvorstand begrüßen wir ausdrücklich, dass der Gerichtshof klarstellt: Die systematische Diskriminierung und Stigmatisierung von LSBTIQ* widerspricht fundamental den Werten der Europäischen Union. Besonders bedeutsam ist, dass erstmals ein eigenständiger Verstoß gegen Artikel 2 des EU-Vertrags festgestellt wurde – also gegen die Grundprinzipien von Menschenwürde, Gleichheit und Menschenrechten.

Das Urteil macht unmissverständlich deutlich: Der Schutz von Kindern darf niemals als Vorwand missbraucht werden, um q***res Leben unsichtbar zu machen oder gezielt zu diffamieren. Wer Vielfalt aus dem öffentlichen Raum verdrängen will, greift die offene, pluralistische Gesellschaft im Kern an.

Wir erwarten, dass die Entscheidung konsequent umgesetzt wird – in Ungarn und in allen Mitgliedstaaten. Europa ist ein Raum der Freiheit und der Rechte für alle. Dafür werden wir weiter entschlossen eintreten.

31/03/2026

Heute ist Trans Day of Visibility, der internationale Tag der Sichtbarkeit von trans* Personen. Ein Tag, an dem trans* Leben, trans* Kämpfe und trans* Freude sichtbar gemacht werden sollen.

Doch diese Sichtbarkeit findet in einem gesellschaftlichen Klima statt, in dem trans* Personen und ihre Rechte weltweit - und auch hier in Deutschland - massiv unter Druck stehen. Rechte und konservative Akteur*innen versuchen, trans* Identitäten zu delegitimieren und hart erkämpfte Fortschritte zurückzudrehen. So gibt es von Seiten der AfD, Teilen der CDU sowie von transfeindlichen Gruppierungen - darunter auch sogenannte TERFs (trans-exkludierende Radikalfeminist*innen) - Bestrebungen, das 2024 in Kraft getretene Selbstbestimmungsgesetz wieder abzuschaffen oder auszuhöhlen.

Trans* Personen werden dabei immer wieder als vermeintliche „Gefahr“ inszeniert. Doch die Realität ist eine andere: Trans* Personen sind keine Gefahr - sie sind diejenigen, die gefährdet sind. Sie sind überproportional von Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt betroffen. Hasskriminalität und Hassrede nehmen zu, Falschbehauptungen und Vorurteile verbreiten sich; die gesellschaftliche Stimmung verschärft sich spürbar.

Gerade deshalb ist Sichtbarkeit so wichtig. Sichtbarkeit schafft Bewusstsein, bricht mit Unsichtbarmachung und setzt ein Zeichen für Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Sie widerspricht Hass und Hetze.

Und gleichzeitig bedeutet Sichtbarkeit im aktuellen gesellschaftlichen Klima auch Verwundbarkeit. Wer sichtbar ist, macht sich angreifbar. Für viele trans* Personen ist Sichtbarsein deshalb kein einfacher Akt des Feierns, sondern ein mutiger Schritt.

Wir kämpfen heute und an jedem Tag dafür, dass keine trans* Person Angst davor haben muss, sie selbst zu sein. Dass Sichtbarkeit nicht Mutprobe, sondern Selbstverständlichkeit ist.

Wir kämpfen für Selbstbestimmung, für Gleichberechtigung und für ein Leben in Würde und Sicherheit. Denn für uns ist klar: Trans* Rechte sind Menschenrechte. Und Menschenrechte sind nicht verhandelbar.

24/02/2026

Zum 4. Jahrestag des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine gedenken wir der unzähligen Menschen, die seit dem 24. Februar 2022 ihr Leben verloren haben, verletzt wurden oder fliehen mussten. Der von Wladimir Putin begonnene Krieg bringt seit vier Jahren unermessliches Leid und Zerstörung über ein souveränes Land und er ist ein Frontalangriff auf Frieden, Demokratie und Menschenrechte in Europa.

Als Bundesvorstand der SPDq***r stehen wir fest an der Seite der Menschen in der Ukraine – insbesondere auch an der Seite von LSBTIQ*-Personen, die unter diesem Krieg in besonderer Weise leiden. Q***re Menschen erleben Krieg niemals geschlechts- oder identitätsneutral: Viele sind mehrfach gefährdet – durch Diskriminierung, durch den Verlust sicherer Rückzugsräume, durch Hass und Gewalt. Der Krieg verschärft bestehende Ungleichheiten und macht unsere Unterstützung umso notwendiger.

Gerade als SPDq***r wissen wir: Wer für Selbstbestimmung, für Schutz vor Diskriminierung und für gleiche Rechte eintritt, muss sich auch entschieden gegen imperialistische Aggression und autoritäre Ideologien stellen. Das Regime in Moskau steht nicht nur für militärische Gewalt nach außen, sondern auch für die systematische Unterdrückung q***rer Menschen im Inneren.

Vier Jahre nach Beginn dieses brutalen Angriffskrieges gilt unsere Solidarität der Ukraine und ihren Bürger*innen. Wir setzen uns weiterhin für humanitäre Hilfe, für den Schutz von Geflüchteten, für wirksame Sanktionen gegen das russische Regime und für eine starke europäische Unterstützung der Ukraine ein. Frieden und territoriale Integrität für die Ukraine - Slawa Ukrajini.

Wir freuen uns, das nach seiner Teilnahme am Politischen Aschermittwoch in Vilshofen Lars Klingbeil direkt weiter zu uns...
10/02/2026

Wir freuen uns, das nach seiner Teilnahme am Politischen Aschermittwoch in Vilshofen Lars Klingbeil direkt weiter zu uns in den Spitalgarten nach Regensburg kommt.

Mit dabei sind außerdem:
· unser Oberbürgermeisterkandidat Dr. Thomas Burger
· unsere Landratskandidatin Silvia Gross

Ort: Spitalgarten, St.-Katharinen-Platz 1, 93059 Regensburg

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Wichtige Hinweise:

Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung über folgenden Link auf unserer Website möglich:
https://spd-stadtverband-regensburg.de/termine/?id=1173748

Die Platzkapazitäten sind begrenzt und werden nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Name, Mail-Adresse, Geburtsdatum und Geburtsort sind Pflichtangaben.

Sicherheitsbestimmungen:
Es dürfen ausschließlich Taschen bis maximal zur Größe eines DIN-A4-Blattes mit in den Veranstaltungsraum genommen werden. Wir bitten um Beachtung.

03/02/2026

Kommunal. Q***r. Sichtbar. 📣🌈

Du kandidierst bei der Bayerischen Kommunalwahl am 8. März 2026 und identifizierst dich als q***r? Dann mach mit bei unserer Aktion „Kommunal. Q***r.“ Wir machen q***re Kandidat*innen sichtbar – überparteilich und landesweit 🔥

🗳️ Für Gemeinderat, Stadtrat, Kreistag oder Bürgermeister*innenamt

Aus den Angaben erstellen wir eine Übersicht q***rer Kandidat*innen und veröffentlichen Kurzportraits auf unseren Social-Media-Kanälen.

🔗 Jetzt eintragen: https://form.jotform.com/260115939804055 ✅️

Hinweis: Die Aktion versteht sich ausdrücklich nicht als Wahlempfehlung. Vorgestellt werden ausschließlich Kandidat*innen, die sich selbst als q***r identifizieren und sich für die Freiheits- und Selbstbestimmungsrechte q***rer Menschen einsetzen. Personen, die demokratie- oder menschenfeindliche Positionen vertreten, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Die SPDq***r trauert um Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D.Rita Süssmuth war eine politische Stimme der Humanität,...
01/02/2026

Die SPDq***r trauert um Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D.

Rita Süssmuth war eine politische Stimme der Humanität, die ihrer Zeit oft voraus war. In einer Phase, in der Angst und Ausgrenzung dominierten, stellte sie sich entschlossen an die Seite von Aidskranken und kämpfte für Aufklärung, Solidarität und Würde statt Stigmatisierung. Ebenso konsequent setzte sie sich für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung ein – auch dort, wo der Einsatz für das Recht auf Abtreibung Mut und Haltung erforderte. Rita Süssmuth hat gezeigt, dass eine menschenrechtsorientierte Politik über Parteigrenzen hinauswirkt und q***re wie feministische Kämpfe nachhaltig stärken kann.

Als SPDq***r verneigen wir uns in stillem Gedenken vor ihrem Wirken für die Menschen und unser Land.

Der 27. Januar ist ein Tag des Innenhaltens und Erinnern. Am Holocaust-Gedenktag erinnern wir an die Millionen Menschen,...
27/01/2026

Der 27. Januar ist ein Tag des Innenhaltens und Erinnern. Am Holocaust-Gedenktag erinnern wir an die Millionen Menschen, die von den Nationalsozialisten entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. Wir erinnern an Jüdinnen und Juden, an Romnja und Sintizze, an Menschen mit Behinderungen, an politisch Verfolgte – und auch an homosexuelle Menschen, deren Leid lange verschwiegen und erst spät anerkannt wurde.

Als SPDq***r ist uns dieses Gedenken Verpflichtung. Denn Erinnerung darf nicht folgenlos bleiben. Heute erleben wir erneut einen besorgniserregenden Anstieg von Antisemitismus, Q***rfeindlichkeit und Fremdenfeindlichkeit – auf der Straße, im Netz und in Parlamenten. Hass, Ausgrenzung und Gewalt richten sich wieder gegen Menschen, die nicht in ein rechtes Weltbild passen.

Wir sagen klar: Nie wieder ist jetzt. Wir stellen uns jeder Form von Menschenfeindlichkeit entgegen – solidarisch, sichtbar und entschlossen. Das Gedenken an die Opfer des Holocaust mahnt uns, unsere Demokratie zu verteidigen und für eine Gesellschaft einzutreten, in der alle Menschen frei, sicher und in Würde leben können.

***r

Ein trauriger Tag und ein großer Verlust für die q***re Community in Deutschland. Mit Rosa von Praunheim verlieren wir h...
17/12/2025

Ein trauriger Tag und ein großer Verlust für die q***re Community in Deutschland. Mit Rosa von Praunheim verlieren wir heute einen der wichtigsten Aktivisten und Wegbereiter der Schwulenbewegung.

„Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ - mit diesem Film brachte der Filmemacher und LGBTIQ* Aktivist Rosa von Praunheim 1971 das Thema Homosexualität offensiv ins deutsche Fernsehen und wurde damit zu einem der wichtigsten Wegbereiter für die Schwulenbewegung. Heute erreichte uns die traurige Nachricht, dass Rosa von Praunheim, nur wenige Tage nach der Hochzeit mit seinem langjährigen Partner, im Alter von 83 Jahren verstorben ist.

Carola Ebhardt, Co-Bundesvorsitzende der SPDq***r zeigt sich betroffen von der Nachricht: „Die q***re Community in Deutschland verliert mit dem Tod von Rosa von Praunheim einen ihrer bekanntesten Aktivisten. Rosa von Praunheims jahrzehntelanges Schaffen, seine Filme und sein Einsatz für die Rechte von q***ren Menschen und gegen Diskriminierung haben für viele von uns überhaupt den Weg bereitet.“

„Rosa von Praunheim hat sich und die Gesellschaft als Aktivist für q***re Rechte und q***re Sichtbarkeit niemals geschont. Sein Engagement war immer politisch, immer provokant und oft streitbar.“, ergänzt Oliver Strotzer, Co Bundesvorsitzender der SPDq***r. „Mit seinem Tod endet eine Ära, die geprägt war vom Kampf um Akzeptanz, Gleichstellung und gegen staatliche Repression und Verfolgung q***rer Menschen. Wir verneigen uns in stiller Trauer vor seinem Lebenswerk und sind dankbar für seinen unermüdlichen Kampf für unsere Community.“

Adresse

Richard-Wagner-Straße 5
Regensburg
93047

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