SPD Sömmerda

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Disclaimer: Der nachfolgende Kommentars stellt die Meinung des JUSOS Kreisvorsitzenden der SPD Sömmerda dar.Mein Bundesk...
26/10/2025

Disclaimer: Der nachfolgende Kommentars stellt die Meinung des JUSOS Kreisvorsitzenden der SPD Sömmerda dar.

Mein Bundeskanzler ist ja kein Rassist, aber ….

Gut 1 ½ Wochen ist es nun her, dass unser rhetorisch begabter Bundeskanzler einen bestechend unscharfen Satz auf einer Pressekonferenz zum Antrittsbesuch in Brandenburg zum Besten gab, und wir uns seitdem mit Allem und Nichts beschäftigen können. Im folgenden Beitrag möchte ich mich damit auseinandersetzen, was er damit zum Ausdruck gebracht hat, aufzeigen, worin das Problem liegt und was sonst noch im Argen liegt.

Friedrich Merz ist mit seinen 69 Jahren ein alter Hase im Politikgeschäft. Es ist von daher grundsätzlich davon auszugehen, dass er sehr bewusst seine Worte wählt, um das zum Ausdruck zu bringen und strategisch so zu platzieren, wie er es auch beabsichtigt. Streitbar, ob die Strategie immer gut ist, bleibt doch festzuhalten, dass das, was im ersten Moment angedacht ist, meist auch so gesendet werden soll. Während er bei früheren Aussagen noch zurückgerudert ist, blieb er diesmal lange Zeit auf der Ebene seiner ursprünglichen Aussage. Das ist gewollt, denn auch ihm geht es um Diskursverschiebungen. Und wie sie sich auswirken, das zeige ich an einem Beispiel weiter unten auf.

Das Kernproblem: Sichtbarkeit als Kriterium

Mit der Aussage, es gebe “ein Problem im Stadtbild”, erfährt der Bundeskanzler dem Grunde nach einen Zuspruch. Das “Stadtbild”, das ist nach der bpb der optische Eindruck einer Stadt oder eines Stadtteils, der ihre gesamten räumlichen, architektonischen und historischen Merkmale umfasst. Das ist also zunächst etwas zutiefst subjektives. Dieses subjektive Empfinden hat unser Bundeskanzler näher ausbuchstabiert, indem er nachgeschoben hat, dass der Bundesinnenminister jetzt dabei ist, in "sehr großen Umfang Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen”. Er selbst hat also die direkte Verbindung, oder besser Trennung aufgemacht, zwischen denen, die dazugehören und denen, die es nicht tun. Vor allem aber steht der Aufenthaltsstatus niemandem auf der Stirn. Der Bundeskanzler öffnet damit - ob bewusst oder unbewusst - den Diskurs über Personen, die optisch(!) dazugehören und jenen, die es nicht tun. Das ist rassistisch, und zwar zutiefst. Merz verkauft Abschiebungen als Stadtplanung.

Ein weiteres Problem, was sich daraus ergibt, ist auch der “Lösungsansatz”. Er suggeriert, dass das schon alles wieder in Ordnung gebracht wird, wenn erst alle *hier beliebigen Euphemismus für ‘Ausländer raus’ einfügen* sind. Geht man aber aus dem Gefühligen raus und schaut sich die Zahlen an, wird man relativ feststellen, dass SELBST WENN man das als Problem ansehen würde, man es so nicht lösen wird. Gehen wir von 42.000 unmittelbar ausreisepflichtigen Personen aus, und davon, dass 60 Millionen Menschen in Ballungsräumen leben, so würde es bedeuten, dass eine von 1.400 Personen aus dem “Stadtbild” verschwindet. Da ändert sich, wenn überhaupt, nur marginal etwas. Fritze Merz redet also wieder Tünkram. Was bleibt, ist die Hetze gegen Menschen, die vermeintlich nicht dazugehören. London, Paris, Amsterdam - überall dieselben Ablenkungsdebatten und nirgendwo ist “Ausländer raus” die Lösung des Problems.

Nun könnte man einwenden: Aber Kriminalität, Sicherheitsgefühl - das sind doch reale Probleme! Ja, richtig. Nur sind das keine Probleme des “Stadtbilds”, sondern Sicherheitsfragen, die unabhängig vom Aussehen zu diskutieren sind. Kriminalität löst man nicht durch Abschiebungen nach Aufenthaltsstatus, sondern durch Prävention, Polizeiarbeit und soziale Investitionen. Merz vermischt bewusst verschiedene Debatten, um von seiner eigenen Lösungslosigkeit abzulenken.

Die realen Ursachen: Gentrifizierung, nicht Migration

Was außerdem bleiben würde, das ist das Gefühl der Bevölkerung, dass mal wieder nichts getan wird. Denn was man nicht leugnen kann, ist, dass sich das Stadtbild im Laufe der Zeit geändert hat. Wo früher Orte der Begegnung waren, Plätze zum verweilen, da erblüht heute die Konsumhölle in all ihrer Farbenpracht. Alles, was stört oder sich nicht verwerten lässt, wird aus dem Stadtbild verbannt. Architektur, die versucht, Wohnungslose aus den Innenstädten zu tilgen. Gewerbemietpreise, bei denen einem die Ohren schlackern, wenn sie denn offenbart werden. Teure Lofts und Luxuswohnungen in bester Lage, die Menschen aus ihren Heimatvierteln verdrängen und was sonst an Wohnraum übrig ist wird so überteuert auf den Markt geworfen, dass Mieten ein bestimmender Faktor für Armut in den Städten geworden ist. Und wo Migrantinnen und Migranten versuchen, sich aus prekären Beschäftigungen zu lösen, sich ein eigenes selbstbestimmtes Leben zu erarbeiten, dort müssen sie wieder erfahren, dass sie nicht dazugehören - dass sie ein Problem im Stadtbild seien. Das meritokratische Versprechen - wer leistet wird belohnt - wird auch hier wieder kurzerhand unter dem Kalkül des Stimmenfangs von noch weiter rechts außen unter den Bus geworfen.

Und genau hier zeigt sich die perfide Strategie: Merz lenkt bewusst von den tatsächlichen Ursachen für die Unzufriedenheit mit dem Stadtbild ab. Die Menschen spüren zu Recht, dass sich ihre Städte verändert haben – aber nicht wegen Migration, sondern wegen Gentrifizierung, Kommerzialisierung und dem Rückzug öffentlicher Räume. Indem Merz die Frustration über diese realen Probleme auf Migrantinnen und Migranten umlenkt, bietet er eine Scheinlösung an: Abschiebungen werden die Innenstädte nicht lebenswerter machen, die Mieten nicht senken und keine Begegnungsräume schaffen. Was bleibt, ist ein doppelter Schaden: Die eigentlichen Probleme bleiben ungelöst, während gleichzeitig Menschen zu Sündenböcken gemacht werden. Und wenn dann – wie absehbar – auch nach den versprochenen "Rückführungen" die Unzufriedenheit bestehen bleibt, ist der Nährboden für die nächste Radikalisierung bereitet.

Bessere Diskurse führen zu besserer Politik

An dieser Stelle ist es Aufgabe von Politik, die Nöte der Menschen zu analysieren und ernst zu nehmen. Wir brauchen tatsächlich sichere Städte für alle. Und das ist sehr umfassend und darüber sollte sich die Diskussion drehen. Warum gibt es so wenige Schattenplätze, an denen ältere Menschen im Sommer verweilen können, ohne dass Sie dort konsumieren müssen? Wem dient es, dass Gewerbe und Wohnraummieten so hoch sind? Welche Ursachen hat Kriminalität und wie kann man sie effektiv bekämpfen? Wieso gibt es kaum öffentliche Begegnungsräume?

Wenn wir uns ehrlich machen, sind das die Fragen, die der Gesamtbevölkerung in Deutschland unter den Nägeln brennt, ungeachtet ihres Passes. Und ich erwarte von meinem Bundeskanzler, dass er diese adressiert und löst und nicht, dass er die politische Handlungsfähigkeit bloß simuliert.

Aber wie schon festgestellt, ist es Kalkül. Während auf breiter Front versucht wird einen Abwehrkampf zu führen gibt es durchaus Stimmen in der CDU, die versuchen eine rechtsextreme Partei zu legitimieren. Wenn suggeriert wird, man könne ja einfach einen Gesetzentwurf einbringen und mal gucken, wer dem dann zustimmt, wirft das 2 Probleme auf. Zwar wird auf Deliberation (beschreibt eine auf den Austausch von Argumenten angelegte Form der Entscheidungsfindung unter Gleichberechtigten. Das bessere Argument und nicht die Mehrheitsabstimmung soll die Entscheidungen prägen und zu besseren Entschlüssen führen, weil – im Idealfall – alle Argumente gegeneinander abgewogen werden und eine Einigung auf die »beste« Lösung möglich ist. Quelle: BPB) verwiesen, wenn sich aber die CDU der Deliberation durch demokratische Parteien verschließt, indem gesagt wird: ”Wer seine Politik allein daran ausrichtet, von wem sie Zustimmung erfährt, verwechsle Moral mit Politik.” hat man am Ende doch ein sehr inkonsistentes Verständnis von Demokratie. Dann kommt man in Teufels Küche.

Es offenbart aber noch etwas anderes. Nämlich besitzt die CDU dann Themenfelder, in denen sie keine Übereinkunft mit den anderen demokratischen Parteien sieht und sie erpressen möchte. Hier muss man konsequent gerade stehen und klar formulieren: Wenn die CDU glaubt, sie hat nach Art und Umfang eine bedeutungsvolle Anzahl von Themen, die sie mit den demokratischen Parteien nicht besprechen kann und von denen sie sich eine bedingungslose Zustimmung der AfD erwartet, weil scheinbar deckungsgleiche Positionen bestehen, dann sollte da dringend der Kompass gecheckt werden.
Denn sonst gibt es wohl doch eine Reihe von Menschen, die zurecht meinen, dass die CDU Teil eines rechten Blocks ist.

Mehr Menschenrechte statt rechter Menschen

Ob der Bundeskanzler nun ein Rassist ist? Die Antwort auf diese Frage steht mir nicht zu, und ich halte sie auch nicht für entscheidend. Entscheidend ist, er bedient sich immer wieder rassistischer Bilder und Narrative. Das ist für den Bundeskanzler der BRD unwürdig. Ich erwarte von meinem Bundeskanzler, dass er ohne Wenn und Aber für die Würde aller Menschen und die Menschenrechte eintritt.

Silvio Tukai
JUSOS Kreisvorsitzender der SPD Sömmerda

“Politiker werden nach ihrer Standfestigkeit beurteilt; leider beharren sie deshalb auf ihren Irrtümern” - Oscar Wilde

Landesdelegiertenkonferenz, 14.12.2025.Vergangenen Samstag hat eine vierköpfige Delegation aus dem Landkreis Sömmerda di...
16/12/2024

Landesdelegiertenkonferenz, 14.12.2025.

Vergangenen Samstag hat eine vierköpfige Delegation aus dem Landkreis Sömmerda die Reise in die Landeshauptstadt angetreten. Mit rund 200 anderen Genoss:innen haben wir eine Landesliste für die anstehende Bundestagswahl aufgestellt.

Nach energische Grußworten von und haben wir eine Liste aufgestellt, auf die wir stolz sein können, bei der wir uns die Frage, wer die erste Frau auf dieser sein soll aber auch nicht leicht gemacht haben. Klar ist aber auch: Weder noch .rudolph.spd
müssen ihr Licht unter den Scheffel stellen und kämpfen unermüdlich für eine bessere, gerechte Zukunft.

Angeführt von und in Sömmerda eng an der Seite von geht es nun in den Wahlkampf.

Wir sind fest davon überzeugt, dass wir die besten Antworten auf die drängenden Fragen unserer Zeit haben. Armutsfeste Löhne, weitsichtige Wirtschafts- und Steuerpolitik und außenpolitische Postionen mit Bedacht und ohne Populismus, das gibt es nur mit einer starken sozialdemokratischen Partei.

Schluss mit tödlicher Gewalt: Radikale Lösungen jetzt!Liebe Mitmenschen,angesichts der erschreckenden Zahl von Frauen, d...
11/09/2024

Schluss mit tödlicher Gewalt: Radikale Lösungen jetzt!

Liebe Mitmenschen,
angesichts der erschreckenden Zahl von Frauen, die durch ihre Ehemänner oder Partner getötet werden, sehe ich mich gezwungen, drastische Maßnahmen vorzuschlagen. Wenn tausende Männer prügelnd und mordend ihr Unwesen treiben dann muss ich konsequenterweise Folgendes fordern:

1. Sofortige Einführung einer Männer-Obergrenze in Deutschland! Maximal 40% der
Bevölkerung dürfen männlich sein.
2. Strikte Grenzkontrollen zwischen Singles und Verheirateten. Nur mit gültigem "Ich bin keine Gefahr für meine Partnerin"-Ausweis darf geheiratet werden.
3. Komplettes Verbot von Küchenmessern, Hämmern und allem, was spitz oder schwer ist. Sicherheit geht vor!
4. Drittstaatenlösung für aggressive Ehemänner: Alle potenziell gefährlichen Männer
werden in ein "sicheres Drittland" abgeschoben. Wie wäre es mit einer einsamen
Insel?
5. Präventivhaft für alle Männer, die jemals laut geworden sind. Man kann ja nie wissen!

Klingt absurd? Genau! Genauso absurd wie die Vorschläge mancher Politiker*innen zur Einschränkung des Asylrechts.

Stattdessen fordere ich:
1. Konsequente Umsetzung des Rechts auf Asyl ohne Obergrenzen und
Einschränkungen – Menschenrechte sind nicht verhandelbar!
2. Massive Investitionen in kommunale Integrationsmaßnahmen, insbesondere in
Bildung, Arbeitsmarktintegration und Wohnraum für Geflüchtete und Migranten.
3. Weiterverfolgung eines progressiven Einwanderungsgesetzes, das legale
Migrationswege erleichtert und den Arbeitskräftemangel bekämpft.
4. Ausbau der Extremismusprävention durch flächendeckende politische
Bildungsprogramme in Schulen, Ausbildungsstätten und Gemeinden.
5. Solidarische europäische Asylpolitik mit fairer Verteilung von Geflüchteten und
gemeinsamem Engagement in der Fluchtursachenbekämpfung.

Denn eines ist klar: Nur mit einer humanen und gerechten Migrations- und Integrationspolitik können wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und Extremismus den Nährboden entziehen.

gez. Silvio Tukai, Juso Vorsitzender im Kreis Sömmerda

Ein riesen Dankeschön an alle anwesenden Aktivisten und den Verein Kultur im Sinn e.V.!Innerhalb weniger Tage wurde eine...
26/08/2024

Ein riesen Dankeschön an alle anwesenden Aktivisten und den Verein Kultur im Sinn e.V.!

Innerhalb weniger Tage wurde eine tolle Demo aus dem Hut gezaubert, um klare Kante gegen die AfD und für eine vielfältige Gesellschaft zu zeigen. Es gab u.a. tolle Redebeiträge der Omas gegen Rechts, des Künstlerhaus Thüringen e.V ., des Bündnis Weltoffenes Sömmerda sowie von Laura Wahl (Grüne Jugend) und Annabel Zoeger (Die Linke).

Wir freuen uns, dass eine dreistellige Zahl von Menschen Haltung und Gesicht gezeigt hat! Für uns hat Silvio Tukai, Vorsitzender der Jusos im Kreis Sömmerda, das Mikro übernehmen dürfen. Nachfolgend könnt ihr seine Rede noch einmal nachlesen:

“In Zeiten, in denen populistische Strömungen an Kraft gewinnen, ist es wichtiger denn je, dass wir für unsere Werte einstehen. Werte, die das Fundament unseres Zusammenlebens bilden. Werte, die in unserem Grundgesetz verankert sind und die wir gemeinsam verteidigen müssen. Es ist wichtig, für diese Werte einzustehen, die die AfD mit Füßen tritt. Eine AfD die mit großer Mehrheit einen rechtsextremen Demagogen an Ihre Landesspitze gesetzt hat und mit Czuppon einen verurteilten Straftäter als Kandidaten für den Wahlkreis hier in Sömmerda bestimmte. Thorsten Czuppon, ein Mann, der mit Kleidung eines Nazilabels zu einer
Schulungsveranstaltung in der Gedenkstätte des KZ Buchenwald aufgeschlagen ist und nachdem er des Geländes verwiesen wurde, die Mitarbeiter dort angezeigt hat und die Anzeige dann noch selbst bearbeitet hat. Man könnte meinen, er wurde von der AfD gerade deshalb aufgestellt, weil er sich mit Selbstjustiz und der V erfolgung Unschuldiger auskennt.

Auch das zeigt: Unsere Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist das Ergebnis harter Arbeit und Opfer vieler Generationen vor uns. Und es liegt an uns allen, sie zu bewahren und zu stärken.

Aber was macht unsere Demokratie aus?
Zunächst einmal die Würde des Menschen. Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Dies ist nicht verhandelbar!
Dafür müssen wir einstehen, wenn die Faschisten wieder Religionen als Ziel markieren, anfangen Deutsche in Blutsdeutsche und Passdeutsche zu unterteilen, wenn Sie in Menschen, die zu uns kommen, um ihr Glück in Deutschland zu finden, als Terroristen und Straftäter diffamieren.
Auch ist es die Meinungsfreiheit. In einer Demokratie muss jeder seine Meinung frei äußern können, ohne Angst vor Verfolgung oder Benachteiligung. Aber Meinungsfreiheit bedeutet auch Verantwortung. Sie endet dort, wo die Würde anderer Menschen verletzt wird. Und wir alle kennen die Kommentare auf Facebook und anderen Socialmedia Plattformen. Und glaubt mir, wenn ihr lesen würdet, was unsere Bürgermeister, Landräte, und Abgeordnete für Briefe
bekommen, da würde euch Angst und Bange werden..

Und gerade dadurch wird die Solidarität so wichtig. Eine Demokratie funktioniert nur, wenn wir füreinander einstehen. Wenn wir verstehen, dass wir alle Teil einer Gemeinschaft sind und dass das Wohlergehen des Einzelnen mit dem Wohlergehen aller verbunden ist.

Und schließlich die Offenheit. Eine demokratische Gesellschaft muss offen sein für neue Ideen, für Vielfalt, für den respektvollen Austausch unterschiedlicher Meinungen. Nur so können wir voneinander lernen und gemeinsam wachsen.
Diese Werte werden heute von verschiedenen Seiten in Frage gestellt. Es gibt Kräfte, die Angst und Misstrauen säen wollen. Die uns einreden wollen, dass wir uns abschotten müssen, um sicher zu sein. Sie behaupten, dass Vielfalt eine Bedrohung sei statt eine Bereicherung.

Lasst uns diesen Kräften entschieden entgegentreten. Nicht mit Hass oder Gewalt, sondern mit Argumenten und Mitgefühl. Lasst uns uns zeigen, dass die überwältigende Mehrheit in diesem Land für eine offene, tolerante und gerechte Gesellschaft steht.
Lasst uns dafür kämpfen, dass unsere Gesellschaft nicht weiter nach rechts rückt. Lasst uns zeigen, dass Arbeitsverbote, Arbeitszwang, repressive Auszahlungsmethoden, wochenlange Abschiebehaft und Abschiebungen in autoritäre Krisenstaaten keine Methoden eines weltoffenen Staates sind.

Soweit mir der Kommentar auch noch erlaubt ist: Ich halte es zudem für Blödsinn, Menschen abzuschieben statt sie auszubilden, während man versucht, Arbeitskräfte und Auszubildende aus dem Ausland anzuwerben. Ungeachtet dessen braucht es ja auch nur ein geringes Maß an universalistischen Denken, um zu erkennen, dass der Wert eines Menschen sich in mehr misst als in dem, welchen wirtschaftlichen Wert er hat.

Wir stehen vor großen Herausforderungen. Der Klimawandel, die digitale Transformation, die wachsende soziale und ökonomische Ungleichheit - das sind Probleme, die wir nur gemeinsam lösen können. Nicht durch Spaltung und Ausgrenzung, sondern durch Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis.
Gemeinsam können wir eine Gesellschaft gestalten, in der jeder Mensch die Chance hat, sein Potenzial zu entfalten. Eine Gesellschaft, die zusammenhält, statt sich zu spalten. Eine Gesellschaft, die Probleme anpackt, statt Sündenböcke zu suchen. Eine Gesellschaft, die mehr ist als Angst vor Fremden und vor Regenbogenflaggen.
Dafür stehen wir hier. Dafür setzen wir uns ein. Nicht nur heute, sondern jeden Tag. Denn Demokratie ist kein Zustand, sondern ein fortwährender Prozess. Ein Prozess, an dem wir alle beteiligt sind. Und ich hoffe, dass diejenigen, die bis jetzt noch nicht aktiv sind, diese Veranstaltung auch als Aufforderung verstehen. Als Aufforderung, in V ereine und Parteien
einzutreten und auch dort für Ihre Werte einzustehen und sie nach außen zu tragen.

Lasst uns also gemeinsam für unsere Demokratie einstehen.
Lasst uns Gesicht zeigen für Menschenrechte und Menschlichkeit.
Lasst uns eine Zukunft gestalten, in der nicht Angst und Ausgrenzung regieren, sondern Hoffnung und Zusammenhalt.

Vielen Dank.

Alerta!”

Sömmerda, 24.08.2024

24/08/2024
Sommerfest an der Kiesgrube Leubingen🏖️Gestern konnten wir unser diesjähriges Sommerfest an der Kiesgrube Leubingen feie...
21/08/2024

Sommerfest an der Kiesgrube Leubingen🏖️

Gestern konnten wir unser diesjähriges Sommerfest an der Kiesgrube Leubingen feiern. Bei bestem Wetter, gutem Essen und einer ausgezeichneten Stimmung diskutierten die beiden Landtagskandidierenden Katharina Schenk und Stefan Carow sowie unser Spitzenkandidat Georg Maier mit den Gästen im Beachclub.

Vielen Dank an alle Gäste für euer Erscheinen, den Jusos Thüringen für die überragende Vor und Nachbereitung und Stefan, Katharina und Georg für eure Zeit und Begrüßungsworte.

Dafür möchten wir uns im Kreistag des Landkreises Sömmerda in folgenden Themen einsetzen: Schulen sowie Kinder und Jugen...
22/05/2024

Dafür möchten wir uns im Kreistag des Landkreises Sömmerda in folgenden Themen einsetzen: Schulen sowie Kinder und Jugendliche.

21/05/2024
Am 26. Mai sind  . Wir wollen Euch unsere Kandidierenden für die   vorstellen. Heute mit unseren Spitzenkandidaten.01: C...
20/05/2024

Am 26. Mai sind . Wir wollen Euch unsere Kandidierenden für die vorstellen. Heute mit unseren Spitzenkandidaten.

01: Christopher Harsch aus Vogelsberg
02: Enrico Gropp aus Andisleben
03: Stefan Carow

75 Jahre Grundgesetz. 75 Jahre Frieden und Sicherheit in Deutschland. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland tra...
16/05/2024

75 Jahre Grundgesetz. 75 Jahre Frieden und Sicherheit in Deutschland.
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland trat am 24. Mai 1949 in Kraft und umfasst grundlegende Prinzipien unseres Gemeinwesens, wie die Gewaltenteilung, das Föderalismusprinzip, die Garantie von Menschenrechten und Grundfreiheiten sowie die Rechte und Pflichten der Bürgerinnen und Bürger. Es ist unsere höchste Rechtsnorm. Damit ist es unser Garant für ein friedliches und demokratisches Zusammenleben.
Wir laden Sie ein mit uns über die Herausforderungen der Verfassungsorgane in der aktuellen Zeit zu diskutieren. Was bedeutet das Grundgesetz für unser tägliches Zusammenleben? Wie schützen wir unseren Rechtsstaat? Und wie wehren wir uns gegen Demokratiefeinde?
Am 21. Mai um 18:00 Uhr wollen wird dazu mit Stefan Kramer im Bürgerzentrum Bertha von Suttner ins Gespräch kommen. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

Dafür möchten wir uns im Kreistag des Landkreises Sömmerda in folgenden Themen einsetzen: Digitalisierung, Verwaltung, E...
16/05/2024

Dafür möchten wir uns im Kreistag des Landkreises Sömmerda in folgenden Themen einsetzen: Digitalisierung, Verwaltung, Energie, Natur und Umwelt.

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