04/01/2023
https://youtu.be/frp5_hj0FkU
Immer entschlossener lehnen viele Menschen inzwischen Kohleabbau ab. In einer repräsentativen Umfrage 2021 sprachen sich 73 Prozent gegen den Abriss des Dorfs für -Verbrennung aus. Unter Lützerath liegen 100 Millionen Tonnen Kohle, denn dort verläuft ein besonders dicker und leicht zu fördernder Flöz. Diese muss laut Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung im Boden bleiben, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Dazu kommt: je mehr der weiter läuft, desto stärker verharrt die Stromproduktion in einem fossilen „Lock-in“: Ist die Kohle einmal ausgebaggert, besteht ja viel weniger die Notwendigkeit, sich um erneuerbare Energie zu kümmern und die dringend nötigen Fachkräfte für deren Ausbau müssen weiter Kohlekraftwerke fahren.
Dass die Lützerath-Kohle in den nächsten Jahren für eine sichere Versorgung der Kraftwerke benötigt werde, ist eine falsche Behauptung von RWE. Im Gegenteil: Wenn Lützerath bleibt, kann aus den regionalen Tagebauen immer noch mehr Kohle gefördert werden, als das 1,5-Grad-Ziel erlaubt. Wenn Lützerath aber fällt, verfehlt Deutschland sicher deutlich seine Klimaziele. Dazu kommt, dass der Tagebau Natur und Denkmäler zerstört.
Profitieren wird davon eigentlich nur ein Akteur: RWE hat seine Gewinnprognose um mehr als 1 Milliarde nach oben korrigiert und erhält damit Ressourcen, die dringend für Klimaanpassung und Artenschutz nötig wären. Kein Wunder, dass es immer mehr Menschen werden, die gegen die unsinnige Kohlesucht zivilen Ungehorsam leisten.
Heute ist Tag X. Die Polizei hat die ersten Strukturen abgerissen und RWE hat angefangen Wälle, Straßen und Stützpunkte zu bauen. Mit jedem weiteren Tag schr...