Micado Migration gemeinnützige GmbH

Micado Migration gemeinnützige GmbH Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Micado Migration gemeinnützige GmbH, Kaiserstrasse 170/174, Sankt Ingbert.

Heute sind wir auf dem ERSO-Treffen bei unseren Freunden der Caritas Belgien, es geht um den aktuellen Stand im Arbeitsb...
22/06/2026

Heute sind wir auf dem ERSO-Treffen bei unseren Freunden der Caritas Belgien, es geht um den aktuellen Stand im Arbeitsbereich Freiwillige Rückkehr in Europa und die Frage, welche Rolle das Netzwerk künftig spielen kann.

Heute und morgen findet die diesjährige Fachtagung von IntegPlan und Coming Home zum Thema Rückkehr und Reintegration st...
27/05/2026

Heute und morgen findet die diesjährige Fachtagung von IntegPlan und Coming Home zum Thema Rückkehr und Reintegration statt. Sie feiert gleichzeitig das 30jährige Jubiläum des Büros für Rückkehrhilfen der Landeshauptstadt München und wird daher im Alten Rathaus Münchens abgehalten. Dr. Falko Zemmrich, der Leiter des Büros, führt in die historischen Zusammenhänge ein.

Heute sind wir bei der Caritas Frankfurt zu einer WIR-Fachtagung zum Thema GEAS. Wir hoffen, mehr über die Auswirkungen ...
28/04/2026

Heute sind wir bei der Caritas Frankfurt zu einer WIR-Fachtagung zum Thema GEAS. Wir hoffen, mehr über die Auswirkungen der neuen Regelungen für unsere Arbeit zu lernen.

Heute sind wir auf der Expert Conference on Return and Reintegration, organisiert von ICMPD in Brüssel. Dries Lensen mac...
21/04/2026

Heute sind wir auf der Expert Conference on Return and Reintegration, organisiert von ICMPD in Brüssel. Dries Lensen macht die erste Präsentation. Versammelt sind zahlreiche Vertreter/inn en aus Zivilgesellschaft, EU-Institutionen und staatlichen Akteuren.

17/04/2026

Kommentar zum Spiegel-Artikel "Sollten Syrien-Rückkehrer höhere Prämien bekommen?“ (DER SPIEGEL 17/2026)
Als Beteiligte am Projekt „DiReturn – Digital Streetworking in der Rückkehrberatung“, gefördert durch die Europäische Union, den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (2021 – 2027) sowie das BAMF, möchten wir einige fachliche Ergänzungen und Korrekturen anbringen, da die dargestellte Situation aus der Beratungspraxis heraus in wesentlichen Punkten ein unvollständiges Bild vermittelt.
Die Antwort auf die Titelfrage lautet: Ja – aber nicht nur. Es handelt sich hier nicht um eine Rückkehr in das Land, dass diese Menschen einst verlassen haben. Sie kehren in eine zerstörte Heimat zurück, in der sie vielfach bei null anfangen müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass es den meisten Menschen derzeit nicht möglich ist, sich selbst ein Bild vor Ort zu machen. Ob das eigene Haus noch steht, ob Infrastruktur, Schule oder Arbeit erreichbar sind. Sie sind auf Informationen aus Beratungsstellen in Deutschland oder von Menschen vor Ort angewiesen und gehen damit weitgehend ins Ungewisse. Besonders komplex ist die Situation für Familien mit Kindern, die Schuljahreszeiten einplanen und klären müssen, welche Bildungsangebote vor Ort tatsächlich bestehen.
Vor diesem Hintergrund sind die aktuellen Unterstützungen schlicht zu gering. Doch auch höhere Prämien allein greifen zu kurz, wenn die eigentlichen Engpässe an anderen Stellen liegen. Überlastete Beratungsstellen, lange Wartezeiten und eine Förderstruktur, die einen Großteil der Rückkehrwilligen gar nicht erreicht, erschweren den Menschen den Zugang zum Rückkehrprozess. Viele Beratungsstellen verzeichnen aktuell Anfragen in noch nie dagewesenem Ausmaß. Wartezeiten von bis zu drei Monaten auf einen Beratungstermin sind keine Seltenheit. Hinzu kommen mehrwöchige bis mehrmonatige Bearbeitungszeiten für die Förderanträge.
Zudem erreicht die Förderung längst nicht alle Rückkehrwilligen. Förderungen über das REAG/GARP-Programm stehen ausschließlich Personen ohne ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung. Ein großer Teil der syrischen Bevölkerung bildet einen wichtigen Bestandteil des deutschen Arbeitsmarktes. Menschen, die hier erwerbstätig sind und ein Einkommen oberhalb der Pfändungsfreigrenze erzielen, haben keinen Anspruch auf diese Förderung und fließen damit nicht in die Statistik ein. Die Darstellung der Förderung als „in der Regel 1.000 Euro pro Erwachsenen“ greift deutlich zu kurz, da sie die Vielfalt bestehender Förderprogramme und die damit verbundenen unterschiedlichen Förderhöhen nicht abbildet.
Aus unserer Sicht wären andere Aspekte besonders berichtenswert gewesen: die zunehmend prekäre Finanzierungssituation unabhängiger Rückkehrberatungsstellen, die bereits zur Schließung zahlreicher Angebote geführt hat; die uneinheitliche Beratungslandschaft mit regional stark unterschiedlichen Zugängen; sowie strukturelle Probleme der Finanzierungsstruktur dieser Stellen, die eine flexible Anpassung ansteigende Nachfrage unmöglich machen. Hinzu kommt, dass viele Stellen keine Zugänge zu entsprechenden Antragsplattformen haben oder diese aufgrund des hohen Zusatzaufwands nicht nutzen. Dies führt in der Praxis zu erheblichen regionalen Unterschieden in der Förderung und trägt zur Verunsicherung der Betroffenen bei.
Wir würden uns wünschen, dass diese Perspektiven aus der Beratungspraxis in zukünftige Berichterstattungen einfließen. Die betroffenen Personen verdienen eine Debatte, die sich differenziert mit ihrer Lebensrealität auseinandersetzt. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne mit unserer Expertise zur Verfügung.

15/04/2026

Als gemeinnütziges Unternehmen, das sich mit Fragen der Migration beschäftigt, betrachten wir auch die aktuelle Irankrise erst einmal durch eine sehr spezifische Brille. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob die kriegerischen Handlungen im Libanon und im Iran als solche Fluchtmigration nach Europa auslösen werden (aktuell gibt es keine alarmierenden Anzeichen dafür, das kann sich aber natürlich schnell ändern). Es geht auch um durch die Ölversorgungskrise ausgelöste Spätfolgen. Die größere Gefahr als unser Tankstellenproblem ist nämlich bspw. die Abhängigkeit der weltweiten Düngerproduktion vom Öl. Sollte es hier zu signifikanten Einbrüchen kommen, hat dies ernsthafte Probleme bei der Nahrungsversorgung zur Folge, mit potentiellen Produktionseinbrüchen von bis zu 25 %. Dann stellen wir uns die Frage nach Fluchtursachen aufgrund dieses Krieges noch einmal ganz anders.

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