08/05/2021
8. Mai - Tag der Befreiung - N***s versuchen Aktion in Remagen zu machen.
Woran erkennt man Rechtsextremisten?
Während wir vom Bündnis heute am 8. Mai ein Transparent zum aufhängen, gesellen sich zwei freundliche junge Leute dazu, legen ein Blumenbouquet am Kreuz vor der Kapelle nieder und stellen Kerzen auf.
Auf Anfrage, was sie denn dort aufstellen, bekommen wir lächelnd die Antwort, wir könnten ja gleich gucken kommen.
Mein Auge bleibt an einer schwarzen Banderole mit weißer Frakturschrift hängen, ich schaue genauer hin. Die Kerzen tragen Aufkleber eines rechtsradikalen und geschichtsrevisionistischen Vereines um Jürgen Hösl-Daum.
Freundlich, aber bestimmt erkläre ich, dass hier für dieses Gedankengut kein Raum ist, und dass die Dinge sofort entfernt werden sollen.
Es gibt Diskussion, die jungen Leute geben nicht nach. Es sei doch nichts Schlimmes, immerhin sei Berthold Brecht zitiert und der sei ja Kommunist gewesen. Außerdem sei der Platz frei zugänglich, ob wir überhaupt befugt wären, sie des Platzes zu verweisen. Mit Fotoapparat in der Hand möchte die junge Frau mit Flechtzöpfen 5 Minuten haben, bevor sie gehen.
Nein, von uns keine 5 Minuten. Rechtsextremistische wird hier nicht geduldet!
Der Verein und seine Publikationen pflegen und verbreiten die Mär vom bösen Sieger und dem unterdrückten Verlierervolk.
Er gibt sich nach außen einen harmlosen Anstrich. Junge Leute, die das Andenken von Kriegsopfern hoch halten, Blümchen und Kerzen verteilen.
Blick nach Rechts schreibt dazu: „Hösl-Daum und Kameraden betreiben in Zittau seit dem 8. Mai 2011, dem 66. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, eine so genannte „Bildungs- und Begegnungsstätte“. Neben Büroräumen, einer Bibliothek und einem „Kameradschaftszimmer“ befindet sich dort auch ein Kraftsport- und Boxraum, Unterrichtet wird Kickboxen zur „Stärkung“ der „Wehrkraft“: „Denn leider wird der Kampf nicht nur am Schreibtisch ausgetragen!“, heißt es … (in der Publikation des Vereins).“
Quelle: https://www.bnr.de/artikel/aktuelle-meldungen/hetzer-und-geschichtsrevisionist
Über aktuelle Aktivitäten der Gruppe und den rechtsextremen Hintergrund, könnt Ihr euch auch hier informieren:
https://www.doew.at/erkennen/rechtsextremismus/neues-von-ganz-rechts/archiv/februar-2020/neue-neonazistische-umtriebe-am-ulrichsberg
Woran erkennt man also heutzutage Rechtsextremisten? Bestimmt nicht mehr an Springerstiefel und Glatze. Man muss schon genauer hin schauen.
Lasst uns weiter wachsam sein und unsere Gedenkstätten vor der Vereinnahmung durch falsches, menschenfeindliches Gedankengut schützen. ̈rN***s