28/04/2026
Freie Wähler Saarland:
Neue politische Impulse – bereit zur Übernahme von Verantwortung
Erfurt / Saarlouis, 24./25.04.2026 – Auf Einladung des Landesvorsitzenden der Freien Wähler Thüringen, Andreas Hummel, nahm der Landesvorsitzende der Freien Wähler Saarland, Uwe Andreas Kammer, an einem landesweiten Treffen der Freien Wähler Thüringen in Erfurt teil. Im Mittelpunkt standen die politischen und organisatorischen Vorbereitungen auf kommende Landtagswahlen.
Zentrale Themen des Treffens waren die inhaltliche Profilierung, der Ausbau kommunaler Strukturen sowie die stärkere Einbindung von Frauen in politische Verantwortung. Zudem wurde der Austausch mit anderen Landesverbänden und der europäischen Ebene weiter vertieft.
An den Gesprächen beteiligten sich die Landesvorsitzenden Matthias Binner (Sachsen), Jörg Arnold (Brandenburg) und Engin Eroglu (Hessen), der zugleich Europaabgeordneter ist, sowie der Europaabgeordnete Joachim Streit (Rheinland-Pfalz). Für den Bereich Frauenförderung brachte sich Kerstin Heimerl-Kunze (Bayern) aktiv ein.
„Wir erleben nicht nur in Thüringen, sondern auch im Saarland eine wachsende Unzufriedenheit mit der etablierten Politik. Die Menschen wollen keine ideologischen Grabenkämpfe, sondern Lösungen für ihren Alltag. Genau dafür stehen die Freien Wähler“, erklärte Kammer.
Mit Blick auf die politische Positionierung betonte Kammer: „Wir sind die verlässliche Kraft der Mitte – unabhängig, sachorientiert und tief in unseren Kommunen verwurzelt. Unsere Politik beginnt vor Ort, nicht in Parteizentralen.“
Kritisch äußerte sich Kammer auch zur FDP: „Die FDP hat sich auch im Saarland von vielen Bürgerinnen und Bürgern entfernt. Es entsteht ein politischer Raum, den wir als Freie Wähler verantwortungsvoll füllen wollen. Wir machen den Menschen ein breiteres politisches Angebot, das wirtschaftliche Vernunft mit sozialer Verantwortung verbindet und sich konsequent an den Lebensrealitäten der Menschen orientiert – mit klarer Haltung, gesundem Menschenverstand und einem starken Fokus auf die tatsächlichen Probleme vor Ort.“
Ein besonderer Schwerpunkt lag – wie auch in Thüringen – auf der stärkeren Beteiligung von Frauen. „Gute Politik braucht die Perspektiven von Frauen genauso wie die von Männern. Wir werden gezielt daran arbeiten, mehr Frauen für politische Verantwortung zu gewinnen“, so Kammer.
Auch inhaltlich wurden Themen benannt, die für Thüringen wie für das Saarland gleichermaßen relevant sind. Dazu zählen starke Kommunen, eine verlässliche medizinische Versorgung – insbesondere im ländlichen Raum –, funktionierende Schulen, sichere Arbeitsplätze und bezahlbare Energie. Ebenso stehen der Abbau von Bürokratie und eine realistische Migrationspolitik im Fokus.
Für das Saarland setzen die Freien Wähler darüber hinaus eigene Akzente: Im Mittelpunkt stehen verlässliche Perspektiven für kleine und mittelständische Unternehmen sowie deren gezielte Unterstützung und stärkere Wertschätzung. „Gerade kleine Betriebe, Handwerk und Mittelstand sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und sichern Arbeitsplätze im ganzen Land. Gleichzeitig bildet eine starke, leistungsfähige Wirtschaft die Grundlage für stabile Einnahmen von Land und Kommunen – und damit für handlungsfähige Städte und Gemeinden. Nur so lassen sich notwendige Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Daseinsvorsorge nachhaltig finanzieren. Deshalb müssen wir die Rahmenbedingungen für unsere Unternehmen deutlich verbessern“, so Kammer.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die konsequente Digitalisierung der Verwaltungen.
Darüber hinaus fordern die Freien Wähler eine Begrenzung staatlicher Bevormundung und eine klare Rückbesinnung der Verwaltung auf ihre Rolle als Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger. Auch die Entwicklung im öffentlichen Dienst müsse kritisch begleitet werden. „Ein leistungsfähiger Staat braucht eine effiziente, bürgernahe Verwaltung. Entscheidend ist, dass vorhandene Ressourcen sinnvoll eingesetzt werden und der Nutzen für die Menschen im Mittelpunkt steht“, betonte Kammer.
Abschließend hob Kammer die Bedeutung des Austauschs hervor: „Der enge Austausch mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern und auf europäischer Ebene stärkt unsere Arbeit im Saarland. Wir nehmen viele konkrete Impulse mit.“
Die Freien Wähler Saarland kündigen an, die Vorbereitung auf die Landtagswahl am 18. April 2027 konsequent fortzusetzen und den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter zu intensivieren.
Ziel ist es dabei, den Bürgerinnen und Bürgern im Saarland ein eigenständiges, glaubwürdiges und lösungsorientiertes politisches Angebot zu machen – nah an den Menschen, getragen von der Stärke unserer Kommunen und mit der klaren Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für die Zukunft des Landes. Die Erfahrungen der vergangenen Legislaturen zeigen, dass das Saarland neue politische Impulse braucht. Dafür braucht es eine zusätzliche Kraft im Landtag, die koalitionsfähig ist und den klaren Anspruch hat, unser Land wieder auf den richtigen Kurs zu führen.