Stiftung Demokratie Saarland

Stiftung Demokratie Saarland Die SDS ist eine politische Weiterbildungseinrichtung. Mehr über die Geschichte über unsere Stiftung findet ihr auf:
https://www.sdsaar.de/sds/historie/
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Unsere Werte: Freiheit, Gerechtigkeit & Solidarität

- mehr wir statt ich – denn individuelle Freiheit haben wir nur, wenn wir auch Verantwortung für andere Menschen übernehmen
- mehr bunt statt braun – weil Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und sämtliche Formen der Diskriminierung nicht zu einer freiheitlichen Demokratie gehören
- mehr lachen statt schreien – weil Menschen, unabhängig von ihrer Wel

tanschauung, Nationalität und Kultur, in unserer Gesellschaft willkommen sind

Unsere Vision: eine lebendige Demokratie

- nachhaltig DENKEN
- lebenslang LERNEN
- gemeinsam GESTALTEN

Unser Leitbild: Als politische ErwachsenenbildnerInnen sind wir für Menschen aus ALLEN Lebensbereichen bildungspolitisch tätig. Mit unserer Arbeit möchten wir

- Menschen für die Bedeutung demokratischer Werte sensibilisieren und sie ermutigen, sich für Demokratie stark zu machen
- Orientierung bieten in einer zusehends komplizierter werdenden, digitalisierten Welt
- Tipps für gesellschaftliches Engagement vermitteln
- Menschen zusammenbringen und Diskussionen anstoßen – auf der Grundlage der Prinzipien von Rationalismus und Aufklärung

Seit 1995 ist die Stiftung in der politischen Erwachsenenbildung mit Seminaren, Workshops und Vorträgen zur Demokratiestärkung tätig. Kontinuierlich haben wir unsere Arbeit weiterentwickelt, stets an den Menschen orientiert, für die unsere kostenfreien Veranstaltungen konzipiert wurden.

📢 Veranstaltungshinweis 📢Am Donnerstag, 𝟬𝟮. 𝗝𝘂𝗹𝗶 𝘂𝗺 𝟭𝟳:𝟬𝟬 𝗨𝗵𝗿, findet an der Universität des Saarlandes (UdS), in der Au...
23/06/2026

📢 Veranstaltungshinweis 📢

Am Donnerstag, 𝟬𝟮. 𝗝𝘂𝗹𝗶 𝘂𝗺 𝟭𝟳:𝟬𝟬 𝗨𝗵𝗿, findet an der Universität des Saarlandes (UdS), in der Aula A3 3 (Campus Saarbrücken) die der Universitätsgesellschaft des Saarlandes, des Zentrum für Lernen und Lehren (ZeL) sowie der USA statt.

In dem Vortrag wird es um eines der global meistdiskutierten Themen gehen: Um das Wohnen. Wohnen ist ein . Doch Wohnkosten sind zu erheblichen finanziellen Belastungen geworden: rund 5,4 Millionen Menschen in Deutschland sind wegen ihrer arm, und das Verhältnis zwischen Mietkosten und Löhnen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verschoben.

Lara Schulschenk, Soziologin, Journalistin und Expertin zum Thema Mieten, wird in ihrem Vortrag „𝗩𝗶𝗲𝗿 𝗪𝗮̈𝗻𝗱𝗲, 𝗭𝘄𝗲𝗶 𝗞𝗹𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻 - 𝗨̈𝗯𝗲𝗿 𝗠𝗶𝗲𝘁𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗨𝗻𝗴𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝗵𝗲𝗶𝘁“ darstellen, wie der zu einem Mechanismus der Umverteilung von Lohneinkommen zu Vermögen geworden ist. Ein Prozess, der wissenschaftlich und öffentlich mehr Beachtung verdient.

In Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung, der Villa Lessing, der Peter Imandt Gesellschaft sowie der Stiftung Demokratie Saarland.

▶️   ◀️ …vor zehn Jahren stimmte, bei einer Wahlbeteiligung von 72,2%, die Bevölkerung des Vereinigten Königreiches (UK)...
23/06/2026

▶️ ◀️



vor zehn Jahren stimmte, bei einer Wahlbeteiligung von 72,2%, die Bevölkerung des Vereinigten Königreiches (UK) mit 51,9 % für einen aus der .

350 Millionen Pfund! Diese Summe fließe wöchentlich an die EU & durch einen Austritt könne diese Summe an den NHS, dem staatlichen Gesundheitssystem, investiert werden. Außerdem werde UK wieder in der Lage sein, eigenständig Handelsabkommen zu schließen, Wirtschaftswachstum zu generieren & vor allem Migration durch eigenständigen Grenzschutz zu kontrollieren.
Nun, zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum, kann nüchtern festgehalten werden, dass die meisten Versprechungen und Hoffnungen sich (noch) nicht erfüllten.

Das NHS ist weiterhin chronisch unterfinanziert & hat – trotz einer Jugenderwerbslosenquote der 15- bis 24-Jährigen von 14,6% (fast 1. Millionen Briten) – mit einem Fachkräftemangel zu kämpfen. Um den Fachkräftemangel zu lösen, benötigte UK ausländische Fachkräfte, die aber nun nicht mehr aus der EU, sondern bspw. aus afrikanischen Ländern stammten.

Die britische Wirtschaft wächst zwar, aber nur minimal & u.a. durch wegbrechende Steuereinnahmen sowie die wirtschaftlich negativen Folgen des Brexits, ist das BIP niedriger, als es ohne ihn gewesen wäre. Insgesamt leidet die Wirtschaft trotz eines Freihandelsabkommens mit der EU, nach wie vor unter dem Austritt aus dem Binnenmarkt & der Zollunion.

Wohin geht nun die Reise von UK? Vielleicht wieder zurück in die EU? Ab 2027 tritt das Land wieder Erasmus+ bei. Der (noch) amtierende Premierminister Kier Stamer, sprach in einer Rede im Mai davon „Großbritannien wieder ins Herz Europas zu rücken“. Sein vermeintlicher Konkurrent um den Parteivorsitz, der ehemalige Gesundheitsminister Wes Streeting, sagte "Die EU zu verlassen, war ein katastrophaler Fehler. Die größte wirtschaftliche Chance, die wir haben, liegt vor unserer Haustür.“ Und offenbar denkt nicht nur er so: Nach einer YouGov-Umfrage vom 03. Juni 2026 glauben 57% der Briten, dass der Austritt ein Fehler war. 30% finden die Entscheidung richtig.

❓Was denkt ihr? ❓

22/06/2026

▶️ Vernichtungsfeldzug in der Sowjetunion - Soldaten als Mitwisser ◀️

In seinem Vortrag "Deutschland 1933-1945: Wie konnte das geschehen?", welcher am 27. Mai 2026 bei uns in der Stiftung stattfand, sprach PD Dr. Götz Aly darüber, wie es die NSDAP u.a. durch materielle Anreize geschafft hat die Bevölkerung hinter sich zu vereinen.

Doch je länger die NS-Herrschaft mit ihren Gräuel andauerte, spielte Furcht eine immer größere Rolle: Die Furcht vor der Rache all jener, die unter dieser Herrschaft unendliches litten.
Der Überfall auf die Sowjetunion war schließlich der entscheidende Punkt: Während sich Deutschland bspw beim Überfall auf Polen noch weitgehend an die Haager Landkriegsordnung - also den damaligen Konventionen für Kriegsführung - hielt, änderte sich das gegen die Sowjetunion schlagartig.

3,5 Millionen deutsche Soldaten marschierten in die UdSSR ein, wovon bereits im ersten Monat 60.000 Tod waren, so viele wie im gesamten Westfeldzug. Doch dies war kein reiner Eroberungsfeldzug, es war ein Vernichtungsfeldzug: Schon innerhalb der ersten sechs Kriegsmonate werden 900.000 Juden sowie 250.000 nicht jüdische Zivilisten erschossen & 1,4 Millionen sowjetische Kriegsgefangene vorsätzlich zu Tode gebracht.

Aly betont: Das konnte keinem der 3,5 Millionen Soldaten verborgen bleiben. Ab Herbst 1941 lautet die Propaganda offen: „Die Brücken sind abgebrochen. Es gibt nur Sieg oder Niederlage." Die Beteiligung an den Verbrechen soll die Menschen unauflöslich ans Regime ketten.

Viele kämpften weil sie wussten, was sie taten und weil sie wussten, was ihnen daher drohte.

Hier findet ihr den kompletten Vortrag: https://www.youtube.com/live/k1xibiYGDv8?si=hkF4hfjT-MgK2mek

Überfall auf die SowjetunionHeute…Vor 85 Jahren begann um 03:15 Uhr mit dem Überfall auf die Sowjetunion („Unternehmen B...
22/06/2026

Überfall auf die Sowjetunion

Heute…

Vor 85 Jahren begann um 03:15 Uhr mit dem Überfall auf die Sowjetunion („Unternehmen Barbarossa“) ein Feldzug, dessen Dimensionen alle bisherigen übertraf, vor allem an Brutalität:

2.700 Flugzeuge, 3.600 Panzer, mehr als 750.000 Pferde & mehr als 3. Mio. Soldaten greifen auf einer Front 1.000, später 1.500 Kilometer den bisherigen Verbündeten an.
Das Ziel dieses Überfalls erläuterte Hi**er bereits am 30. März 1941 vor mehr als 100 seiner ranghöchsten Generäle: Dieser „Kampf zweier Weltanschauungen“ soll in der Vernichtung des „Bolschewismus“ enden. Daher soll „vom Standpunkt des soldatischen Kameradentums“ abgerückt werden. Wiederspruch gibt es wenig bis keinen. Hi**ers Befehle werden routinemäßig ausgeführt & u.a. in jene zwei Befehle übersetzt: Der „Kriegsgerichtsbarkeitserlass“ sowie der „Kommissarbefehl“. Ersterer legitimierte es Freischärler „schonungslos zu erledigen“. Konnten die Täter nicht ermittelt werden, soll es zu „kollektiven Gewaltmaßnahmen“ kommen. Der zweite richtet sich gegen die Politkommissare der KP, die den Einheiten der Roten Armee zugewiesen sind, um diese zu kontrollieren. Diese Kommissare seien nicht als Kriegsgefangene zu behandeln, sondern direkt zu liquidieren.
Die UdSSR soll Teil eines „Großgermanischen Reiches“ werden.

Die Bevölkerung soll versklavt, ausgebeutet & ermordet werden. Auch ohne bei jenem Treffen am 30. März dabei gewesen zu sein, muss jedem Soldaten des Feldzuges, ob Wehrmacht oder SS, klar werden: Es geht hier nicht nur, um Eroberung, sondern vor allem um Vernichtung, egal ob Zivilist, Rotarmist oder KP-Funktionär.

Das Ende ist bekannt: Der Überfall endet mit der bedingungslosen Kapitulation & dem Tod Adolf Hi**ers.
Für diesen Sieg bezahlte die Sowjetunion einen furchtbaren Blutzoll: Im „Großen Vaterländischen Krieg“ wurden etwa 1.700 Städte zerbombt, 70.000 Dörfer verbrannt und wohl 27. Mio. Sowjetbürger, darunter fast 18. Mio. Zivilisten starben - etwa 1/3 der Gesamtopferzahl des Zweiten Weltkrieges.

Weitere Infos findet ihr hier:
https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/229431/22-juni-1941-ueberfall-auf-die-sowjetunion/

https://www.mdr.de/geschichte/ns-zeit/barbarossa-hitler-ueberfall-wehrmacht-sowjetunion-100.html

https://www.spiegel.de/fotostrecke/ueberfall-auf-die-sowjetunion-fotostrecke-138340.html

21/06/2026

▶️ Queeres Leben in Luxemburg - juristisch straffrei aber sozial ausgegrenzt ◀️

Im gestern veröffentlichten Kurzvortrag "Zwischen Schweigen und Anerkennung" sprach Jérôme Courtoy über den Umgang mit Homosexualität in Luxemburg während und nach der NS-Zeit.

Weil das Rechtssystem in Luxemburg auf den Code Napoleon zurück geht, war Homosexualität zwar nicht verboten, wurde aber gesellschaftlich stark unterdrückt. U.a. die Kirchen lehnten diese als unnatürlich ab und sozialistische Gruppierungen bedienten sich homophoben Klischees, um das NS-Regime zu diffamieren.
Mit der deutschen Besatzung ab Mai 1940 startete die „Eindeutschung" Luxemburgs. Gestapo, Kripo und gleichgeschaltete Behörden setzten ein Repressionssystem in Gang. Die Nürnberger Rassengesetze traten im September 1940 in Kraft. Im März 1941 wurde Homosexualität in Luxemburg erstmals unter Strafe gestellt, gefolgt von den ersten Festnahmen.

Heute steht Luxemburg am anderen Ende dieser Geschichte: Seit 2004 gibt es eingetragene Partnerschaften, 2014 wurde die Ehe für alle mit 56 zu 4 Stimmen im Parlament beschlossen. 2015 heiratete Premierminister Xavier Bettel als erster amtierender EU-Regierungschef seinen Partner.

❗️ Zum Pride Month posten wir jeden Sonntag einen Kurz-Vortrag auf unserem YouTube-Kanal. Courtoys Vortrag findet ihr hier:
https://youtu.be/lTwH6dUg9bA

Hier findet ihr die Studie (in deutsch & französisch):
https://www.grossregion.net/fr/ia_publication/vie-queer-en-grande-region/

Den gesamten Vortrag "Queeres Leben in der Großregion" findet ihr hier:
https://www.youtube.com/live/rJXioKCgdaE?si=0rhudCNYFaOB7lIf

📢 Ausstellungsende 📢So schnell sind 4 Wochen vorbei 😮Am 13. Mai wurde die Ausstellung„𝗥𝗲𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿: 𝗘𝗶𝗻𝗲 𝘄𝗲𝗹𝘁𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲 𝗕...
20/06/2026

📢 Ausstellungsende 📢

So schnell sind 4 Wochen vorbei 😮
Am 13. Mai wurde die Ausstellung„𝗥𝗲𝗰𝗵𝘁𝗲 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗮𝘁𝘂𝗿: 𝗘𝗶𝗻𝗲 𝘄𝗲𝗹𝘁𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲 𝗕𝗲𝘄𝗲𝗴𝘂𝗻𝗴“ von 𝗖𝗮𝗺𝗶𝗹𝗹𝗲 𝗱𝗲 𝗧𝗼𝗹𝗲𝗱𝗼 mit
"𝗥𝗶𝘃𝗲𝗿 𝗪𝗮𝗹𝗸𝘀" von 𝗬𝗶-𝗧𝗶𝗻𝗴 𝗪𝗮𝗻𝗴 eröffnet.
De Toledos Ausstellung beantwortet folgende Frage: Was wäre, wenn ein Fluss vor Gericht klagen könnte? Rund um die Welt experimentieren Gesetzgeber und Gerichte mit genau dieser Idee: Natur nicht als Ressource, sondern als Rechtssubjekt. Denn solange die Natur nur Objekt des Rechts ist, bleibt ihr Schutz abhängig vom guten Willen derer, die sie ausbeuten.

Die Ausstellung zeigt Auszüge aus Verfassungen, Gesetzen und Gerichtsentscheidungen, in denen Natur als Rechtssubjekt anerkannt wird.

In dem Projekt "River Walks" der taiwanesischen Kunsthistorikerin Yi-Ting Wang sind geführte Erkundungen entlang der Saar zu sehen. Dabei kommen Expertinnen und Experten zu Wort, die verschiedene Perspektiven auf die postindustrielle Flusslandschaft eröffnen.

❗️ Ihr habt die Ausstellung verpasst? Kein Problem: 𝗔𝗺 𝟬𝟰. 𝗝𝘂𝗹𝗶 könnt ihr diese im Kulturgut Ost im Saarbrücker Osthafen sehen❗️
Weitere Infos findet ihr hier: https://kulturgut-ost.com/programm/

An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Camille de Toledo & Yi-Ting Wang für Ihre Arbeit! Ferner ein herzliches Dankeschön an Markus Messling, Sima Reinisch, Laurens Schlicht, Mark Braun, Leonie Zebe, Anna Warum sowie allen Mitarbeiter:innen, die in diesem Projekt involviert waren/sind! 🤗

Eine Ausstellung des 𝗞𝗮̈𝘁𝗲 𝗛𝗮𝗺𝗯𝘂𝗿𝗴𝗲𝗿 𝗞𝗼𝗹𝗹𝗲𝗴𝘀 𝗖𝗨𝗥𝗘 (Universität des Saarlandes) und des 𝗚𝗼𝗲𝘁𝗵𝗲-𝗜𝗻𝘀𝘁𝗶𝘁𝘂𝘁𝘀 𝗡𝗮𝗻𝗰𝘆.

🌍 20. Juni – WeltflüchtlingstagWeltweit sind heute mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor seit Beginn der interna...
20/06/2026

🌍 20. Juni – Weltflüchtlingstag

Weltweit sind heute mehr Menschen auf der Flucht als jemals zuvor seit Beginn der internationalen Erhebungen. Kriege, Verfolgung, Menschenrechtsverletzungen, politische Unterdrückung und die Folgen von Klimaveränderungen zwingen Millionen Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen.

Hinter jeder Zahl steht ein Mensch: eine Familie, die Schutz sucht, ein Kind, das seine Zukunft verloren hat, oder eine Person, die alles zurücklassen musste, um in Sicherheit leben zu können. Flucht ist keine freiwillige Entscheidung, sondern oft der letzte Ausweg.

Der Weltflüchtlingstag erinnert uns daran, dass Schutzsuchende nicht nur Hilfe benötigen, sondern auch Rechte haben. Das Recht auf Asyl und die Achtung der Menschenwürde gehören zu den grundlegenden Prinzipien demokratischer und rechtsstaatlicher Gesellschaften.

Gleichzeitig zeigt die Geschichte, dass Migration und Flucht unsere Gesellschaften immer wieder geprägt haben. Viele Menschen, die einst als Geflüchtete kamen, sind heute selbstverständlicher Teil unseres wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens.

Der Weltflüchtlingstag ist deshalb nicht nur ein Tag des Erinnerns, sondern auch ein Aufruf zu Menschlichkeit, Solidarität und Verantwortung.

 ...vor 60 Jahren starb Angela Braun-Stratmann Braun-Stratmann wurde 1892 als Angela Stratmann in Neuss geboren. Von 191...
19/06/2026

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vor 60 Jahren starb Angela Braun-Stratmann
Braun-Stratmann wurde 1892 als Angela Stratmann in Neuss geboren. Von 1913 bis 1923 arbeitete sie in Köln als Lehrerin.

1923 kam sie mit ihrem Mann & SPD-Politiker Max Braun nach Saarbrücken. Als Verantwortliche für die Frauenbeilage der sozialdemokratischen Volksstimme, versuchte sie Frauen immer wieder zu motivieren, sich politisch zu engagieren, denn das Wahlrecht allein, so ihre Überzeugung, reiche nicht aus. Weitere Rechte, wie die Abschaffung des Paragraphen 218, müssten von den Frauen erkämpft werden.

1924 gründete sie die saarländische Arbeiterwohlfahrt mit und leitete die Organisation bis 1935. Als das Saargebiet an Hi**erdeutschland angeschlossen wurde, emigrierte sie erst nach Frankreich & 1940 weiter nach London, wo sie im Exil das NS-Regime bekämpfte. Bereits 1936 hatte der NS-Staat ihr die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.

Nach dem Krieg kehrte sie zurück & wirkte u.a. in der Verfassungskommission des Saarlandes mit, die 1947 die Landesverfassung ausarbeitete. Anschließend, saß Braun-Stratmann bis 1952 als Abgeordnete im ersten saarländischen Landtag. Als Chefredakteurin der Charme, der ersten saarländischen Frauenzeitschrift, schuf sie sich eine weitere Plattform für frauenpolitisches Engagement.

Nach der Volksabstimmung 1955, als sich die Saarländerinnen & Saarländer dafür entschieden, ein Teil der neuen Bundesrepublik zu werden, verließ sie das endgültig & lebte bis zu ihrem Tod in Frankreich. Ihr Leben steht für die Überzeugung, dass politische Gleichstellung keine Gunst ist, die gewährt wird, sondern ein Recht, das erkämpft werden muss.

❗Im in unserer Schriftenreihe publizierten Werk „"Eigenwillig und freiheitshungrig" Angela Braun-Stratmann: Politikerin, Journalistin, Feministin“ erzählt Prof. Dr. Bärbel Kuhn Braun-Stratmanns inspirierende Lebensgeschichte❗

Das Buch kann man über unsere Website erwerben:
https://www.stiftung-demokratie-saarland.de/publikationen/schriftenreihe-politik-geschichte-gesellschaft/band-17.php

18/06/2026

▶️ Das Scheitern Israels & der USA - Der Iran-Krieg als welthistorischen, strategischen Fehler ◀️

In ihrem Vortrag "Geld als Waffe: Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet" zeigt Ulrike Herrmann den Zusammenhang von Wirtschaft & Krieg auf.

Dabei spricht sie über verschiedene aktuelle Kriege & ihre wirtschaftlichen Hintergründe. Den israelisch-amerikanischen Angriff gegen den Iran bezeichnet sie dabei als welthistorischen, strategischen Fehler. Die aufgrund des Krieges steigenden Ölpreise sowie die dadurch ausgelöste Inflation führen zu Verdruss, auch bei der US-Bevölkerung. Eine Unzufriedenheit, die sich in einer deutlichen Wahlniederlage der Republikaner bei den Midterms im November 2026 artikulieren könnte.
Erst recht vor dem Hintergrund der trumpschen Versprechungen die US-Kriege zu beenden & die Lebenshaltungskosten zu senken. Der „Great Old Party“ droht das Verlust des Repräsentantenhauses & des Senats, was nicht nur das Regieren für Donald Trump fast verunmöglichen würde, sondern es könnte ein weiteres Impeachment-Verfahren gegen ihn drohen.

Doch der Krieg droht nicht nur für den US-Präsidenten zu einem Debakel zu werden: Auch der israelische Ministerpräident, Benjamin Netanjahu hat, so Herrmann, einen fatalen Fehler begangen: Er hat das US-amerikanische Vertrauen verspielt. Wird sich Israel jemals wieder von der Ära Netanjahu zu erholen? Schwierig meinte unsere Referentin in ihrem Vortrag. Die Führungsebene des Irans weiß, um die amerikanisch-israelische Situation & wie politisch überlebenswichtig die Öffnung der Straße von Hormus für die beiden Staaten ist.

Am Fr. 19. Juni soll nun ein unterzeichnet werden, auf dessen ein Friedensabkommen entstehen soll. Dieses Abkommen, könnte schon darauf hinweisen, ob Ulrike Herrmann recht behalten hat: Der Iran wird als Gewinner, Israel & die USA als Verlierer aus diesem Krieg hervorgehen. Eines ist jetzt schon sicher: Das iranische Volk, um das es nie ging, wird verlieren.

Hier findet ihr den kompletten Vortrag: https://www.youtube.com/live/2cK9nZ6OAAA?si=WSMJY6dchrD2DlTm

▶️ Rückblick Exkursion in das ehemalige SS-Sonderlager Hinzert ◀️Am 28. April besuchte unsere Praktikantin Malika zusamm...
17/06/2026

▶️ Rückblick Exkursion in das ehemalige SS-Sonderlager Hinzert ◀️

Am 28. April besuchte unsere Praktikantin Malika zusammen mit der Gemeinschaftsschule Mühlbach das ehemalige SS-Sonderlager in Hinzert (Rheinland-Pfalz). Wie dort der Programmablauf war und welche Eindrücke sie schildert euch nun Malika:
Nachdem sich alle Schüler:innen im Ausstellungsraum versammelt hatten, wurden sie von Herrn Mertes und Herrn Heitland begrüßt, die eine kurze Einführung in die Gedenkstätte sowie in den Ausstellungsraum gaben.
Innerhalb des Ausstellungsraumes zeigten beide Referenten der Gruppe eine Karte des Dritten Reiches und stellten die Schätzfrage, wie viele KZs es gegeben haben könnte. Keiner von uns kam auch nur ansatzweise an die wahre Zahl heran, da – so Herr Mertes Erläuterung – es neben den bereits zahlreichen Konzentrationslagern viele weitere Lager gab. Im Anschluss wurde uns mittels Fotos die Geschichte des Lagers Hinzert, seine Besonderheiten sowie die Täter aufgezeigt.
Anhand dieser Fotos wurde uns der (grausamen) Alltag sowie die Demütigungen der Gefangenen beschrieben. Besonders beindruckend fand ich, dass Herr Mertes häufig im Präsens sprach, um die Ereignisse greifbarer zu machen und den Schüler:innen näherzubringen – auch in Bezug auf Außenstehende, die nichts dagegen unternahmen oder das System unterstützten.

Im Anschluss daran besuchte die Gruppe die Sühnekapelle, den Friedhof sowie das Denkmal mit den Namen der Opfer. Um diesen ein Gesicht zu geben, wurden uns Interviews von Überlebenden des Lagers gezeigt.
Den Abschluss der Exkursion bildete eine offene Fragrunde. Auffallend häufig wurde dabei gefragt, ob, wie und warum sich solche Ereignisse wiederholen könnten und weshalb es noch immer Menschen gibt, die die damalige Zeit verherrlichen. Danke an Herrn Mertes und Herrn Heitland für den eindrücklichen Tag!

Den kompletten Bericht von mir findet ihr hier:
https://www.stiftung-demokratie-saarland.de/exkursionen/schueler-und-gruppen/aktivierte-spurensuche-das-ehemalige-ss-sonderlager-hinzert175

Adresse

Europaallee 18
Saarbrücken
66113

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 14:00

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