08/05/2026
Einsatz am Maiblumenfels bei Lemberg
Waldbrände fordern Einsatzkräfte
Lemberg. Ein Waldbrand am Maiblumenfels hat die Feuerwehren der Region über 2 Tage hinweg beschäftigt. Am Sonntag und Montag brannten insgesamt ca. 11.000 Quadratmeter Waldfläche in schwierigem Gelände.
Die erste Alarmierung erreichte die Rettungskräfte am späten Sonntagnachmittag, dem 3. Mai 2026, um ca. 17:15 Uhr. Gemeldet war eine unklare Rauchentwicklung im Bereich des Maiblumenfelsens nahe Lemberg. Die umgehend ausrückenden Einheiten der Feuerwehren Ruppertsweiler und Lemberg erkannten schnell den Ernst der Lage: Rund 2.000 Quadratmeter des Waldbodens standen an drei Seiten des Berges in Flammen. Die Löscharbeiten gestalteten sich von Beginn an als schwierig. Das betroffene Areal liegt an einem steilen, schwer zugänglichen Hang. Erschwerend kam ein immer wieder stark auffrischender Wind hinzu, der das Feuer antrieb. Innerhalb kurzer Zeit breitete sich der Brand auf rund 3.500 Quadratmeter aus. Mit zwei weiteren, nachalarmierten Fahrzeugen, kämpften insgesamt vier Wehren der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land mit zehn Fahrzeugen und rund 50 Einsatzkräften gegen die Flammen. Da es vor Ort keine Wasserversorgung gab, mussten die Einsatzkräfte einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen von einem Hydranten an der Ortsgrenze von Lemberg einrichten. Dadurch konnten ca. 30.000 Liter Löschwasser an den Brandherd transportiert werden. Erst nach mehr als 4 1/2 Stunden konnte der Einsatz gegen 21:45 Uhr beendet werden.
Erneuter Ausbruch am Montag
Die Erleichterung währte jedoch nur kurz. Am darauffolgenden Montagvormittag, dem 4. Mai 2026, um ca. 8:30 Uhr wurden die Einheiten aus Ruppertsweiler und Lemberg erneut alarmiert. Wieder lautete das Stichwort Waldbrand am Maiblumenfels. Schon auf der Anfahrt war wieder eine Rauchsäule zu sehen. Dieses Mal stand der Steilhang auf der Nordseite des Maiblumenfelsens auf einer Fläche von rund 7.500 Quadratmetern in Brand.
Spezialtechnik und Drohnen im Einsatz
Aufgrund der begrenzten Ressourcen forderte die Einsatzleitung überörtliche Hilfe an. Aus der Nachbarverbandsgemeinde rückte die Feuerwehr Hauenstein mit einer Waldbrandkomponente an. Zum Einsatz kamen sogenannte Kreisregner, die eine dauerhafte, großflächige Benetzung des Waldbodens mit Wasser ermöglichten. Zudem unterstützte die Feuerwehr Hinterweidenthal die Maßnahmen. Auch die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung (SEG-V) des Arbeiter-SamariterBund (ASB) wurde nachalarmiert, welche die Versorgung der Einsatzkräfte mit Essen und Getränken sicherstellte, während die Drohneneinheit des ASB eingesetzt wurde, um einen Gesamtüberblick aller Brandstellen aus der Luft zu bekommen. Ebenfalls vor Ort waren Vertreter des Forstamtes sowie die Polizei. Am Montag waren insgesamt 14 Fahrzeuge und rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr, ASB und Polizei im Einsatz. Es wurden rund 40.000 Liter Wasser an die Einsatzstelle verbracht. Nach nochmals 8 ½ Stunden konnte die Feuerwehr um 17:00 Uhr den Einsatz erfolgreich beenden.
Kriminalpolizei ermittelt
Um ein erneutes unbemerktes Aufflammen zu verhindern, führte die Feuerwehr am späten Montagabend sowie am Dienstagmorgen Kontrollgänge im Schadensgebiet durch. Dabei wurden keine neuen Brandherde mehr entdeckt.
Da es an derselben Örtlichkeit binnen kürzester Zeit zu zwei Bränden kam, hat die Kriminalpolizei Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung aufgenommen. Sachdienliche Hinweise oder Beobachtungen zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen im Bereich des Maiblumenfelsens nimmt die zuständige Polizeidienststelle entgegen.
Quelle https://share.meinort.app/b6aGEBQrk3rLFcAII