09/04/2026
Nach dem langen, kalten Winter erwacht nun endlich der Frühling! Die Blumen strecken langsam ihre Köpfe gen Sonne, die Bäume beginnen zu grünen und die Vögel beleben die Luft mit ihrem Gezwitscher. Auch Eduard Mörike weiß diese Jahreszeit in seinem berühmten Gedicht „Er ist’s“ zu personifizieren. Mit vielen Metaphern umschreibt sein lyrisches Ich die frühlingshaften Eindrücke in der Natur und genießt das neu aufkeimende Leben der Flora.
Personifikation? Metapher? Lyrisches Ich? Ja, mit all diesen Begriffen lernen die Studierenden am Abendgymnasium im Deutschunterricht umzugehen. Und der ein oder andere findet sogar Gefallen daran, hinter die Verse eines Gedichts zu schauen und seinen tieferen Sinn zu interpretieren. Und mit welchen Texten macht das mehr Spaß als mit Frühlingsgedichten!? 😉
Er ist’s – Eduard Mörike
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen!
Foto: Privatbild von C. Falkuß