27/10/2024
Die zwei Gesichter des Christian Lindner - Ukraine-Solidarität zum Nulltarif.
Im Rahmen seiner USA-Reise gab Christian Lindner ein Statement zur Einigung der G7 und der EU bezüglich der finanziellen Unterstützung der Ukraine ab.
Er bezeichnete die Einigung als "großen Durchbruch" und gab an, dass die westliche Staatengemeinschaft drei Botschaften sende.
Die zweite Botschaft so Lindner "Wir sind entschlossen, die Ukraine so zu unterstützen, wie es erforderlich ist, damit sie durchhalten kann".
(G7-Staaten leihen der Ukraine 50 Milliarden – Russland soll zahlen - Politik - SZ.de)
Der jetzt beschlossene 50 Milliarden-Dollar-Kredit, der von G7 für die Ukraine freigegeben wird erfährt seine Tilgung durch die Zinserträge der eingeforenen Geldreserven, welche die russische Notenbank im Ausland geparkt hat.
Saubere Sache für Hrn. Lindner, da der deutsche Fiskus nicht belastet wird. Hier sollte man sich bewußt machen, dass hierdurch eine Aufstockung der nationelen Ukraine-Hilfe - also durch Bundesmittel - vermieden werden kann.
Der andere Christian Linder fordert aber einen neuen Status für die Flüchtlinge aus der Ukraine, was eine Kürzung der Sozialleistungen vorsieht.
Es hat den Anschein, dass sich die linderische Solidiarität für die Ukranine aus der Herkunft der finaziellen Mittel abzuleiten lässt.
Hier wird ein ganzheitlicher Ansatz vermisst. Nicht nur die direkte finanz. Unterstützung - gleich ob für Kriegsmaterial, Hilfsgüter, Instandhaltung der Infrastruktur,... ist wichtig, sondern auch das Wissen, dass die ukrainischen Flüchtlinge, welche sich in unserem Land befinden finanziell und sozial abgesichert sind.
Den ukrainischen Frauen und Kindern die Unterstützung kürzen zu wollen, stellt die Glaubhaftigkeit und Integrität von Hrn. Lindner in Frage. Diese Frauen und Kinder leben mit dem Wissen, dass jederzeit ihr Ehemann bzw. Vater an der Front oder durch einen perfiden Luftangriff auf zivile Infrastruktur zu Tode kommen kann, aber auch andere Famillienmitglieder. Diese Menschen jetzt auch noch in diese finazielle und soziale Notlage zu bringen ist an Unmenschlichkeit nicht zu überbieten.
Hier gilt es auch zu erwähnen, dass direkt an der Front nicht nur die Waffe für den ukranischen Soldaten wichtig ist, sondern auch die Gewissheit, dass Frau und sein Kinder nicht nur sicher sind, sondern auch versorgt. Hierdurch hat er nämlich den Kopf frei, um entsprechend sein Land zu verteiligen oder wie Hr. Linder so schön in seinem Statment wiedergab - "durchzuhalten".