Internationale Wochen gegen Rassismus Regensburg

Internationale Wochen gegen Rassismus Regensburg Die Internationalen Wochen gegen Rassismus bestehen aus zwei Wochen der Solidarität mit den Opfern von Rassismus.

Herr Aumer, ich bin Teil des „Stadtbilds“, von dem Sie sprechen.Morgens in Regensburg sehe ich Kinder, die hungrig zur S...
21/10/2025

Herr Aumer, ich bin Teil des „Stadtbilds“, von dem Sie sprechen.

Morgens in Regensburg sehe ich Kinder, die hungrig zur Schule gehen.
Rentner*innen, die an der Supermarktkasse jeden Cent zweimal umdrehen.
Familien, die seit Monaten auf Wohnungssuche sind und in zu kleinen Räumen leben.

Ich sehe junge Menschen, die trotz Ausbildung keinen sicheren Job finden.
Mütter, die zwei Jobs machen, um die steigende Miete und Lebenshaltungskosten zu zahlen.
Ich sehe Studierende, die zwischen Hörsaal und Nebenjob kaum noch studieren können, weil das Bafög kaum noch was abdeckt.

Ich sehe Schulen, in denen die Zukunft eines Kindes vom Geldbeutel der Eltern abhängt.

Ich sehe Menschen, die trotz Vollzeitstelle kaum über die Runden kommen, weil der Mindestlohn zu niedrig ist, viele in prekären Jobs arbeiten und aufstocken müssen, während die Inflation alles teurer macht.

Das ist das echte Stadtbild.
Es erzählt von sozialer Ungleichheit, nicht von Migration.

Sie reden von „Problemen im Stadtbild“, als wären Menschen mit Migrationsgeschichte der Grund für alles.
Das ist nicht nur falsch.
Es ist rassistisch und absolut menschenunwürdig, Geflüchtete und Asylsuchende nur auf Kriminalität zu reduzieren.

Diese rassistische und stigmatisierende Debatte findet auf dem Rücken von Menschen statt, die keine politische Teilhabe haben und sich dagegen nicht wehren können.

Die wirklichen Probleme sind politisch gemacht: steigende Mieten, Alters- und Kinderarmut, explodierende Energiepreise, ungleiche Bezahlung, kaputtgesparte Schulen, überlastete Kitas, prekäre Arbeitsverhältnisse und ein Pflegenotstand.
All diese Missstände zusammen belasten das ganze gesellschaftliche System und verschärfen die sozialen Ungleichheiten noch weiter.

Wer die Ursachen sozialer Ungleichheit nicht bekämpft, sondern Sündenböcke sucht, verrät genau jene Menschen, die am meisten Unterstützung bräuchten, egal ob sie Müller oder Mehmet heißen.

Die Geschichte hat gezeigt, wohin solche Aussagen geführt haben. Schon einmal führte diese Rhetorik zu Verfolgung, Gewalt und Pogromen.
Eine Gesellschaft, die Menschen aus dem „Stadtbild“ ausschließt, beginnt, ihre Existenz zu entwerten, fängt an, sie auch aus ihrer Menschlichkeit herauszudenken.

Eine Stadt ist kein Museumsraum.
Sie lebt durch ihre Bewohnerinnen.
Durch Vielfalt, Solidarität, Nachbarschaft und Zusammenhalt.

Kinder, die gemeinsam spielen.
Nachbarinnen, die einander helfen.
Menschen, die sich umeinander kümmern, egal woher sie kommen, welche Hautfarbe, Religion, Sprache oder sexuelle Orientierung sie haben.

Wir gehören alle dazu.
Unsere Würde ist unantastbar.

Was wir brauchen, ist nicht mehr Spaltung, sondern soziale Gerechtigkeit.
Faire Löhne. Sichere Renten. Bezahlbare Wohnungen und Energie.
Gleiche Bildungschancen für alle.

Wir brauchen eine sozial gerechte und ganzheitliche Politik für die breite Gesellschaft und diejenigen, die am Rande der Gesellschaft stehen, und nicht für Großkonzerne und Dax-Unternehmen.

Wer auf Ausgrenzung setzt, spielt mit der Würde von Millionen.
Und wir sagen: genug.





Mit seiner Aussage zu den Auswirkungen der unkontrollierten und irregulären Migration auf das Stadtbild hat Bundeskanzler Friedrich Merz vollkommen recht.

Ja, die fehlgeleitete Migrationspolitik der letzten Jahre hat vielerorts in Deutschland und auch in Regensburg das Stadtbild verändert und die Integrationsmöglichkeiten in Städten und Gemeinden mehr als überfordert.

Wenn sich in Städten wie in Regensburg Hotspots etablieren, an denen Asylsuchende – zum Beispiel aus den Maghreb-Staaten – die kaum Anerkennungschancen haben, Straftaten begehen, dann verändert das das Stadtbild.

Wenn es nicht mehr erlaubt ist, dies anzusprechen und die Sorgen und Bedenken der Menschen nicht ernstgenommen werden, dann schafft man den Nährboden für Radikale.

Seit dem Regierungswechsel ist es Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gelungen, die illegale Migration massiv zu reduzieren.

Ich habe dem Bundeskanzler in einem Schreiben meine volle Unterstützung für diesen Kurs zugesichert und ihn eingeladen, sich bei einem Besuch in Regensburg selbst ein Bild von der Situation zu machen.

Unsere Linie bleibt klar:
👉 Migration muss gesteuert, begrenzt, am Bedarf orientiert und humanitär sein.



Meinen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz finden Sie unter:
https://peteraumer.de/bundeskanzler-merz-hat-recht/

Wenn Menschen mit Migrationserfahrung plötzlich als „Problem im Stadtbild“ bezeichnet werden, dann ist das mehr als nur ...
17/10/2025

Wenn Menschen mit Migrationserfahrung plötzlich als „Problem im Stadtbild“ bezeichnet werden, dann ist das mehr als nur eine unsensible Phrase, es ist Entmenschlichung und klar rassistisch.
Was heißt „Stadtbild“ in diesem Kontext? Wer entscheidet, wie eine Stadt aussehen „sollte“, und wer wird dabei als „störend“ empfunden?
Wenn Politik beginnt, nach Aussehen oder Herkunft Menschen auszugrenzen, statt über konkrete soziale Probleme wie Kinder- und Altersarmut, Pflegenotstand, Bildungsungleichheit, explodierende Mieten, Wohnungsnot, die Überlastung des Gesundheitssystems, prekäre Arbeitsverhältnisse, schlechte Arbeitsbedingungen in der Pflege oder Klimaungerechtigkeit zu sprechen, dann wird das gefährlich.
Das ist schädlich und gefährlich weil:
• Es schafft ein „Wir gegen Die“, ein Gefühl: Die Zugezogenen, die Anderen, die man nicht sehen oder hören will.
• Es lenkt von den genannten echten Herausforderungen ab und reduziert sie auf bloße Kultur oder Herkunftsmerkmale.
• Es bestärkt Vorurteile, macht Menschen verletzlich, spürbar diskriminiert und stigmatisiert.
• Es widerspricht dem Grundsatz der Verfassung, dass alle die gleiche Würde haben und gleichwertig sind, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Identität.
Wir fordere:
• Keine „Stadtbild-Sündenböcke“, sondern differenzierte Diskussion über Integration und Inklusion, echter Teilhabe, Lösungen für die sozialen Probleme, Ungerechtigkeiten und wie wir solidarisch, vielfältig und gleichberechtigt zusammenleben wollen.
• Verantwortung von politisch Verantwortlichen: Aussagen, die spalten und Menschen stigmatisieren, sollten zurückgenommen und unterlassen werden.
• Mehr Empathie: Menschen sind keine Kulisse und Vielfalt ist unsere Realität und eine Chance.
Blick in die Vergangenheit:
Merz’s wiederholte Entgleisungen
Damit das nicht ungesehen bleibt:
Die aktuelle Aussage reiht sich ein in eine Reihe von früheren Äußerungen von Friedrich Merz, die rassistisch und diskriminierend sind und kritisiert wurden:
• Er bezeichnete Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund als „kleine Paschas“.
• Er behauptete, abgelehnte Asylbewerber*innen ließen sich „die Zähne machen“, während Deutsche angeblich Probleme bekommen, Arzttermine zu bekommen.
• Er sprach von „Sozialtourismus“ im Zusammenhang mit ukrainischen Geflüchteten.
• Er schlug vor, dass straffällig gewordene Doppelstaatler*innen ihre Staatsbürgerschaft verlieren sollten – ein Vorschlag, der vielfach als diskriminierend und rassistisch gewertet wird.
Diese wiederholten Aussagen zeigen ein Muster: Nicht nur punktuelle Fehltritte, sondern systematische Wortwahl, die Gruppen, die ohnehin schon marginalisiert sind, weiter stigmatisiert.
Das Problem ist nicht das Stadtbild , das Problem ist der Blick darauf.
Wenn Friedrich Merz Menschen mit Migrationserfahrung als „Problem im Stadtbild“ bezeichnet, sagt er mehr über sein Weltbild als über unsere Städte.
Denn hier geht es nicht um Ordnung oder Integration, es geht um Deutungshoheit: Wer gehört dazu, und wer soll lieber unsichtbar bleiben?
Die Aussage fügt sich ein in eine Reihe früherer abwertender Formulierungen von Merz, die das gleiche Muster zeigen: abwehren, spalten, ablenken.
Das ist kein Zufall, sondern eine politische Strategie auf Kosten derer, die ohnehin weniger Stimme und politische Teilhabe haben.
Solche Worte sind nicht neu.
Schon einmal wurde in diesem Land darüber gesprochen, „das Stadtbild zu bereinigen“, damals als Jüdinnen und Juden aus den Straßen, Geschäften und Häusern vertrieben wurden.
Die Sprache kam zuerst, die Gewalt folgte.
Das war kein Zufall, sondern System.
Wer heute wieder über ein „unerwünschtes Stadtbild“ redet, sollte wissen, welche historischen Schatten er damit aufruft.
Denn eine Gesellschaft, die beginnt, Menschen aus ihrem Stadtbild herauszudenken, fängt an, sie auch aus ihrer Menschlichkeit herauszudenken.
Rassismus beginnt mit Worten und und führt zu Ausgrenzung, Stigmatisierung und zu Unmenschlichkeit.
Deshalb braucht es klare Haltung:
Wer von Demokratie spricht, muss auch Menschenrechte meinen.
Wer soziale Gerechtigkeit will, muss Vielfalt schützen und nicht bekämpfen. Echte Verantwortung heißt, dieser Logik zu widersprechen, klar, laut und solidarisch.
Und eines muss klar sein:
Wer die Sprache und Positionen rechter Parteien übernimmt, schwächt sie nicht, er stärkt sie.
Er signalisiert ihren Wähler*innen, dass ihre Ausgrenzungsideen „berechtigt“ seien und verschiebt damit die Grenzen des Sagbaren immer weiter nach rechts.
Echte Verantwortung bedeutet, dieser Entwicklung entgegenzutreten, mit Haltung, Solidarität und dem Mut, die Menschenwürde über Stimmungen zu stellen.



Programm der Internationale Wochen gegen Rassismus 2025 RegensburgMenschenwürde schützen heißt handeln!https://www.regen...
09/03/2025

Programm der Internationale Wochen gegen Rassismus 2025 Regensburg
Menschenwürde schützen heißt handeln!

https://www.regensburg.de/fm/121/programmheft-internationale-wochen-gegen-rassismus-2025.pdf

Siehe die Veranstaltungen!

Integrationsbeirat Regensburg


̈rdeschützen


­Wochen­gegen­Rassismus


„Menschenwürde schützen“ – Schluss mit Wegsehen!Rassismus hat es immer gegeben. Er ist kein neues Problem, sondern eine ...
09/03/2025

„Menschenwürde schützen“ – Schluss mit Wegsehen!

Rassismus hat es immer gegeben. Er ist kein neues Problem, sondern eine tiefe Wunde, die von unserer Gesellschaft seit Jahrhunderten immer wieder aufgerissen wird. Er steckt in
Gesetzen und Institutionen, in den Köpfen der Gesellschaft und zeigt sich in offenem und brutalem Hass, der Menschen angreift, vertreibt, Leben zerstört oder sogar tötet. Rassismus benachteiligt und schließt Menschen mit Migrationserfahrung systematisch
durch Vorschriften und Strukturen in Bereichen wie Bildung, Arbeitsmarkt, Behörden, Wohnungswesen und Politik aus. Er entscheidet darüber, wer gefördert wird und wer scheitert, wer gehört wird und wer nichts zu sagen hat. Betroffene haben schlechtere Bildungs- und Karrierechancen, ein geringeres
Einkommen und einen erschwerten Zugang zum Wohnungsmarkt sowie politischen Entscheidungsprozessen
Was wir gerade erleben, ist leider keine Überraschung: Die Hetze wird lauter, der Hass sichtbarer, die Angriffe brutaler. Was einst im
Verborgenen blieb, tritt nun offen in die Mitte der Gesellschaft. Parteien, Medien und Institutionen geben diesen menschenfeindlichen Strukturen und Mechanismen Raum. Damit
wird Rassismus normalisiert und für Politik und Wahlen instrumentalisiert.

Im Alltag äußert sich Rassismus durch Beleidigungen und Mikroaggressionen, durch diskriminierende Sprache in den Medien, unerwartete Blicke im Supermarkt und die pauschale Kontrolle von Menschen allein aufgrund ihrer Hautfarbe. Diese Erfahrungen führen bei Betroffenen zu psychischen und gesundheitlichen
Belastungen, sozialer Isolation und einem verminderten Selbstwertgefühl.

Und dennoch – oder gerade deshalb – sagen wir: Es reicht, wir nehmen es nicht wortlos hin! Wir alle tragen Verantwortung und dürfen nicht länger schweigen oder wegsehen, denn Schweigen ist Zustimmung. Ob in der Familie, am Arbeitsplatz oder auf der Straße – überall dort, wo Rassismus auftritt, müssen wir ihn in all seinen Formen erkennen, benennen, aktiv Widerstand leisten und bekämpfen.

Es reicht nicht, nicht rassistisch zu sein – wir müssen antirassistisch leben und handeln, laut, unmissverständlich und konsequent.

Was kannst du tun?
• Erkenne und verstehe Rassismus:
Schärfe dein Bewusstsein für die vielen Gesichter des Rassismus – ob institutionell, strukturell oder im Alltag. Rassismus ist, genau wie Antisemitismus, tief in unsere Gesellschaft eingebettet.
Wer Ausschlussmechanismen bekämpfen will, muss verstehen, wie sie funktionieren. Bildung und Wissen sind der erste Schritt, um Veränderungen anzustoßen und Wege zu finden, ihn gemeinsam zu überwinden.

• Steh auf, zeige Haltung und werde aktiv:
Rassismus, Antisemitismus und alle anderen Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit dürfen niemals normalisiert werden - weder im Alltag noch im Netz, noch in deinem Umfeld. Schweig nicht, schau nicht weg, widersprich, misch dich ein und zeige klare Kante, bei rassistischen Sprüchen oder Handlungen, bei antisemitischen Drohungen, bei sexistischen
Abwertungen und all dem, was so leicht und alltäglich passiert, egal wo und von wem! Engagiere dich in Initiativen, denn Solidarität und
Veränderung wachsen nur durch gemeinsames Handeln!

• Sei mit Betroffenen solidarisch und stärke sie:
Unterstütze Betroffene von Diskriminierung!
Höre ihnen zu, lerne von ihren Erfahrungen und biete deine Unterstützung an!

• Fordere Politische Veränderungen:
Engagiere dich gegen rechte Politik und Institutionen, die Rassismus fördern oder ignorieren!
Protestiere, schreibe Briefe, stelle Forderungen und positioniere dich klar gegen Rassismus!

• Schaffe und fördere Gemeinschaft:
Fördere ein Miteinander, in dem alle Menschen, unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe, respektiert und willkommen sind!

Die Antirassismus-Wochen in Regensburg stehen für den Widerstand und den Kampf gegen ein System, das Menschen systematisch abwertet und ausgrenzt. Sie sind ein Signal nicht
länger zuzusehen, nicht länger zu schweigen, nicht länger zu dulden und der Aufruf, die Gleichgültigkeit zu überwinden und die Menschenwürde zu schützen und zu verteidigen – konsequent, entschlossen und unermüdlich.

Unsere Botschaft ist klar: Rassismus hat keinen Platz – nicht in Regensburg, nicht in Deutschland, nicht auf dieser Welt. Der Kampf
gegen Hass und Ausgrenzung braucht dich!
Dafür braucht es uns alle!
Menschenwürde ist ein unveräußerliches Recht.
Sie zu schützen ist keine Option, sondern eine Verpflichtung – für ein Regensburg, das allen gehört. Jetzt ist die Zeit, Verantwortung zu übernehmen!

Gemeinsam gegen Rassismus – für eine Gesellschaft der Würde, des Respekts und der Gleichheit!

Jetzt ist die Zeit! Kein Schritt zurück!

Menschenwürde schützen heißt handeln!

Programm:https://www.regensburg.de/fm/121/programmheft-internationale-wochen-gegen-rassismus-2025.pdf

Integrationsbeirat Regensburg


̈rdeschützen


­Wochen­gegen­Rassismus


Liebe Regensburgerinnen,liebe Regensburger,auch in diesem Jahr ist es mir eine große Freude, Sie zu den Internationalen ...
09/03/2025

Liebe Regensburgerinnen,
liebe Regensburger,

auch in diesem Jahr ist es mir eine große Freude, Sie zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus in Regensburg einzuladen. Die Stadt Regensburg stellt sich gemeinsam mit
dem Integrationsbeirat gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und anderen menschenfeindlichen Einstellungen, Worten oder Taten.

Unsere Stadtgesellschaft ist vielfältig, bunt, abwechslungsreich und spannend, und das schon seit Jahrhunderten. Diese Heterogenität
führt zu Meinungsverschiedenheiten, auch mal zu offenem Streit. Das ist völlig normal, wenn verschiedene Perspektiven, Einstellungen und Meinungen aufeinandertreffen. Oft entstehen gerade aus diesem Austausch neue, kreative Ideen und Entwicklungen.

Die Kehrseite ist allerdings ebenso Realität: Auch in Regensburg erleben Menschen Diskriminierungen und Ausgrenzungen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihrer vermeintlich „fremden“ Kultur. Teilweise werden ihnen diese Attribute nur zugeschrieben und treffen eigentlich gar nicht zu. Diese Tatsache nehme ich ernst und es gilt dies immer wieder zu benennen und zu bekämpfen. Nicht nur während der Wochen gegen Rassismus, sondern jeden Tag.

Wir leben in politisch unsicheren Zeiten. Der russische Überfall auf die Ukraine jährt sich in diesen Tagen zum dritten Mal, ohne dass ein Ende des Krieges in Sicht ist. Die Lage in Israel und Gaza bleibt extrem labil und gefährlich. In vielen Ländern sind autoritäre, nationalistische, teilweise rechtsextreme Kräfte auf dem Vormarsch, sowohl in unserer unmittelbaren europäischen Nachbarschaft als auch in den USA oder Südamerika. All das hat direkte Auswirkungen auf unser Leben und Zusammenleben.
Auch in Deutschland stehen wir nach dem Aus der Ampelregierung vor neuen politischen Weichenstellungen, deren Weg aktuell noch nicht abzusehen ist.

In einer solchen kritischen Phase ist es umso wichtiger, zusammen zu halten und vulnerable Gruppen besonders zu unterstützen. Die Wahrung der Menschenrechte ist unsere gemeinsame Aufgabe als Gesellschaft. „Menschenwürde schützen“ ist das Motto der diesjährigen Wochen, und dafür braucht es aktiven, lauten und vehementen Einsatz. Das ist der Weg in eine gemeinsame, demokratische Zukunft!

Ich danke allen sehr herzlich, die dieses wieder mal äußerst abwechslungsreiche Programm möglich gemacht haben. Besonders dem Integrationsbeirat und dem Amt für Integration und Migration, die gemeinsam die herausfordernde Planung und Koordination gemeistert haben. Allen Interessierten und Teilnehmenden wünsche ich spannende Erfahrungen, anregende
Debatten und viele neue Begegnungen!

Ihre
Gertrud Maltz-Schwarzfischer
Oberbürgermeisterin

PräambelInternationale Wochen gegen RassismusDer Integrationsbeirat als Koordinator der Internationalen Wochen gegen Ras...
09/03/2025

Präambel
Internationale Wochen gegen Rassismus

Der Integrationsbeirat als Koordinator der Internationalen Wochen gegen Rassismus und der Interkulturellen Wochen repräsentiert
Menschen mit Migrationserfahrung und Geflüchtete in der Stadt Regensburg. Unser Ziel ist es, deren Interessen zu vertreten sowie
gleichberechtigte Teilhabe in den unterschiedlichsten Lebensbereichen zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt auszubauen.

Dazu zählt auch die Sichtbarmachung und Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung auf allen Ebenen sowie die Unterstützung von Personen, die Rassismus und Diskriminierung
erfahren. Gleichstellung und Gleichberechtigung gilt dabei als Leitlinie.

Damit dies sichtbar wird, haben wir uns dazu entschlossen, in das Programmheft auch diese Präambel, sozusagen einen „code of conduct“ aufzunehmen. Hiermit soll für alle Kooperationspartner*
innen und Besucher*innen transparent sein, zu welchen Grundsätzen wir uns bekennen. Ziel ist einerseits, dass sich
Teilnehmer*innen der Veranstaltungen darauf verlassen können, sich in einem weitgehend geschützten Raum zu bewegen. Andererseits sollen auch die Veranstalter*innen selbst diese
Sicherheit erfahren. Jede*r soll sich sicher und akzeptiert fühlen.

1. Wir respektieren Vielfalt. Alle Besucher*innen der Veranstaltungen sowie Kooperationspartner* innen werden respektvoll behandelt.
Wir sind achtsam und vermeiden stereotype Darstellungen.

2. Jede Form von rassistischem, sowie nationalistischem
und rechtsextremem Verhalten wird nicht akzeptiert. Diskriminierung jeglicher Art wird nicht geduldet.

3. Die Kooperationsgemeinschaft der Veranstalter* innen arbeitet gemeinsam daran, solche Vorfälle zu verhindern und angemessen
darauf zu reagieren. Wir sind solidarisch mit den Opfern von Diskriminierung.

4. Die Inhalte der Veranstaltungen sind offen, solange diesen Grundsätzen nicht zuwidergehandelt wird. Wir treten in einen offenen, respektvollen Dialog, der auf Toleranz und Verständnis ausgelegt ist.

Integrationsbeirat der Stadt Regensburg und die Veranstalter*innen
Integrationsbeirat Regensburg

Adresse

Regensburg

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Internationale Wochen gegen Rassismus in Regensburg

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus bestehen aus zwei Wochen der Solidarität mit den Opfern von Rassismus. Sie finden weltweit jährlich rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März statt.

Der Tag erinnert an die blutige Niederschlagung eines friedlichen Protests am 21. März 1960 gegen das Apartheid-Regime in Südafrika. 69 Menschen starben dabei durch Polizeigewalt. Sechs Jahre später begründeten die Vereinten Nationen den 21. März als internationalen Gedenktag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung. Aufgrund der Vielzahl an Veranstaltungen wurde der Aktionszeitraum inzwischen auf zwei Wochen ausgedehnt.

Von Rassismus spricht man, wenn Menschen aufgrund bestimmter Merkmale aus der Gesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert werden. Rassismus spaltet die Gesellschaft und verstößt gegen Menschenrechte.