17/09/2025
Übung für den Ernstfall: Feuerwehr verlegt zwei Kilometer Schlauchleitung
Alarmpager ertönen, Blaulicht und Martinshorn am Montagabend. Um kurz vor 19 Uhr schrillten die Alarmpager der Feuerwehr Bad Bayersoien. Ein Waldbrand wurde simuliert - und schnell war klar, dass die Einsatzkräfte den Ernstfall nicht alleine bewältigen können. Unterstützung kam von den Wehren aus Bad Kohlgrub, Saulgrub und Altenau.
Bereits tief im Wald hatten Kameraden einen Löschwasserbehälter auf einer Freifläche errichtet, um von dort Wasser an die angenommene Brandstelle pumpen zu können. „Wir haben die Einsatzstelle bewusst weit abseits gewählt, um die Verlegung einer langen Schlauchleitung zu üben“, erklärte Kreisbrandinspektor Andreas Weiß.
Während sich die Fahrzeuge der hinzugezogenen Wehren zunächst im Kurort sammelten, um auf ihren Einsatzbefehl zu warten, rief Einsatzleiter Benjamin Schuster die Gruppenführer zusammen. Einsatzabschnitte wurde gebildet und die Aufgabe verteilt – die ersten Einheiten begannen aus dem Ort heraus sofort mit dem Verlegen der Leitung bin zur Einsatzstelle im Wald.
„Am Ende wird die Schlauchstrecke rund zwei Kilometer lang sein“, kündigte Kreisbrandmeister Franz Niggl an. Rund 80 Schläuche mussten miteinander verbunden werden – eine logistische Herausforderung unter Zeitdruck. Aufgrund der Geländelagen waren mehrere Pumpen nötig, um den Wasserdruck stabil zu halten.
Knapp zwei Stunden dauerte die Übung, ehe das Kommando „Übungsende“ kam. Danach begann der ebenso kräfteraubende Rückbau. Im Gerätehaus wartete schließlich eine warme Brotzeit auf die Ehrenamtlichen.
Bei der abschließenden Besprechung zeigten sich die Übungsleiter Weiß und Niggl zufrieden: „Die Zusammenarbeit hat hervorragend funktioniert. Innerhalb kurzer Zeit konnte ausreichend Löschwasser an die Einsatzstelle transportiert werden – zusätzlich unterstützt durch einen Pendelverkehr der Tanklöschfahrzeuge.“
Text / Fotos / Videos Copyright: Dominik Bartl/MedienPics.de