Genbank Bayern Arche

Genbank Bayern Arche Ex situ Einrichtung zum Erhalt seltener und gefährdeter Pflanzenarten.

Global Seed Conservation ChallengeVon den 400.000 weltweit bekannten Pflanzenarten sind inzwischen 20% ( = 80.000) vom A...
05/01/2017

Global Seed Conservation Challenge

Von den 400.000 weltweit bekannten Pflanzenarten sind inzwischen 20% ( = 80.000) vom Aussterben bedroht. Auch aus diesem Grund wurde, nach dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt von Rio 1993, im Jahr 2010 das Nagoya-Protokoll verabschiedet, welches mit der Globalen Strategie zum Schutz von Pflanzen (GSPC) Ziele für den weltweiten Schutz von Pflanzenarten vorgibt. Im Ziel 8 der GSPC ist festgelegt, dass mindestens 75% der gefährdeten Pflanzenarten in ex situ Einrichtungen ( = außerhalb ihres Lebensraums) konserviert werden sollen. Zwar sind die Vertragsstaaten, darunter auch Deutschland, völkerrechtlich zur Umsetzung dieses Ziel verpflichtet, einen Zwang zur Umsetzung gibt es aber nicht. Dementsprechend haben viele Unterzeichner bis heute keine nationale Biodiversitätsstrategie ausgearbeitet, und selbst in Ländern wie Deutschland, die eine solche vorweisen, wird diese nur unzureichend umgesetzt.

Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage unter den Mitgliedern des BGCI (Botanic Gardens Conservation International) hat ergeben, dass es mittlerweile 421 Genbanken in 97 Ländern gibt. Diese Genbanken sichern mit 40.000 Arten bereits 10% der pflanzlichen Artenvielfalt. Von diesen 40.000 Arten sind wiederum 10.000 selten oder gefährdet. In Europa sind ca. 30% der gefährdeten Pflanzen in Genbanken gesichert- das 75%-Ziel ist noch in weiter Ferne. Als Haupthindernisse für eine erfolgreiche Genbankarbeit wurden vor allem der Mangel an Personal und Ausstattung genannt.

Das Projekt Genbank Bayern Arche ist deutschlandweit die erste Genbank, die sich ausschließlich mit seltenen und gefährdeten Pflanzen befasst. Im Rahmen der Laufzeit von Ende 2009 bis Mitte 2015 konnten inzwischen 32% der in Bayern gefährdeten Pflanzenarten einlagert werden. Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei der Genbank Bayern Arche nur um ein Projekt handelt, ist eine langfristige staatliche Finanzierung nicht möglich.

Informationen zum ex situ Schutz
http://www.genbank-bayern-arche.de/about.html

Quelle:
http://www.bgci.org/resources/news/1239/

Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt (2007)
http://www.bmu.de/themen/natur-arten/naturschutz-biologische-vielfalt/nationale-strategie/

Bayerische Biodiversitätsstrategie (2008)
http://www.stmug.bayern.de/umwelt/naturschutz/biodiversitaet/

Nagoya Protokoll (2010)
http://www.cbd.int/decision/cop/default.shtml?id=12283

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Brand-Knabenkraut (_Orchis ustulata_)Das Brand-Knabenkraut ist eine zierliche, licht- und wärmeliebende Orchidee, welche...
08/11/2016

Brand-Knabenkraut (_Orchis ustulata_)

Das Brand-Knabenkraut ist eine zierliche, licht- und wärmeliebende Orchidee, welche auf Standorten mit kalkigen Untergrund bis auf eine Höhe von 1900 m anzutreffen ist. Sie blüht von Ende April bis Juli und die nur Millimeter großen werden zwischen Juni und September ausgestreut.
Der Namensteil "Brand" stammt daher, dass die noch nicht geöffneten Blüten einen dunkelroten Farbton haben.
Aufgrund ihres Rückgangs ist die Art in Deutschland als stark gefährdet eingestuft ( 2).
Wie alle weiteren Vertreter der Orchideengewächse ist auch das Brand-Knabenkraut in Deutschland besonders geschützt.

Verbreitung in Bayern
http://www.bayernflora.de/de/info_pflanzen.php?taxnr=3992

Verbreitung in Deutschland
http://www.floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=3992

Arealkarte der Nordhalbkugel bei "Den virtuella Floran"
http://linnaeus.nrm.se/flora/mono/orchida/orchi/orchustv.jpg

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Haarblättriger Wasser-Hahnenfuß (Ranunculus trichophyllus)Der Haarblättriger Wasser-Hahnenfuß aus der Familie der Ranunc...
28/09/2016

Haarblättriger Wasser-Hahnenfuß (Ranunculus trichophyllus)

Der Haarblättriger Wasser-Hahnenfuß aus der Familie der Ranunculuaceae (Hahnenfussgewächse) wächst in stehenden bis langsam fließenden Gewässern. Die Wasserpflanze bildet keine Schwimmblätter, sondern fein zerteilte Wasserblätter aus, welche beim herausnehmen aus dem Wasser pinselartig zusammenfallen. Zwischen Juni und August kann die Blüte beobachtet werden. In Deutschland noch ungefährdet, wird der Wasser-Hahnenfuß in Bayern in der Kategorie Vorwarnstufe ( V) geführt.

Verbreitung in Deutschland
http://www.floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=10837

Verbreitung in Bayern
http://www.bayernflora.de/daten/de/info_pflanzen.php?taxnr=10837

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Schachblume (Fritillaria meleagris)Bei der Schachblume handelt es sich um einen in Deutschland eingebürgerten Archaeophy...
13/09/2016

Schachblume (Fritillaria meleagris)

Bei der Schachblume handelt es sich um einen in Deutschland eingebürgerten Archaeophyten. Das bedeutet, dass die Art in Deutschland nicht ürsprünglich heimisch war, aber bereits vor 1492 eingeführt wurde, sich selbstständig etabliert hat und heute als einheimisch gilt. Zur Blütezeit von April bis Mai bildet die Pflanze große, purpurbraun und hell-lila gemusterte Blüten aus, welche nach unten hängen.

Wie viele weitere Wiesenpflanzen ist auch dieses Liliengewächs in Deutschland stark gefährdet ( 2) und deshalb besonders geschützt. Gründe für den Rückgang sind hauptsächlich in der Zerstörung der Lebensräume zu suchen: Artenreiche Wiesen werden intensiviert um höhere Biomasseerträge zu erhalten, Auwälder dezimiert und die verbliebenen frei fließenden Flussläufe mit angrenzenden Überschwemmungsbereichen begradigt und eingedeicht.

Verbreitung in Deutschland
http://www.floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=2481

Verbreitung in Bayern
http://daten.bayernflora.de/de/karte.php?taxnr=2481

Verbreitung in der Schweiz
https://www.infoflora.ch/assets/content/images/maps/raster/d/174400.gif

Verbreitung auf der Nordhalbkugel
http://linnaeus.nrm.se/flora/mono/lilia/friti/fritmelv.jpg

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Der Purpur-Klee (Trifolium rubens)Der Purpur-Klee wächst an den Säumen trockenwarmer und gleichzeitig nährstoffarmen Sta...
11/08/2016

Der Purpur-Klee (Trifolium rubens)

Der Purpur-Klee wächst an den Säumen trockenwarmer und gleichzeitig nährstoffarmen Standorte. Er blüht in den Monaten Juni und Juli. Auffällig ist der große, zylindrische Blütenstand, welcher eine Länge von bis zu 7 cm und einen Durchmesser von ca. 2-3 cm erreicht. Die Bestandsentwicklung in Mitteleuropa ist rückläufig, der Purpur-Klee gilt in Deutschland als gefährdet ( 3).

Verbreitung in Bayern
http://daten.bayernflora.de/de/info_pflanzen.php?taxnr=6070

Verbreitung in Deutschland
http://floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=6070

Verbreitung in der Schweiz
https://www.infoflora.ch/assets/content/images/maps/raster/d/427500.gif

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Die Blüte der Heide-Nelke (Dianthus deltoides)Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) wurde 2012 zur Blume des Jahres gewäh...
30/06/2016

Die Blüte der Heide-Nelke (Dianthus deltoides)

Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) wurde 2012 zur Blume des Jahres gewählt, um exemplarisch einerseits auf die Gefährdung der Pflanzenart aufmerksam zu machen und andererseits ihren bedrohten Lebensraum ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Die lichtliebende Pflanze aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) wächst auf sauer-mageren Böden von Heiden, trockenen Wiesen, Böschungen und Säumen sowie Sandtrocken- und Silikatmagerrasen. Gefährdet ist ihr Lebensraum vor allem durch die Intensivierung der Landschaft. Früher extensiv genutzte magere Wiesen und Trockenrasen werden in Äcker, Intensivgrünland oder Forst umgewandelt, am Rande von Siedlungen als Bauland ausgewiesen und Wegränder durch gärtnerische Gestaltung umgeformt.

Nach der Bundes-Artenschutzverordnung ist die Heide-Nelke besonders geschützt, auf der Bayerischen Roten Liste von 2003 wird sie in der Kategorie Vorwarnstufe ( V) geführt.

Im Gegensatz zu weitern Nelken der Gattung _Dianthus_ besitzt die Heide-Nelke einzelne Blüten mit einem dunklen Ring und weißen Punkten auf der purpurnen Blütenkrone.

Verbreitung in Bayern
http://daten.bayernflora.de/de/info_pflanzen.php?taxnr=1926

Verbreitung in Deutschland
http://floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=1926

Verbreitung in der Schweiz
https://www.infoflora.ch/assets/content/images/maps/raster/d/135900.gif

Verbreitung auf der Nordhalbkugel (Den virtuella Floran)
http://linnaeus.nrm.se/flora/di/caryophylla/diant/diandelv.jpg

Loki Schmidt Stiftung (Blume des Jahres)
http://www.loki-schmidt-stiftung.de/

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Blüte der Gelben Spargelerbse (Lotus maritimus)In den Monaten von Mai bis Juli kann die Gelbe Spargelerbse mit ihren ein...
17/06/2016

Blüte der Gelben Spargelerbse (Lotus maritimus)

In den Monaten von Mai bis Juli kann die Gelbe Spargelerbse mit ihren einzelstehenden hellgelben, 2 bis 3 cm großen Blüten vor allem auf Feuchtwiesen angetroffen werden. Dabei zeigt die mehrjährige lichtliebende Art aus der Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae) ausgesprochen nährstoffarme Böden an. Werden diese durch Nährstoffeinträge (Eutrophierung) aus Düngung intensiviert, wird die ausgebreitet-niederliegend wachsende Art schnell von konkurenzstärkeren Pflanzen verdrängt. Die Bestandsentwicklung in Mitteleuropa ist aufgrund des anhaltenden Verlusts an Lebensraum weiter Rückläufig, die Gelbe Spargelerbse steht in Deutschland als gefährdet ( 3) auf der Roten Liste.

Verbreitung in Bayern
http://daten.bayernflora.de/de/info_pflanzen.php?taxnr=22516

Verbreitung in Deutschland
http://floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=22516

Verbreitung in der Schweiz
https://www.infoflora.ch/assets/content/images/maps/raster/d/244800.gif

Verbreitung auf der Nordhalbkugel (Den virtuella Floran)
http://linnaeus.nrm.se/flora/di/faba/tetra/tetrmarv.jpg

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Blüte der ArnikaMit ihren attraktiven gelben Blüten und dem hohen Bekanntheitsgrad als Arzeneipflanze ist die Echte Arni...
01/06/2016

Blüte der Arnika

Mit ihren attraktiven gelben Blüten und dem hohen Bekanntheitsgrad als Arzeneipflanze ist die Echte Arnika (Bergwohlverleih, Arnica montana) die Galionsart des botanischen Artenschutzes. Sie ist eine der wenigen FFH-Pflanzenarten und Deutschland hat für den Erhalt des weltweiten Bestands eine große Verantwortung. Auf der Roten Liste wird Arnika als "gefährdet" kategorisiert ( 3). Die Hauptgefährdungsursache liegt in der anhaltenden Zerstörung ihres Lebensraums, dem Borstgrasrasen. Zudem ist aufgrund zunehmender Nährstoffeinträge (Eutrophierung) durch Düngung, aber auch durch Stickstoffdepositionen aus der Luft, sowie Verbuschung, Aufforstung und Nutzungsaufgabe die Bestandsentwicklung der Art rückläufig.

Die Echte Arnika blüht von Mai bis August und gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Das Foto zeigt eine Aufnahme der vielen Einzelblüten, innenliegenden Röhrenblüten und außenliegenden Zungenblüten, welche zusammen ein Blütenköpfchen (Blütenkörbchen, daher der dt. Name der Familie) bilden und damit den Eindruck einer Einzelblüte erwecken.

Verbreitung in Bayern
http://daten.bayernflora.de/de/info_pflanzen.php?taxnr=585

Verbreitung in Deutschland
http://floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=585

Verbreitung in der Schweiz
https://www.infoflora.ch/assets/content/images/maps/raster/d/45700.gif

Vermehrung von Arnica montana - Ergebnisse und Handlungsempfehlungen für die Artenschutz-Praxis
http://www.anl.bayern.de/publikationen/anliegen/doc/an37108blachnik_et_al_2015_arnika.pdf

Arnika Projekt Hof
http://arnikaprojekt-hof.de/

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Der Frühlings-Enzian (Gentiana verna)Wie schon der Name vermuten lässt, beginnt die Blüte des Frühlingsenzians bereits i...
21/04/2016

Der Frühlings-Enzian (Gentiana verna)

Wie schon der Name vermuten lässt, beginnt die Blüte des Frühlingsenzians bereits im März. Abhängig von der Höhe des Standorts kann die Blütezeit bis August dauern (in den Alpen länger als im Jura), häufig blüht die Pflanze ein zweites Mal im Herbst.

Die Art wächst bevorzugt auf stickstoffarmen kalkhaltigen Trockenrasen oder -weiden, wobei die Wuchshöhe meist weniger als 10 cm beträgt. Vor allem die flach auf dem Boden liegenden Blattrosetten schützen ihn vor Verbiss. Außerhalb der Alpen ist die Verbreitung der Art sowohl in Baden Württemberg als auch in Bayern rückläufig (siehe Verbreitungskarten!). Deshalb in Deutschland geschützt (Rote Liste 3).

Verbreitung in Bayern
http://daten.bayernflora.de/de/info_pflanzen.php?taxnr=2649

Verbreitung in Deutschland
http://www.floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr=2649

Verbreitung in der Schweiz
https://www.infoflora.ch/assets/content/images/maps/raster/d/185400.gif

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Dreifinger-Steinbrech (Saxifraga tridactylites)Der Dreifinger-Steinbrech ist eine lichtliebende Pflanze, welche ihren ur...
31/03/2016

Dreifinger-Steinbrech (Saxifraga tridactylites)

Der Dreifinger-Steinbrech ist eine lichtliebende Pflanze, welche ihren ursprünglichen Verbreitungsschwerpunkt in Kalkgebieten mit offenen sandig-kiesigen Böden hatte. An diese sehr trockenen und nährstoffarmen Standorte ist der Steinbrech optimal angepasst: Zum einen blüht und fruchtet die Art schon sehr früh im Jahr (Blütezeit: März bis Mai), so dass sie die heißen Sommermonate als Same überdauern kann (Therophyt = einjährige Pflanze). Zum anderen bildet sie sukkulente (dickfleischige) Blätter zur Speicherung von Wasser aus. Die dreilappige Form der Blätter ist namensgebend für den Dreifinger-Steinbrech: tri = drei, dáktylos = Finger.

Heute sind diese lückigen Magerrasen aufgrund von Überdüngung vielerorts verschwunden. Die Art hat es jedoch teilweise geschafft, synanthrope Standorte zu erobern. So verbreitet sich der Dreifinger-Steinbrech beispielsweise entlang von Gleisanlagen oder kann, wie auf dem Foto gezeigt, auch in Pflastersteinfugen gedeihen - jedoch nur dort, wo im Winter kein Salz gestreut wird (Zeigerwert nach Ellenberg: S0 nicht salzertragend).

Die Gefährungssituation des Dreifinger-Steinbrechs in Deutschland ist uneinheitlich. In einigen Bundesländern ist die Art gefährdet (RoteListe 3) oder sogar stark gefährdet (RoteListe 2), in anderen wird sie als ungefährdet geführt. In Bayern steht die Pflanzenart auf der Vorwarnstufe der Roten Liste ( = keine aktuelle Gefährdung).

Verbreitung in Deutschland
http://www.floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=5328

Verbreitung in Bayern
http://daten.bayernflora.de/de/karte.php?taxnr=5328

Verbreitung in der Schweiz
https://www.infoflora.ch/assets/content/images/maps/raster/d/376000.gif

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Die klebrigen Blätter des Langblättigen Sonnentaus (Drosera longifolia)Eine der wenigen in Deutschland wachsenden fleisc...
15/03/2016

Die klebrigen Blätter des Langblättigen Sonnentaus (Drosera longifolia)

Eine der wenigen in Deutschland wachsenden fleischfressenden Pflanzenarten ist der Langblättrige Sonnentau. Die Gattung Drosera umfasst in Mitteleuropa nur 3 Arten (ohne Bastarde) und ihre Vorkommen sind auf Sümpfe und Moore beschränkt. Um auf diesen sehr nährstoffarmen Standorten erfolgreich überleben zu können, mussten Pflanzen zusätzliche Strategien entwickeln. Ein solcher Spezialist ist der abgebildete Sonnentau, welcher mit seinen mit langen Drüsenhaaren bestückten Blättern in der Lage ist, zusätzliche Nährstoffe aus tierischer Nahrung zu gewinnen. Das Fallenprinzip ist eine Klebefalle: Die Drüsenhaare produzieren ein zuckerhaltiges, klebriges Sekret das Insekten zunächst anlockt und bei Berührung festhält. Weitere Haare neigen sich daraufhin auf die Beute zu und sichern so den Verbleib der Beute. Mittels ausgeschiedener Enzyme wird das gefangene Insekt langsam verdaut und die Nährstoffe über die Blattoberfläche aufgenommen. Der Langblättrige Sonnentau ist in Deutschland und Bayern auf der als stark gefährdet eingestuft (Kategorie 2) und deshalb besonders geschützt.

Verbreitung in Bayern
http://daten.bayernflora.de/de/info_pflanzen.php?taxnr= 21588

Verbreitung in Deutschland
http://www.floraweb.de/webkarten/karte.html?taxnr= 21588

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Samen des Kleinblütigen Fingerkrauts (Potentilla micrantha)Die Samen des Kleinblütigen Fingerkrauts werden zwischen Mai ...
23/02/2016

Samen des Kleinblütigen Fingerkrauts (Potentilla micrantha)

Die Samen des Kleinblütigen Fingerkrauts werden zwischen Mai und August reif. Sie bilden ein sogenanntes Elaiosom, ein nährstoffreiches Anhängsel, an der Basis des Samen aus, welches von Ameisen zusammen mit dem Samen von der Pflanze abgetrennt und in zu ihrem Bau transportiert wird. Dort wird der Same vom Elaiosom getrennt und im Anschluss meist außerhalb des Baus deponiert. Diese Form der Ausbreitung von Pflanzensamen durch Tiere wird Zoochorie genannt, wenn Ameisen die Arbeit übernehmen, spricht man von .

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Adresse

Regensburg
93053

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 15:00
Dienstag 09:00 - 15:00
Mittwoch 09:00 - 15:00
Donnerstag 09:00 - 15:00
Freitag 09:00 - 15:00

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