28/09/2025
Herzstillstand am Arbeitsplatz 💓❌
Während der Arbeitszeit bricht Janet Fütterer plötzlich bewusstlos zusammen. Eine Situation, die jede*n treffen kann. Was dann geschieht, zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine funktionierende Rettungskette ist, von der ersten Hilfe durch Laien bis zur spezialisierten Versorgung im Krankenhaus.
1️⃣📞 Janet Fütterers Kollegin Silke Bruns zögerte keine Sekunde: Sie prüfte Bewusstsein und Atmung, setzt den Notruf ab und beginnt mit der Herzdruckmassage. Per Telefon erhält sie Unterstützung von der Rettungsleitstelle und hält die Reanimation so lange durch, bis professionelle Hilfe hinzukommt.
2️⃣ 🚨 Alarmiert durch den Notruf treffen Notfallsanitäter Matthias Hentrich von den Johannitern und Steffen Armstrong von der Berufsfeuerwehr Göttingen fast zeitgleich 8 Minuten später am Ort des Geschehens ein und übernehmen die Versorgung von Frau Fütterer.
3️⃣ 🚑 Wenig später trifft auch das Notarzteinsatzfahrzeug mit Notarzt Dr. Nikola Kyuchukov aus der UMG und Notfallsanitäter Christoph Haus von der Berufsfeuerwehr ein. Frau Fütterers Kreislauf wird stabilisiert und sie wird im künstlichen Koma beatmet.
4️⃣🏥 Angekommen im Herzkatheterlabor der UMG übernimmt das hochspezialisierte Cardiac Arrest Team. Hier arbeiten Kardiologie, Anästhesie, Intensivmedizin und Notfallmedizin eng zusammen nach standardisierten Abläufen. Priv.-Doz. Dr. Ruben Evertz und Dr. Eva Rasenack kümmern sich um Frau Fütterer und setzen ihr einen implantierbaren Cardioverter-Defibrillator (ICD) ein, der einen erneuten Herzstillstand automatisch durch einen Elektroschock verhindern kann.
Nach der Akutversorgung erfolgt die Weiterbehandlung auf der Intensivstation. Dort werden Herzschwäche, Rhythmusstörungen und mögliche neurologische Folgen überwacht. Hieran schließt sich eine langfristige Betreuung mit Rehabilitation und vorbeugenden Maßnahmen an. Janet Fütterer hat sich inzwischen vollständig erholt.
➡️ Diese Geschichte ist so am 19. Juni 2025 passiert und zum Abschluss der aktuell laufenden Woche der Wiederbelebung wollen wir euch damit noch einmal in Erinnerung rufen, wie wichtig die Laienreanimation ist. Erst dadurch kann die professionelle Rettungskette überhaupt in Gang gesetzt werden.
⚠️ Deshalb unser Appell: Trau dich im Ernstfall! Immer nach dem Motto: Prüfen, Rufen, Drücken. Nur wenn wir sofort handeln, können wir Leben retten.