04/09/2026
Seit anderthalb Wochen akute Notlage am Lampertshof – jetzt muss gehandelt werden!
Seit rund anderthalb Wochen leiden Stadttauben am ehemaligen Taubenschlag Lampertshof unter der entstandenen Versorgungslücke. Geschwächte und tote Tiere wurden gefunden, Tauben wurden überfahren. Trotzdem reagiert die Stadtverwaltung nach Angaben des Stadttaubenvereins weiterhin nicht auf dessen Kontaktversuche. In ihrer Pressemitteilung der vergangenen Woche vermittelt die Stadt dagegen den Eindruck, die Situation sei weitgehend unter Kontrolle.
Das passt nicht zu dem, was vor Ort passiert.
Unser Antrag für den Stadtrat am 8. September fordert deshalb konkrete Sofortmaßnahmen:
💧 Kontrollierte Notversorgung mit artgerechtem Futter und Wasser am Lampertshof.
🏠 Innerhalb von 48 Stunden müssen konkrete Schritte zur Prüfung eines neuen betreuten Taubenschlags am oder nahe dem bisherigen Standort eingeleitet werden.
🐣 Ziel muss ein vollwertiger Taubenschlag nach dem Augsburger Modell sein – mit Versorgung, Betreuung und Eieraustausch.
🗺️ Zusätzlich braucht Saarbrücken ein Konzept für ausreichend betreute Taubenschläge im gesamten Stadtgebiet.
Entscheidend ist für uns nicht, ob einzelne Maßnahmen auf dem Papier gut klingen. Sie müssen sich daran messen lassen, ob sie das Tierleid der weiterhin am Lampertshof ausharrenden Tauben tatsächlich beenden.
Dabei darf nicht zwischen „ehemaligen Tauben des Taubenhauses“ und Tieren unterschieden werden, die dort „nur“ regelmäßig Futter gesucht haben. Auch diese Tauben gehören zur Saarbrücker Stadttaubenpopulation. Wenn sie andernorts unkontrolliert brüten, zeigt das vielmehr, warum ausreichend betreute Taubenschläge notwendig sind.
Wer das Augsburger Modell und den Tierschutz ernst nimmt, darf sich nicht hinter Zuständigkeitsfragen, rhetorischen Unterscheidungen oder einzelnen Ersatzmaßnahmen verstecken.
🤝 Jetzt müssen Stadtverwaltung, Tierschutzbehörden, Politik und Stadttaubenverein an einem Strang ziehen. Keine weiteren Ausreden. Keine Scheinlösungen. Das Ziel muss sein: weiteres Tierleid schnellstmöglich beenden und dauerhaft verhindern.