10/08/2026
Wenn die SPD mit dem Rücken zur Wand steht, kritisiert sie einfach die eigene Politik...
„Die Kommunen stehen mit dem Rücken an der Wand“, warnt der Städtetagspräsident.
Das ist zweifellos richtig. Bemerkenswert ist allerdings, wer diese Warnung ausspricht:
ein SPD-Genosse, der als Oberbürgermeister von Leipzig selbst einen kommunalen Haushalt mit einem Defizit von rund 300 Millionen Euro zu verantworten hat.
Die SPD hat die vergangenen Jahrzehnte ihrer Regierungsverantwortung in Berlin schlicht verschlafen.
Denn die kommunale Finanzmisere ist schließlich nicht über Nacht entstanden. Jahrelang wurden auf Bundesebene falsche politische Prioritäten gesetzt, Milliarden für immer neue fragwürdige Vorhaben bereitgestellt und enorme Summen ins Ausland transferiert, während die Infrastruktur vor der eigenen Haustür zunehmend verfällt.
Und jetzt stellt man erschrocken fest:
Schulen müssen saniert werden.
Straßen und Brücken werden marode.
Sportstätten verfallen.
Behörden sind überlastet.
Freiwillige Leistungen müssen gestrichen werden.
Wer hätte das ahnen können?
Vielleicht diejenigen, die seit Jahren mitregieren und die entsprechenden Haushalte und politischen Entscheidungen mittragen.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Warnung, die finanzielle Not der Kommunen könne „Skepsis gegenüber den Institutionen und der Demokratie insgesamt“ nähren.
Da hat Herr Jung sogar recht.
Nur sollte man sich dann auch fragen, wer diese Skepsis durch jahrelanges politisches Versagen und falsche Prioritäten überhaupt mit verursacht hat.
Denn wenn vor Ort das Geld für die Sanierung der Schule, den Sportplatz oder die Straße fehlt, während gleichzeitig Milliarden für politische Prestigeprojekte bereitstehen, dann braucht man sich über den Unmut der Bürger nicht zu wundern.
Wir als AfD-Fraktion im Gemeinderat Uhlstädt-Kirchhasel kennen diese Realität nur zu gut.
Unsere Kommunen brauchen keine weiteren Sonntagsreden darüber, wie schlimm die Lage ist. Sie brauchen endlich eine verlässliche finanzielle Ausstattung und eine Politik, die zuerst die eigene Infrastruktur und die eigenen Bürger im Blick hat.
Aber offensichtlich kommt diese Erkenntnis bei den Altparteien erst dann an, wenn sie sich über Jahrzehnte hinweg selbst überflüssig gemacht haben.
Man kann es auch kürzer zusammenfassen:
Wer das Feuer jahrelang mit entfacht hat, sollte sich nicht wundern, wenn es irgendwann im eigenen Rathaus brennt.
Der Präsident des Deutschen Städtetages, Burkhard Jung, hat die Bundesregierung zu schnellen finanziellen Entlastungen aufgefordert. Die Stimmung in Deutschlands Rathäusern sei explosiv, warnte Jung im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Nach 21 Jahren Erfahrung erlebe er die ...