14/01/2021
Den ersten Antrag als akkreditierte Hochschulgruppe haben wir im November zum Thema Gendergerechte Internetpräsenz der Universität Rostock gestellt. Wir sehen in der Gendergerechten Sprache ein wichtiges Werkzeug zum Erreichen einer gleichberechtigten und inklusiven Gesellschaft. Die Studierendenschaft und die Universitätsleitung hat dies durch verschiedene Anträge und ihre Leitlinien auch schon zum Ausdruck gebracht. Leider lässt die Internetpräsenz der Universität bei dem Thema zu Wünschen übrig.
Folgend auf unseren ersten Antrag haben wir einen Antrag zur Mehrsprachigkeit der Internetpräsenz eingereicht. Denn nicht nur die Gendergerechte Sprache lässt zur Wünschen übrig, sondern auch eine richtige Übersetzung der Inhalte. Teilweise lässt sich zwar ein Englisch Button finden, aber dort zu finden sind nur einzelne Inhalte übersetzt und nicht die ganze Homepage. Um nicht deutschsprachigen Studierenden das Studium zu erleichtern, wäre eine Übersetzung aller Internetauftritte der Universität wichtig.
Den dritten Antrag haben wir auf der heutigen Sitzung eingereicht. In dem haben wir gefordert, dass alle schriftlichen Prüfungsleistungen pseudonymisiert erbracht werden sollen. Klausuren und andere schriftlichen Arbeiten sollen nicht mehr mit dem Namen und der Matrikelnummer abgegeben werden, sondern mit einer zufälligen Prüfungsnummer, die eine persönliche Zuordnung durch die Prüfer*innen verhindert.
Wir erwarten, dass dadurch die Prüfungsergebnisse fairer werden, da jede*r Prüfer*in, unbewusst oder nicht, Erwartungen mit dem Namen auf der Klausur verbindet.
Hierbei geht es uns nicht (nur) um zufällige Zuordnungen wie „meine beste Freundin in der Oberschule hieß Emma und die habe ich in guter Erinnerung“ oder „Der neue Mann meiner Ex-Frau heißt auch Michael, den mag ich auch nicht“.
Sondern um übergreifende Vorurteile, die in unserer Gesellschaft mit bestimmten Namen verbunden werden und die dadurch entstehende schlechtere Bewertung von Prüfungen, bei gleicher Leistung. Dabei sind sexistische, rassistische und klassistische Diskriminierung möglich.
Wir freuen uns, dass alle Anträge vom StuRa angenommen wurden und freuen uns für die Unterstützung!