LINKE Stadtratsfraktion Saarbrücken

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Stellungnahme der Linksfaraktion zum Bahnstreik: Die GdL treibt es zu weitBei aller Sympathie und Verständnis die wir in...
20/08/2026

Stellungnahme der Linksfaraktion zum Bahnstreik:

Die GdL treibt es zu weit

Bei aller Sympathie und Verständnis die wir in der Linksfraktion für kämpferische Gewerkschaften grundsätzlich haben: wenn die Gewerkschaft der Deutschen Lokführer im Namen der rund 80 Beschäftigten, die sie bei der Saarbahn vertritt, die Tarifverhandlungen vorzeitig für gescheitert erklärt und anschließend über Wochen hinweg die Kunden mit zahllosen spontan angekündigten, dann verschobenen und schließlich doch durchgeführten Streiks in hysterische Wechselbäder taucht - dann muss man die Vermutung äußern, dass das bestmögliche Interesse aller Beteiligten und Betroffenen vielleicht ein wenig aus dem Blickfeld geraten ist.
"Ver.di hatte mit der Geschäftsführung KAV eine Einigung erzielt, die vom Großteil der Beschäftigten mitgetragen wurde. Genau die bekommen bislang aber überhaupt nichts von den Erhöhungen zu sehen, weil die GdL sich weigert, den Abschluss zu aktzeptieren. Damit hat diese Gewerkschaft in unseren Augen ihre eigentliche Aufgabe verfehlt", meint die Vorsitzende der Saarbrücker Linksfraktion Jasmin Pies. "Kann es im Sinne der Beschäftigten und Kunden sein, dass es zwar eine gültige Einigung gibt, sogar eine recht großzügige, aber die GdL sie schlicht nicht annehmen will? Wir glauben das kaum."

Ähnlich äußert sich Willi Edelbluth, stellvertretender Vorsitzender der Saarbrücker Linksfraktion und Mitglied im Aufsichtsrat der Saarbahn: "Wir haben inzwischen die Befürchtung, dass es der GdL zu sehr darum geht, sich gegenüber anderen Gewerkschaften zu profilieren. Wir finden diese Haltung enttäuschend, da Ver.di und Co. eigentlich als Genossen im Arbeitskampf und nicht als Konkurrenz betrachtet werden sollten. Gegen gesunde Rivalität ist nichts einzuwenden, aber nicht auf dem Rücken der Belegschaft und Kunden. Wir hatten noch nie die Situation, uns zwischen der Solidarität mit den Beschäftigten und der Gewerkschaft entscheiden zu müssen, aber im Zweifel stehen wir natürlich hinter den Beschäftigten; nicht nur im Sinne ihrer Tarifabschlüsse, sondern auch ihrer langfristigen Arbeitsplatzsicherung. Lokführer der Saarbahn verdienen im überregionalen Vergleich hervorragend, aber wir müssen im Sinne der Kunden und Beschäftigten auch darauf achten, dass der Betrieb weiterbesteht. Normalerweise ist es nicht die Aufgabe von Stadträten und Aufsichtsratsmitgliedern sich in die Tarifautonomie einzumischen, aber diese Vorgehensweise seitens der GDL habe ich in dieser Form noch nie erlebt."

Pressemitteilung zum internationalem Tag der Jugend (12.08)Wenn Kinder die Zukunft sind – was investieren wir in sie?All...
12/08/2026

Pressemitteilung zum internationalem Tag der Jugend (12.08)

Wenn Kinder die Zukunft sind – was investieren wir in sie?

Alle reden immer darüber, dass die Jugend unsere Zukunft ist. Die Jugend ist allerdings nicht nur die Zukunft, sondern bereits Teil der heutigen Gesellschaft.
Fynn Marschler (Sprecher der Linksfraktion im Saarbrücker Stadtrat für Kinder, Schule und Jugend) argumentiert: ,,Wir haben in Saarbrücken über 20.000 junge Menschen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren. Seit fast 100 Jahren stand keine Generation mehr vor größeren Herausforderungen, und wir tun für ihre Startbedingungen bei weitem nicht unser Möglichstes. Die Stadt, der Regionalverband und das Land können hier die besten Rahmenbedingungen stellen.“
Damit Jugendliche in unserem demokratischen System ankommen können, wäre es angemessen, dass ihre Meinungen wahrgenommen und in politische Prozesse eingebunden werden.
Junge Menschen, die auf unseren Plätzen, Straßen und Parks ihre Freizeit verbringen, werden in der Diskussion hauptsächlich als Störfaktor gesehen. Was in diesem Zusammenhang oft und gerne ausgeblendet wird ist allerdings die Frage: wenn Jugendzentren, Sportplätze und Freizeitanlagen entweder in einem erbarmungswürdigen Zustand sind, private Betreiber den Eintritt unerschwinglich machen oder die Einrichtungen schlicht nicht existieren – wo sollen sie denn hin?
Aber auch etwas so simples wie Akzeptanz ist nur ein Aspekt unter vielen; neben Mobilität, Wohnraum, Jugendarbeitslosigkeit und Armut.
Bei Befragungen stellte sich häufig heraus, dass – gerade bei jugendlichen Ausbildungsbewerbern, die noch zu jung für den Führerschein sind und außerhalb der Ballungsgebiete wohnen – Berufsausbildungen häufig schon daran scheitern, dass sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln unmöglich pünktlich zur Arbeit kommen können.
In den Ballungsgebieten selbst steht man häufig vor einem anderen Problem: in einigen Stadtteilen wie Malstatt zum Beispiel ist der Mietspiegel innerhalb von zehn Jahren um 50% gestiegen – für Studenten oder Azubis nicht mehr stemmbar, wenn sie keine betuchten Eltern haben. Eines von vielen Beispielen dafür, dass nicht Migration oder Sozialstaat unseren Standort abwürgen, sondern Profitgier.
Als letzter Punkt sieht Fynn Marschler die Jugendarbeitslosigkeit und -armut. So stehen auf dem Ausbildungsmarkt etwa 1.700 Stellen offen und 1.500 Jugendlichen, die noch auf Stellensuche sind. „Anstatt dass die Politik abwechselnd das eine und das andere beklagt, sollten wir lernen in Zusammenhängen zu denken. Wir können sowohl Arbeitslosigkeit als auch Fachkräftemangel bekämpfen – wenn wir endlich investieren anstatt zu hoffen, dass sich die Probleme irgendwann in Luft auflösen.“

Spatenstich zum Wohnbauprojekt in der Metzer Straße
17/07/2026

Spatenstich zum Wohnbauprojekt in der Metzer Straße

Pressemitteilung: Hinter dem Weggang der Metzgerei Konrad steckt mehr als nur PechNach der Schließung der Metzgerei Konr...
01/07/2026

Pressemitteilung: Hinter dem Weggang der Metzgerei Konrad steckt mehr als nur Pech

Nach der Schließung der Metzgerei Konrad in der Karstadt-Passage ist der Unmut verständlicherweise groß; in den sozialen Netzwerken geben viele der Stadt die Schuld dafür. Dies tat im Interview mit der Lokalzeitung auch ein namenlos gebliebener Sprecher der Geschäftsführung: Schuld an der ganzen Misere seien Blitzer, Baustellen, stockender Verkehr und hohe Parkgebühren. Für gewöhnlich alles Dinge, die mitten in einer Fußgängerzone eher wenig Unmut erregen. Klingt, als ob man die eigentlichen Gründe nicht an die große Glocke hängen will, aber anhand von anderen Situationen, die sich ebenfalls in der Karstadt-Passage abspielten, lassen sich ein paar handfeste Vermutungen anstellen.

Schon mehrere andere Einzelhändler wurden schlicht mittels Mieterhöhungen aus der Passage gedrängt. Eigentümer ist die "Bayerische Versorgungskammer", ursprünglich eine Art Pensionsfonds der bayrischen Landesregierung, der in den 90ern unter dem schützenden Label einer Behörde ins große Geschäft einstieg. Inzwischen verbirgt sich unter dem so seriös klingenden Namen de facto ein Hedgefonds mit einem Anlagevermögen im dreistelligen Milliardenbereich.

"In diesem Geschäftsbereich ist es nicht unüblich, Gewerbe- oder auch Wohnimmobilien aufzukaufen und je nach den aktuellen Bilanzen zu vermieten oder eben auch nicht. Fallen die Gewinne auf dem Papier bescheiden aus, wird vermietet, fallen sie aber so großzügig aus, das der Fiskus Interesse daran entwickelt, wird Leerstand gerne mal systematisch als bilanzieller Verlust abgeschrieben", erläutert die Chefin der Saarbrücker Linksfraktion, Jasmin Pies. "Eine Leerstandssteuer wäre eine Methode, dem entgegenzuwirken. Solange der Stadtrat sich dazu nicht durchringen kann, werden wir dank der Steuergesetzgebung des Bundes weiterhin dabei zusehen müssen, wie uns Investoren doppelt über den Tisch ziehen - mit dem Leerstand in unseren Städten und mit legalisierter Steuerhinterziehung."

Start zum Daaler Dorffest!🎉  freut sich schon, den am Sonntag wird wieder gezapft!
26/06/2026

Start zum Daaler Dorffest!🎉

freut sich schon, den am Sonntag wird wieder gezapft!

Einweihung der neuen Räume für unsere Wackenbergerinnen und Wackenberger!Schön ist es geworden 🤩Da wünschen wir viele gu...
24/06/2026

Einweihung der neuen Räume für unsere Wackenbergerinnen und Wackenberger!

Schön ist es geworden 🤩

Da wünschen wir viele gute Kaffee Gespräche, erfolgreiches Fahrrad reparieren und immer eine gute Zeit,!

Pädsak eV

cw: *depolHier die komplette Version unserer Pressemitteilung zum Wohnungsbau im Knappenroth: Die Stadt würde - darf abe...
24/06/2026

cw: *depol

Hier die komplette Version unserer Pressemitteilung zum Wohnungsbau im Knappenroth:

Die Stadt würde - darf aber nicht

Der Idealfall wäre folgender gewesen: Eine Spezialfirma holt das verseuchte Erdreich der ehemaligen Teerfabrik im Knappenroth aus dem Gelände, tuppert es fachgerecht ein und verbunkert es in direkter Nachbarschaft der ausgedienten Brennelemente aus Cattenom, oder so ähnlich.
Teuer, das ist richtig, aber die einzige Möglichkeit sicherzugehen, dass wir uns hinterher nichts vorwerfen müssen. Im Gegenzug wären schließlich über 500 neue Wohneinheiten in Malstatt entstanden, aber nach dem jahrelangen Gezerre um den korrekten Umgang mit der chemiebelasteten Erde hat der Investor Altin nun offenbar das Handtuch geworfen.
Theoretisch wäre das jetzt eine wunderbare Gelegenheit für die Stadt, zuzugreifen und die noch in Privathand befindlichen Parzellen aufzukaufen, das Grundstück zu entwickeln und mit über 500 Wohnungen mit langfristig garantierten, erschwinglichen Preisen die Wohnsituation in Saarbrücken auf einen Schlag deutlich zu verbessern.
Schließlich hat so eine Stadt - zumindest theoretisch - einen gewaltigen Vorteil, den Privatinvestoren nicht haben. Letzterer will in der Regel nicht 30 Jahre warten, bis sich ein Projekt amortisiert hat; Saarbrücken wird in drei Jahrzehnten immer noch stehen. Entscheidend wäre, den Menschen zu helfen.
Und genau das dürfen wir nicht. Da Saarbrücken unter kommunaler Sparaufsicht steht, wird die Stadt - bzw. die angegliederten Eigenbetreibe, die für solche Projekte zuständig sind - verwaltet wie ein rein gewinnorientiertes Unternehmen. Ob es den Leuten in der Stadt hilft, interessiert nicht, sondern ausschließlich, ob am Ende ein Plus oder ein Minus steht.
"Der Mietspiegel bei Neuvermietungen in Malstatt ist in den letzten zehn Jahren um rund 50 % gestiegen", rechnet die Fraktionschefin der Saarbrücker Linken Jasmin Pies vor. "Das Wohnprojekt Knappenroth zu entwickeln hätte schon aufgrund seines Umfangs diese Entwicklung gebremst. Aber aufgrund des Sparzwangs wird es dazu wohl überhaupt nicht mehr kommen." In diesem Zusammenhang warnt Pies auch vor den ökonomischen Folgen dieser Sparlogik. "Wenn Kommunen gezwungen sind, mit privaten Investoren zu kooperieren, um solche Projekte überhaupt angehen zu können, ist es unvermeidbar, dass überzogene Mieten verlangt werden, um die Erwartungen der Geldgeber zu erfüllen. Über eine immer stärkere Vermögenskonzentration in den obersten Etagen braucht man sich dann nicht zu wundern." Auch gesamtökonomisch ist der Ansatz zu kurz gedacht. "Die Mieteinnahmen, die sich auf wenigen Bankkonten ansammeln, tauchen in der Stadt nie wieder auf. Das Geld fehlt stattdessen den Leuten im Portemonnaie, und somit auch im lokalen Wirtschaftskreislauf. Langfristig gesehen zahlt die Stadt drauf."

Kommunen am Limit? Debakel mit Ansage! Der Aktionstag zum Thema "Kommunen am Limit" kommt und geht, ohne allzu viel Stau...
23/06/2026

Kommunen am Limit? Debakel mit Ansage!

Der Aktionstag zum Thema "Kommunen am Limit" kommt und geht, ohne allzu viel Staub aufzuwirbeln. Ein kleiner Fototermin morgens vor dem Rathaus, ein ziemlich überschaubarer Zeitungsartikel, das war es im Wesentlichen. Eigentlich unverständlich angesichts der Tatsache, dass sich die bundesweite Kommunalverschuldung inklusive Eigenbetriebe und angegliederter Behörden inzischen der 400-Milliarden-Euro-Marke nähert.

Landauf, landab beklagen Kommunalpolitiker und Journalisten die finanziellen Belastungen, die von der Bundesebene zugemutet werden, dass die Bundesregierung Entscheidungen wie zum Beispiel die Ganztagsbetreuung oder den Anspruch auf einen Kita-Platz durchsetzt, aber die Städte und Gemeinden mit der Umsetzung und Finanzierung im Regen stehen lässt. Die meisten von ihnen scheinen aber leider zu übersehen, dass die BRD sich in den letzten Jahrzehnten auf ein entfesselt neoliberales Wirtschaftssystem eingelassen hat, das dieses Desaster quasi zwingend zur Folge hat.

Wer darauf pocht, dass gerade diejenigen, die Geld haben wie Heu, möglichst wenig Steuern zahlen, kann die Finanzierung von öffentlichen Ausgaben auf die Dauer nicht gewährleisten. Erst recht nicht, wenn man sich noch eine Schuldenbremse in die Verfassung nagelt, die es dem Staat unmöglich macht notwendige Investitionen zu tätigen. (Außer natürlich für die Aufrüstung; für den Aktienkurs von Rheinmetall waren noch ein paar Milliarden Notgroschen übrig.)

Die Schuldenbremse wurde 2009 vom Bundestag beschlossen, zu einem Zeitpunkt als es sogar Minuszinsen gab; hätte die Regierung Kredite aufgenommen, hätten die Banken ihnen noch Geld geschenkt. Das ist merkwürdig, oder? Warum entscheidet man sich ohne Not, Diät zu halten, wenn man gerade vor dem Kuchenbuffet steht? Die Antwort ist simpel; aus Sicht der Banken hatte die Bundesregierung ihren Zweck erfüllt, als sie ihnen nach ihren Verzockungsorgien aus der Patsche geholfen hat. Die Schuldenbremse war gerade zu diesem Zeitpunkt notwendig, weil die Regierung möglichst gar nicht investieren soll. In der vielgepriesenen "freien Marktwirtschaft" ist der Steuerzahler als Zahlmeister gefragt, von ökonomischer Selbstbestimmung hat niemand etwas gesagt.

Dazu die Chefin der Saarbrücker Linksfraktion Jasmin Pies: "Soll die Regierung in bezahlbare Wohnungen investieren? Aus Sicht der Vermieterkonzerne auf keinen Fall, das würde nur ihre Gewinnerwartungen schmälern. Dazu passt, dass die Landeshauptstadt dank der kommunalen Sparaufsicht gar keine Sozialwohnungen bauen darf. Den städtischen Eigenbetrieben ist ausdrücklich verboten, Bauinvestitionen zu tätigen, die sich nicht rechnen. Ob es für die Menschen sinnvoll wäre, danach wird nicht gefragt." Teilweise fließen nicht einmal die eigentlich zugesagten Geldmittel. "Die Bundesebene schuldet uns vom Bau der letzten Kitas noch Bezuschussungen im siebenstelligen Bereich. Auf das Geld warten wir bis heute", erinnert die finanzpolitische Sprecherin Gabriele Ungers.

Dass Saarbrücken wie eine Reihe anderer Kommunen in der BRD unter Sparzwang steht, ermöglicht es die Daumenschrauben weiter anzuziehen. Es gibt kaum noch einen nennenswerten Anteil am kommunalen Haushalt, über den die Stadt frei verfügen kann. Kulturangebote müssen zurückgefahren werden, Sporteinrichtungen schließen und in regelmäßigen Abständen verliert die Stadt aus Geldnot Grundstücke an irgendwelche Immobilienhaie, wie ein Sozialfall, der jeden Monat ein neues Stück zum Pfandleiher schleppen muss. Die angeblich "schweren Zeiten" sind systembedingt, es handelt sich nicht um eine vorübergehende "Schwächephase" oder "Politikversagen". Was hier stattfindet, ist der große Räumungsverkauf. Alles, was sich die Gesellschaft als Ganzes in den letzten 80 Jahren aufgebaut hat, kommt unter den Hammer, vom städtischen Schwimmbad bis zur Rentenkasse. Wir haben die Phase des Kapitalismus erreicht, in der er gefühllos wird. Als nächstes wird er grob.

Adresse

Rathaus Street Johann, Rathaus Carrée
Saarbrücken
66111

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Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
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